Die Suchmaschine des Deutschen Bildungsservers für Weiterbildungskurse
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Neuigkeiten & Termine

Hochschulkompass erweitert und optimiert

Hochschulkompass2

Der Kompass durch die Hochschulwelt ist gründlich überholt worden und jetzt mit einem komplett überarbeiteten Auftritt online: Unter www.hochschulkompass.de bietet die Hochschulrektorenkonferenz (HRK) nun auch kompakte Informationen über Profile und Selbstverständnis einzelner Hochschulen.

Der neue Kooperationspartner ARD-alpha ermöglicht, dass die von ihm produzierten »Hochschulvisitenkarten« ergänzend in den Hochschulkompass eingebunden werden. Bislang sind 70 dieser Filmbeiträge verfügbar, weitere werden folgen.

Der HRK-Hochschulkompass ist nach eigenen Angaben das derzeit umfassendste bundesweite Studieninformationsportal. Als einziges Portal beruht er auf autorisierten Selbstauskünften der Hochschulen.

Neben den Studieninformationen bietet das Portal Daten der Ansprechpartner in den Hochschulen von Leitung über Pressestelle bis zu Auslandamt sowie Informationen über Promotionsmöglichkeiten und internationale Kooperationen. Hinzu kommt ein Studium-Interessentest, eine Studienplatzbörse für Restplätze jeweils am Ende der Zulassungsphase und schließlich eine WG-Suche.

Gerade für Studieninteressierte soll damit die Orientierung in der komplexen deutschen Hochschullandschaft erleichtert und besser erfahrbar werden.

Ebenfalls neu ist eine zusätzliche Möglichkeit für Studieninteressierte, sich ihrer Auswahl von Studienangeboten zu nähern: Unter dem Navigationspunkt »Studienbereiche kennenlernen« werden neun Fächergruppen und fast alle 80 Studienbereiche mit ihren Besonderheiten und Anforderungen beschrieben.

Auch die Nutzung des Hochschulkompass' mit mobilen Endgeräten konnte nun optimiert werden.

Hintergrund
Partner wie der Deutsche Akademische Austauschdienst, die Deutsche Forschungsgemeinschaft oder der Akkreditierungsrat nutzen die Daten ebenso wie etwa die Bundesagentur für Arbeit, Zeit Online und Spiegel Online. Der Hochschulkompass verzeichnet monatlich weit über 200.000 Besuche, gemeinsam mit den Partnern sind es über 500.000 Visits. Die Weiterentwicklung des Kompasses erfolgt seit Jahren in enger Zusammenarbeit zwischen HRK, dem Bundesverband Hochschulkommunikation und der Gesellschaft für Information, Beratung und Therapie an Hochschulen.

(19.06.2017, prh/hrk)

Zum Hochschulkompass

 

Kaufmännische Abschlüsse: Weiterbildungsguide der Stiftung Warentest hilft bei der Orientierung

Weiterbildungsguide

Unübersichtlich und verwirrend ist der Weiterbildungsmarkt. Es gibt etliche Angebote und noch mehr Abschlüsse, besonders im kaufmännischen Bereich. Wer hier einen Weiterbildungsabschluss machen will, kann schnell verzweifeln.

Die Stiftung Warentest nimmt ihn nun an die Hand. In ihrem Weiterbildungsguide zeigt sie die Optionen für Kaufleute und Nicht-Kaufleute, die auf der Karriereleiter den nächsten Schritt gehen wollen. Ein neues, interaktives Tool auf dem Portal hilft zudem, unter 130 Möglichkeiten den passenden Abschluss zu finden.

Der Weg nach oben kann ganz unterschiedlich aussehen. Manch einer braucht Fachwissen in einem spezialisierten Bereich wie etwa Logistik, Tourismus oder Handel, ein anderer ein BWL-Studium. Fest steht: der betriebswirtschaftliche Abschluss kann den Marktwert kräftig erhöhen. Doch wo suchen, wie finden? Die Weiterbildungsexperten der Stiftung Warentest haben sich der Sache angenommen und die vorhandenen Möglichkeiten sondiert und fachlich bewertet. Ein interaktives Tool hilft bei der Entscheidung für den passenden Abschluss. Denn nichts wäre ärgerlicher, als sich ins Ungewisse hinein weiterzubilden, zumal eine solche Zusatzausbildung auch richtig ins Geld gehen kann.

Aufstiegsfortbildungen bereiten gezielt auf Führungspositionen vor oder liefern das nötige Spezialwissen für die nächste Sprosse der Karriereleiter. Sie sind gesetzlich geregelt und damit staatlich anerkannt. Der Weiterbildungsguide hat aber auch weitere Möglichkeiten, vor allem für Nichtkaufleute, einbezogen, etwa den Europäischen Wirtschaftsführerschein oder Abschlüsse, die man an Volkshochschulen erwerben kann.

