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Österreichische Unternehmen sind sehr weiterbildungsaktiv

Statistik Austria

Schulungsdauer und Weiterbildungsausausgaben sind rückläufig  

Der Anteil der weiterbildungsaktiven Unternehmen ist in Österreich mit 88,1% weiterhin sehr hoch. Das zeigt eine in Österreich von Statistik Austria durchgeführte europaweite Erhebung über betriebliche Weiterbildungsaktivitäten für das Jahr 2015. Verglichen mit dem Jahr 2010 entspricht das einem Anstieg um 1 Prozentpunkt. Österreich konnte damit im EU-Vergleich seinen Platz im Spitzenfeld der weiterbildungsaktiven Länder halten.

Im Vergleich zu 2010 stieg die Teilnahmequote von Personen an Weiterbildungskursen deutlich (von 33,2% auf 45,4% aller Beschäftigten im Jahr 2015), jedoch sanken die durchschnittliche Dauer der Kursteilnahme (von 30,0 auf 22,7 Stunden) sowie die Ausgaben pro teilnehmender Person (von 2.037 auf 1.365 Euro) merklich.


88,1% der österreichischen Unternehmen sind weiterbildungsaktiv

Im Jahr 2015 unterstützten 88,1% der österreichischen Unternehmen ab zehn Beschäftigten die berufliche Weiterbildung ihrer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. 81,6% der Unternehmen ermöglichten die Teilnahme an Weiterbildungskursen. Gegenüber 2010 bedeutet das eine Zunahme um rund 9 Prozentpunkte und gegenüber 2005 eine Steigerung um rund 14 Prozentpunkte. Vor allem bei Kleinunternehmen (10 bis 49 Beschäftigte) war ein deutlicher Anstieg festzustellen (2005: 63,3%, 2010: 68,8%, 2015: 79,1%).

Daneben gaben 79,5% der Unternehmen an, ihren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern andere Formen betrieblicher Weiterbildung zu ermöglichen, etwa die Teilnahme an Tagungen, Konferenzen, Workshops und Fachmessen, Einzelschulungen am Arbeitsplatz oder die Teilnahme an Lern- und Qualitätszirkeln.


Anstieg der Teilnahmequote von Personen an Weiterbildungskursen von 33,2% auf 45,4% bei gleichzeitig kürzeren Schulungsdauern

Fast die Hälfte der Beschäftigten (45,4%) hat 2015 an betrieblichen Weiterbildungskursen teilgenommen; die Kursteilnahmequote lag damit deutlich höher als 2010 oder 2005. Im Hinblick auf die Unternehmensgröße stieg die Teilnahmequote generell, am deutlichsten bei den Großunternehmen (250 und mehr Beschäftigte): Hier gab es einen Anstieg von 38,2% auf 54,9%.

Die Schulungsdauer verringerte sich im Zeitvergleich allerdings markant. Eine teilnehmende Person verbrachte 2015 durchschnittlich 22,7 Stunden bezahlter Arbeitszeit in Weiterbildungskursen, im Durchschnitt rund sieben Stunden weniger als 2010 und rund vier Stunden weniger als im Jahr 2005.


Ausgaben für Weiterbildungskurse je teilnehmender Person rückläufig: von 2.037 Euro auf 1.365 Euro

Die Gesamtausgaben für Weiterbildungskurse beliefen sich im Jahr 2015 auf 1.365 Euro je teilnehmender Person, was gegenüber 2010 einen Rückgang um nahezu 700 Euro pro Teilnehmerin und Teilnehmer darstellt und nominell sogar unter dem Wert des Jahres 2005 liegt (1.669 Euro). Diese Entwicklung ist vor allem auf einen Rückgang der Ausgaben in Großunternehmen (250 und mehr Beschäftigte) von 2.212 Euro auf 1.348 Euro pro teilnehmender Person zurückzuführen.

(10.04.2018, prh)

 

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