(18.06.2017, stwt)

Alle Informationen zum Thema kaufmännische Weiterbildungsabschlüsse

 

Bundestagswahl 2017: Wahlprüfsteine der Volkshochschulen

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Weiterbildung muss Wahlkampfthema werden. Unter dieses Motto stellt der Deutsche Volkshochschul-Verband (DVV) seine Wahlprüfsteine zur Bundestagswahl.

Die Wahlen insbesondere in USA und Frankreich haben gezeigt, wie eine Mischung aus Wut und mangelnder Bildung den Populismus stärkt. »Wir erwarten, dass sich alle demokratischen Parteien in Deutschland entschieden für gesellschaftlichen Zusammenhalt einsetzen«, sagt Ulrich Aengenvoort, Direktor des DVV. Eine kraftvolle Weiterbildungsoffensive sei ein entscheidender Beitrag.

Die Volkshochschulen und ihre Verbände erwarten, dass Bund, Länder und Kommunen die Weiterbildung endlich zur gemeinsamen Sache erklären. Es sei überfällig, dass ein kooperativer Föderalismus das unzeitgemäße Kooperationsverbot in Bildungsfragen ablöse. Damit Lernen nicht nach der Berufsausbildung endet und sich mehr Menschen bis ins hohe Alter weiterbilden, müsse der Bund finanzielle Anreize schaffen, beispielsweise durch Weiterbildungs-BAFöG oder bessere steuerliche Absetzbarkeit.

Auch sei ein entschlosseneres Vorgehen nötig, um die alarmierend hohe Zahl von 7,5 Millionen funktionalen Analphabeten in Deutschland zu verringern. Dazu bedürfe es breit angelegter Förderprogramme mit angemessener finanzieller Ausstattung. »Deutschland braucht außerdem eine staatliche Stärkung des zweiten Bildungswegs«, betont Aengenvoort. Ohne Schulabschluss sei eine eigenständige finanzielle Existenzsicherung kaum möglich. Deshalb müsse jeder Erwachsene die Möglichkeit haben, Schulabschlüsse nachzuholen - unabhängig von Alter, Erwerbs- und Aufenthaltsstatus oder nationaler Herkunft.

»Weiterbildung trägt maßgeblich dazu bei, dass niemand ins gesellschaftliche Abseits gerät«, so Aengenvoort weiter. Mit dem bundesweit flächendeckenden Netz an Einrichtungen gebe es in Deutschland eine hervorragende Infrastruktur, um Begegnung, Austausch und politische Teilhabe zu fördern. »Wir müssen Menschen befähigen, die Welt und ihre Veränderungen zu begreifen. Unverständnis, Rückzug und Radikalisierung dürfen nicht die Oberhand gewinnen«, fordert Aengenvoort abschließend.

(13.06.2017, prh/dvv)

VHS-Wahlprüfsteine 2017 (PDF, 7 Seiten)

 

Digitalisierung: Fast 40 Prozent sagen: Weiterbildung ist das Top-Thema

Hans Boeckler Stiftung2

Weiterbildung ist für die Menschen in Deutschland ein zentrales Thema, um den digitalen Wandel in der Arbeitswelt zu gestalten. Das ergibt eine repräsentative Umfrage im Auftrag der Hans-Böckler-Stiftung für die Kommission »Arbeit der Zukunft«.

Von insgesamt 9.178 durch die Meinungsforscher von Civey Befragten sprechen sich 38 Prozent für die verstärkte Beachtung des Themas Weiterbildung aus. Über 16 Prozent der Deutschen sind der Meinung, dass vor allem die globale Perspektive und die Zuwanderung im Zuge der digitalen Transformation verstärkt beachtet werden sollten. 11,2 Prozent stellen mehr Geschlechtergerechtigkeit in den Vordergrund.

Digitaler Wandel und Weiterbildung

Prof. Dr. Kerstin Jürgens, Soziologie-Professorin an der Universität Kassel, und zusammen mit dem DGB-Vorsitzenden Reiner Hoffmann Vorsitzende der Kommission »Arbeit der Zukunft«, betont die besondere Bedeutung der Weiterbildung in der Arbeitswelt der Zukunft: »Eine große Mehrheit hat erkannt, dass die Digitalisierung uns vor neue Herausforderungen stellt. Qualifizierung für die Beschäftigten ist der Schlüssel, um sie zu bewältigen und als tatsächlichen Fortschritt zu gestalten. Bislang wird in Deutschland viel zu wenig und zu wenig systematisch weitergebildet«.

Dazu, wie lebens- und berufsbegleitendes Lernen vom Staat, aber auch von der Wirtschaft für die Beschäftigten ermöglicht und ausgestaltet werden kann, wird die 32-köpfige Kommission »Arbeit der Zukunft« Ende Juni mit ihrem Abschlussbericht neue Denkanstöße geben.

Über zwei Jahre hinweg haben sich auf Initiative der Hans-Böckler-Stiftung die Expertinnen und Experten aus Wissenschaft, Gewerkschaften, Betriebsräten, der Bundesregierung, aus Unternehmen, aus Start-ups und Stiftungen unter anderem damit beschäftigt, wie Qualifizierung in der Arbeitswelt von morgen organisiert sein kann, um die Chancen der Digitalisierung zu nutzen.

(12.06.2017, prh)

 

Österreichische Weiterbildungsstudie: 90 Prozent sehen Bildungsbedarf bei digitalen Kompetenzen

PbEB2

Studie »Weiterbildung 2017«: Unternehmen investieren in Weiterbildung und rüsten sich für Digitalisierung 

Gestern, am 7. Juni 2017, fand in Österreich der »Tag der Weiterbildung« bereits zum neunten Mal statt. Veranstalter ist die »Plattform für berufsbezogene Erwachsenenbildung« (PbEB). Sie präsentierte dabei die Studie »Weiterbildung 2017«, für die von MAKAM Research Führungskräfte und Personalverantwortliche von 500 Firmen ab 20 Beschäftigten befragt wurden.

Die Ergebnisse: 9% der Betriebe halten sich selbst für »sehr gut« auf die Anforderungen der Digitalisierung vorbereitet, weitere 42% zumindest für »gut«. 43% sagten, sie seien »befriedigend« auf die kommenden Herausforderungen vorbereitet, immerhin 4% der Unternehmen gaben an, nur »genügend« gerüstet zu sein, und weitere 1% stufen es als »nicht genügend« ein, was im Unternehmen in puncto Digitalisierung geschehe.

Die Führungskräfte und Personalverantwortlichen wurden auch gefragt, welche Aspekte in puncto Digitalisierung aus ihrer Sicht besonders wichtig sind. Sehr große Bedeutung hat die IT- und Datensicherheit, die 84% der Befragten für sehr wichtig und weitere 13% für wichtig halten. Mit deutlichem Abstand dahinter folgen kaufmännisch-betriebswirtschaftliche Aspekte, wie etwa die Fähigkeit, den Einfluss der Digitalisierung in neuen Geschäftsmodellen mitzudenken.

90 Prozent wollen mehr Weiterbildung im Bereich digitale Kompetenzen

90% sehen großen Weiterbildungsbedarf im Bereich »Digitale Kompetenzen«. Beschäftigte sollen laut der Umfrage vor allem im Bereich IT-Sicherheit und Datensicherheit noch mehr digitale Kompetenzen erwerben – 60% orten hier großen Weiterbildungsbedarf. Wichtig sind außerdem kaufmännisch-betriebswirtschaftliche Aspekte der Digitalisierung (43%, z.B. Entwicklung neuer Geschäftsmodelle), technologische Aspekte (39%, z.B. Automatisierungstechnik), soziale Handlungskompetenzen (36%, z.B. kollaboratives Arbeiten) und kommunikativ-kreative Aspekte (34%, z.B. Webshops).

75% der Unternehmen haben im Bereich der Digitalisierung bereits Bildungsmaßnahmen gesetzt, und hier wiederum meist im Sicherheitsbereich. 50% der befragten Führungskräfte und PersonalistInnen planen weitere Bildungsmaßnahmen, um digitale Kompetenzen der Beschäftigten zu stärken.

Hohe Ambivalenz bei Unternehmen in puncto Digitalisierung

Bei der Frage, ob die zunehmende Digitalisierung eher positive oder negative Auswirkungen auf das Unternehmen habe, zeigten sich die Befragten optimistisch: Positiv werde sich die Digitalisierung vor allem auf die Arbeitseffizienz und Wettbewerbsfähigkeit des Unternehmens auswirken, sagen 65% bzw. 61% der Befragten. 58% glauben, dass die Qualität der Arbeitsleistung durch Digitalisierung steige, und 57% sind der Meinung, dass sich die Datensicherheit durch Digitalisierung verbessere.

»Generell ist die Ambivalenz der Unternehmen sehr hoch. Viele Führungskräfte geben an, dass die Digitalisierung in vielen Bereichen sowohl positive als auch negative Auswirkungen habe. Das heißt, die Unternehmen orientieren sich gerade erst. Weiterbildung wird daher gerade in puncto Digitalisierung zu einem klareren Blick auf das Thema beitragen«, erklärt PbEB-Sprecher Bayer. 18% der Betriebe wollen 2017 mehr für Weiterbildung ausgeben 18% der Unternehmen werden heuer mehr in Weiterbildung investieren. Im Gegensatz dazu planen nur 5% der Unternehmen, im laufenden Jahr weniger für Weiterbildung auszugeben als bisher. Die Weiterbildungsbudgets in den meisten Unternehmen bleiben heuer meist gleich: 69% der Unternehmen haben gleich viel Weiterbildungsbudget vorgesehen wie im Vorjahr.

»Die positive Entwicklung, die wir schon im Vorjahr beobachten konnten, setzt sich weiter fort. In Zeiten rascher Veränderungen wird die Qualifikation der Beschäftigten noch wichtiger«, sagt PbEB-Sprecher Mag. (FH) Christian Bayer. Wichtigste Weiterbildungsmaßnahmen: Verkauf/Marketing Wie bei den Untersuchungen der Vorjahre wurden die Unternehmen auch heuer wieder gefragt, welche Bedeutung sie einzelnen Weiterbildungsmaßnahmen zuordnen. Den größten Konkurrenzvorsprung erwarten sich die Unternehmen wie schon im Vorjahr durch Marketing- und Verkaufstrainings, gefolgt von Persönlichkeitsentwicklung und Weiterbildung in den Bereichen Technik und Produktion sowie Informatik und EDV-Anwendungen.

Hintergrund
Tag der Weiterbildung am 7. Juni
Am 7. Juni findet der »Tag der Weiterbildung« bereits zum neunten Mal in Österreich statt. Veranstaltet wird der »Tag der Weiterbildung« von der Plattform für berufsbezogene Erwachsenenbildung (PbEB). Sie will damit die Bedeutung der Weiterbildung und des lebenslangen Lernens aufzeigen.

Plattform für berufsbezogene Erwachsenenbildung
Die Plattform für berufsbezogene Erwachsenenbildung wurde im Jahr 2007 gegründet und ist eine freiwillige und unabhängige Vereinigung führender Anbieter berufs- und wirtschaftsbezogener Aus- und Weiterbildungsaktivitäten.

(08.06.2017, prh)

PbEB-Portal

 

Deutsche Arbeitnehmer haben großes Interesse an Weiterbildung

indeed2

Fortkommen im Job ist gefragt - mehr als 80% der deutschen Arbeitnehmer haben Interesse an beruflicher Weiterbildung. Bei den unter 40-Jährigen liegt der Wert mit über 90% sogar noch darüber. Mit steigendem Lebensalter sinkt der Wert etwas - bei den über 50-jährigen Angestellten sind es noch knapp drei Viertel, die Interesse signalisieren. Drei Viertel der Befragten geben an, dass sie bei ihrer letzten Weiterbildungsmaßnahme Fähigkeiten erworben haben, die ihnen im Berufsleben weiterhelfen.

Dies ist das Ergebnis einer Befragung von Indeed, der weltweit größten Jobseite, unter 1.064 Angestellten in Deutschland.

Bei der Mehrheit der Befragten kümmert sich der Arbeitgeber um entsprechende Weiterbildungen und schlägt passende interne oder externe Schulungen vor. Rund ein Drittel der Arbeitnehmer erhält keine Weiterbildungsangebote von Arbeitgeberseite, bei Arbeitern sind es sogar knapp über 50%.

Bei den Arbeitnehmern, die keine Weiterbildungsangebote vom Arbeitgeber erhalten, zeigen zwei Drittel auch keine Eigeninitiative, kümmern sich also selbst nicht um die eigene Fortentwicklung. »Aus Sicht der Arbeitnehmer ist Weiterbildung also offenbar eine Bringschuld des Arbeitgebers. Denn grundsätzliches Interesse besteht, aber es mangelt an der Eigeninitiative. Dabei müssten jeder Arbeitnehmer selbst am besten wissen, wo er sich verbessern oder weiterentwickeln kann«, sagt Frank Hensgens (Indeed).

 

Interesse an WB

 

Weiterbildung auch am Wochenende

50% der Befragten würden auch ein Wochenende für die eigene Weiterbildung investieren. Urlaubstage oder einen finanzielle Beitrag beizusteuern, liegen dagegen deutlich zurück. Etwa ein Drittel der Befragten ist überhaupt nicht bereit, in welcher Form auch immer, in die eigene Weiterbildung zu investieren. Je älter die Befragten Arbeitnehmer sind, umso weniger Bereitschaft besteht, selbst etwas einzubringen.

Geht es um die Anreize für eine Weiterbildung, so stehen fachliche/inhaltliche Themen und die persönliche Weiterentwicklung an der Spitze. Gerade für jüngere Arbeitnehmer ist der Punkt »Vorankommen beim gegenwärtigen Arbeitnehmer« besonders relevant - hier liegen die Werte deutlich höher als bei älteren Befragten.


Was gefragt wurde...

 

Haben Sie grundsätzlich Interesse an beruflicher Weiterbildung?
Ja: 83,7%
Nein: 16,3%

Macht Ihnen Ihr Arbeitgeber Weiterbildungsangebote?
Ja, interne Angebote: 56,2%
Ja, externe Angebote: 39,2%
Nein, keine Angebote: 33,1%

Wenn der Arbeitnehmer keine Weiterbildungsangebote macht, kümmern Sie
sich selbst um Ihre eigene Weiterbildung und schlagen Sie Ihrem
Arbeitgeber passende Angebote vor?
Ja: 33,2%
Nein: 66,8%

Wie viele Weiterbildungstage pro Jahr halten Sie für angemessen?
1-3: 35,4%
4-5: 33,5%
6-7: 17,9%
Mehr als 7: 13,3%

Wären Sie bereit, auch ganz konkret in die eigene Weiterbildung zu
investieren? (Mehrfachnennungen möglich)
Ja, ich würde das auch am Wochenende machen: 48,6%
Ja, ich würde dafür Urlaubstag(e) einsetzen: 17,1%
Ja, ich würde bis zu 10 Prozent der Kosten übernehmen: 25,2%
Ja, ich würde bis zu 25 Prozent der Kosten übernehmen: 10,5%
Ja, ich würde auch über 25 Prozent der Kosten übernehmen: 4,8%
Nein, dazu bin ich nicht bereit: 31,7%

Was sind für Sie die wichtigsten Argumente für eine Weiterbildung?
(Mehrfachnennungen möglich)
Fachliche Weiterentwicklung: 75,6%
Persönliche Weiterentwicklung: 66,0%
Vorankommen bei meinem gegenwärtigen Arbeitgeber: 42,4%
Insgesamt die Verbesserung meiner Karriere-Perspektive: 41,1%

Wenn Sie an Ihre letzte Weiterbildungsmaßnahme denken: Haben Sie das
Gefühl, dass Sie Fähigkeiten erworben haben, die Ihnen fortan im
Berufsleben geholfen haben?
Ja: 75,9%
Nein: 24,1%

Hintergrund
Die Umfrage unter 1.064 deutschen Arbeitnehmern wurde zwischen dem 24. April und 3. Mai 2017 durchgeführt.

(07.06.2017, prh)

 

Digitale Kompetenzen sind noch ausbaubar

Bundesbürger geben sich schlechte Noten in digitaler Kompetenz

Die Deutschen sehen in der Digitalisierung grundsätzlich eher eine Chance, halten ihre eigene Digitalkompetenz aber gerade mal für »ausreichend«. Das zeigt eine Umfrage des Digitalverbands Bitkom. Demnach geben 6 von 10 Befragten (60 Prozent) ab 14 Jahren an, dass sie die Digitalisierung als Chance sehen.
 
Allerdings gibt es deutliche Unterschiede zwischen den Altersgruppen. So sehen 76 Prozent der 14- bis 29-Jährigen die Digitalisierung als Chance, bei den Befragten ab 65 Jahre ist es mit 49 Prozent aber nur knapp jeder Zweite.
 
»Wenn wir über digitale Teilhabe sprechen, dann müssen wir feststellen, dass wir vor allem die ältere Generation bislang nicht mitgenommen haben«, sagte Bitkom-Präsident Thorsten Dirks. »Wir haben eine viel größere Aufgeschlossenheit gegenüber der Digitalisierung in der Gesamtbevölkerung bis einschließlich 64 Jahre als in der Generation 65 plus. Ein Grund dafür ist: Digitale Technologien spielen im Alltag dieser beiden Gruppen völlig unterschiedliche Rollen – die Jüngeren und die Älteren leben in unterschiedlichen Welten, Mitte der Sechzig ist ein tiefer Graben«.
 
Drei Viertel der 14- bis 29-Jährigen (77 Prozent) sagen, dass digitale Technologien für ihr privates Leben eine sehr große oder eher große Bedeutung haben, bei den Älteren ab 65 sind es gerade einmal 19 Prozent. 98 Prozent der 14- bis 29-Jährigen nutzen das Internet, um gezielt Informationen zu suchen, ebenfalls 98 Prozent schreiben E-Mails, 95 Prozent streamen Musik oder Filme, 86 Prozent kaufen online ein, 85 Prozent tauschen sich in sozialen Netzwerken aus und 69 Prozent nutzen neuere Smartphone-Apps wie Snapchat oder Slack. Bei denjenigen, die 65 Jahre oder älter sind, ist all das allenfalls eine Ausnahme.
 
Nur rund jeder Dritte sucht Informationen im Internet (36 Prozent) oder schreibt Mails (30 Prozent), jeder Fünfte streamt Musik oder Filme (21 Prozent) oder kauft online ein (19 Prozent), 12 Prozent nutzen Apps wie Snapchat und nur 6 Prozent tauschen sich in sozialen Netzwerken aus. »Die Älteren nutzen digitale Technologien nicht nur sehr viel seltener als Jugendliche und junge Erwachsene, sondern auch deutlich weniger als die Gesamtbevölkerung unter 65 und die benachbarte Alterskohorte von 50 bis 64 Jahren. Eine direkte Folge ist, dass viele digitale Anwendungen eher kritisch gesehen werden«, so Dirks.
 
84 Prozent der 14- bis 64-Jährigen sagen, dass digitale Technologien ihr Leben leichter machen, bei den Älteren sind es nur 34 Prozent. 81 Prozent in der Bevölkerung bis 65 geben an, dass sie dank digitaler Lösungen besseren Kontakt zu entfernt lebenden Freunden und Verwandten halten können, ab 65 Jahre liegt der Anteil nur bei 57 Prozent. Und 73 Prozent der Bis-65-Jährigen sagen, dass sie sich mit digitalen Technologien umfassend über das politische Geschehen informieren, bei den Älteren sind es mit 31 Prozent nicht einmal halb so viele.
 
Vorne sind die Älteren nur, wenn es um Ängste geht. So sorgen sich 61 Prozent, dass dank digitaler Technologien der Staat alles über sie wisse (14- bis 64-Jährige: 54 Prozent), 57 Prozent haben Angst, dass Fremde Einblick in ihr Privatleben erhalten könnten (14- bis 64-Jährige: 43 Prozent) und 55 Prozent haben Angst vor einem finanziellen Schaden durch Hacker (14- bis 64-Jährige: 54 Prozent). Und während nur 15 Prozent der 14- bis 64-Jährigen angeben, sie würden lieber in einer Welt ohne digitale Technologien leben, sind es bei den Älteren mit 36 Prozent mehr als doppelt so viele. Dirks: »Digitale Technologien können gerade älteren Menschen dabei helfen, ein selbstbestimmtes Leben zu führen. Es muss uns gelingen, diesen Nutzen in der Praxis besser erlebbar zu machen«.
 
Allerdings gibt es nicht nur in der älteren Generation Nachholbedarf. So geben sich die Bundesbürger im Durchschnitt nur die Schulnote »ausreichend« mit Blick auf ihre eigene Digitalkompetenz. Die Älteren ab 65 benoten sich sogar »mangelhaft«, aber selbst die Jungen von 14- bis 29-Jahre, die digitale Technologien besonders stark nutzen, schätzen ihr eigenes Können lediglich »befriedigend« ein.
 
»Angesichts der Offenheit für die Digitalisierung und der großen Bedeutung, die digitale Technologien in breiten Teilen der Bevölkerung für das eigene Leben spielen, muss dieses Ergebnis ein echtes Alarmsignal sein«, sagte Dirks. »Das Thema Bildung rund um digitale Technologien muss eine viel höhere Priorität als bisher bekommen, und zwar angefangen in der Schule bis hin zum dauerhaften Lernen im Unternehmen«.
 
Bitkom fordert einen digitalen Bildungspakt für Deutschland: »Alle Bildungseinrichtungen – von der Schule über die Hochschulen bis zu Aus- und Weiterbildungseinrichtungen – müssen ihre Lehrtätigkeit auf digitale Bildung ausrichten«, sagte Dirks. »Deutschland muss Vorreiter der digitalen Bildung werden«.
 
Hintergrund
Grundlage der Angaben ist eine Umfrage, die Bitkom Research durchgeführt hat. Dabei wurden 1.010 Bundesbürger ab 14 Jahren befragt, diese Umfrage ist repräsentativ.



(07.06.2017, prh/bitkom)

QUELLE: Nach einer BITKOM-Meldung

 

Berufliche Aus- und Weiterbildung für die digitalisierte Arbeitswelt

BIBBHermann-Schmidt-Preis 2017 ausgeschrieben: Bewerbungsfrist endet am 30. Juni 2017 

Die fortschreitende Digitalisierung der Arbeitswelt stellt Politik, Wirtschaft, Wissenschaft und Gesellschaft vor enorme Herausforderungen. Der Einsatz neuer digitaler Technologien wird die Arbeit von morgen verändern. Das vernetzte Lernen, Arbeiten und Kommunizieren wird sich auf Arbeitsanforderungen, Ausbildungsberufe und Berufsbilder, Fachkräftenachfrage, Lernformen und -umgebungen sowie nicht zuletzt auf die berufliche Weiterbildung auswirken.

Arbeit in der »Wirtschaft 4.0« erfordert von ausgebildeten Fachkräften ein Mehr an Qualitäts- und Verantwortungsbewusstsein, ein gesteigertes Verständnis für vernetzte betriebliche Abläufe, Zusammenhänge und Wertschöpfungsketten sowie ein hohes Maß an Kooperations-, Interaktions- und Abstraktionsfähigkeit.

Bei der Gestaltung einer »Berufsbildung 4.0« spielt das Bildungspersonal eine entscheidende Rolle – also Ausbildungsverantwortliche, AusbilderInnen und ausbildende Fachkräfte in den Betrieben sowie das Lehrpersonal in beruflichen Schulen und überbetrieblichen Bildungszentren. Sie planen und gestalten die Berufsausbildung auf der praktischen Ebene und müssen vor dem Hintergrund der sich verändernden Anforderungen ihre fachlichen und pädagogischen Qualifikationen ebenfalls anpassen.

Welche Konsequenzen ergeben sich hieraus für die künftige Organisation der beruflichen Aus- und Weiterbildung? Das Thema des diesjährigen Wettbewerbs um den »Hermann-Schmidt-Preis« lautet deshalb »Berufliche Aus- und Weiterbildung für die digitalisierte Arbeitswelt«. Mit dem Preis des Vereins »Innovative Berufsbildung e.V.«. werden gezielt Projekte und Initiativen prämiert, die innovative, beispielhafte und bewährte Konzepte und Modelle der beruflichen Aus- und Weiterbildung für die digitalisierte Arbeitswelt entwickelt und erfolgreich umgesetzt haben. Bewerbungsfrist ist der 30. Juni 2017. Der Verein »Innovative Berufsbildung e.V.«. wird getragen vom Bundesinstitut für Berufsbildung (BIBB) und dem W. Bertelsmann Verlag (wbv).

Bei einer Bewerbung sind folgende Bereiche von besonderem Interesse:

  • Innovative Ausbildungskonzepte zur Förderung digitaler Kompetenzen,
  • Innovative Weiterbildungskonzepte zur Förderung digitaler Kompetenzen,
  • Innovative Konzepte zur Qualifizierung des Ausbildungspersonals in Betrieb, überbetrieblicher Bildungsstätte und Berufsschule, um den Anforderungen der digitalisierten Arbeitswelt gerecht zu werden,
  • Projekte, Initiativen und Modelle der beruflichen Bildung, die im Zuge der Digitalisierung in Unternehmen und berufsbildenden Einrichtungen auf Grundlage veränderter Qualifikationsbedarfe erstmalig duale Berufsausbildung – in Einzelberufen oder grundsätzlich – initiiert haben und dabei innovative Lehr-/Lernkonzepte nutzen.

Die Innovationen können sich zum Beispiel auf lernortübergreifende, generationenübergreifende, arbeitsprozessorientierte und/oder arbeitsprozessintegrierte Maßnahmen beziehen.

Antragsberechtigt sind Betriebe, berufliche Schulen und berufliche Bildungseinrichtungen in Kooperation mit Betrieben und/oder beruflichen Schulen.

Der Hermann-Schmidt-Preis 2017 wird durch eine unabhängige Fachjury vergeben. Er ist mit einem Preisgeld in Höhe von 3.000 Euro dotiert. Darüber hinaus kann die Jury bis zu drei weitere Wettbewerbsbeiträge mit einem Sonderpreis auszeichnen, der jeweils mit 1.000 Euro dotiert ist.

Die Preisverleihung findet auf einer Veranstaltung im Herbst 2017 statt.

Der Verein »Innovative Berufsbildung e.V.«. lädt hiermit zur Teilnahme am Wettbewerb ein.

Die Bewerbungsunterlagen können angefordert werden bei:

Geschäftsstelle »Innovative Berufsbildung e.V.«
c/o Bundesinstitut für Berufsbildung (BIBB)
Leitungsbüro
Robert-Schuman-Platz 3
53175 Bonn
Telefon: 0228. 107-2833
Fax: 0228. 107-2981
E-Mail: leitungsbuero@bibb.de

Zum Hintergrund:
Ziel des 1996 vom Bundesinstitut für Berufsbildung (BIBB), Bonn, und dem W. Bertelsmann Verlag (wbv), Bielefeld, gegründeten gemeinnützigen Vereins »Innovative Berufsbildung e.V.«. ist es, innovative Entwicklungen in der Berufsbildungspraxis zu initiieren, zu fördern und öffentlich bekannt zu machen. Mit dem jährlich vom Verein verliehenen Hermann-Schmidt-Preis werden besondere Leistungen in ausgewählten Bereichen der beruflichen Bildung ausgezeichnet. Namensgeber des Wettbewerbs ist Prof. Dr. Hermann Schmidt, der von 1977 bis 1997 Präsident des BIBB war.

(19.05.2017, prh)

Weitere Informationen

 

Stiftung Warentest gibt Tipps zur Nutzung von Weiterbildungs­daten­banken

Stiftung Warentest2

Wer sich weiterbilden möchte, braucht Geduld: Das Angebot ist vielfältig, die Kurse sind oft teuer und die Versprechungen der Anbieter zahlreich.

Wo also sich informieren und wie richtig entscheiden? Gut strukturierte Daten­banken können dabei helfen, das passende Angebot ausfindig zu machen. Die Stiftung Warentest hat Weiterbildungs­daten­banken untersucht – zwei davon schneiden sehr gut ab, sechs nur mangelhaft.

In einem aktuellen Beitrag auf den test.de-Seiten wird ausführlich über die Ergebnisse dieser Untersuchung berichtet, bei der 68 Datenbanken getestet wurden. Sehr gut schnitten hierbei die sächsische Landesdatenbank Bildungsmarkt Sachsen und die Datenbanken des WISY-Systems ab.

Sechs Informationssystemen wurden »deutliche Mängel« bescheinigt. Die detaillierten Ergebnisse im Einzelnen sind auf dem Weiterbildungsguide der Stiftung Warentest einsehbar, wo auch Hinweise darüber zu finden sind, was eine gute Weiterbildungsdatenbank ausmacht und was bei der Kurssuche sonst noch zu beachten ist.

Das InfoWeb Weiterbildung hatte kürzlich bereits darüber berichtet, dass die Weiterbildungstests der Stiftung zum Jahresende eingestellt werden.

(17.05.2017, wt/prh)

Weiterbildungs­daten­banken: Wo Sie passende Kurse finden

Testergebnisse zu Weiterbildungsdatenbanken

siehe auch: Stiftung Warentest stellt Weiterbildungstests zum Jahresende ein

 

E-Learning ist Favorit bei deutschen Personalern

WBS Akademie

E-Learning spielt in der Weiterbildung eine zunehmend entscheidende Rolle – die Hintergründe beleuchtet eine aktuelle Forsa-Studie im Auftrag der WBS Akademie. Die Ergebnisse wurden als Whitepaper unter dem Titel »Sieben gute Gründe für eine berufliche Weiterbildung per E-Learning« veröffentlicht. Es zeigt, warum Personalverantwortliche in deutschen Unternehmen E-Learning als Weiterbildungsmethode mit dem höchsten Potenzial einschätzen.

Die Forsa-Studie wurde Ende 2016 im Auftrag der WBS Akademie erstellt. Hierfür wurden bundesweit rund 300 Personalverantwortliche zum Thema der berufsbegleitenden Weiterbildung befragt. Im Fokus standen dabei Fragen zur beruflichen Qualifikation von Mitarbeitern und Bewerbern, insbesondere im Hinblick auf das E-Learning.

Deutschlands Personaler halten E-Learner für motiviert, selbstständig, zielstrebig und gut organisiert

Dabei stellte sich heraus, dass Deutschlands Personaler Weiterbildung nicht nur als einen Weg schätzen, Mitarbeiter besser zu qualifizieren, sondern dass auch das Image des Arbeitgebers davon profitiert, wenn ein Unternehmen Weiterbildungsangebote macht. Dies hielten über 70 Prozent der Befragten für wichtig. Knapp die Hälfte schätzten dabei Online-Kurse als eine interessante Möglichkeit zur Qualifizierung der eigenen Mitarbeiter ein.

Als Vorteile wurden hier vor allem die zeitliche und räumliche Flexibilität genannt. Gleichzeitig gelten für die Personalverantwortlichen E-Learner als überdurchschnittlich motiviert und verantwortungsbewusst.

Die Erkenntnisse aus der Befragung lassen sich wie folgt zusammenfassen:

  • E-Learning ist Weiterbildungstrend Nummer 1
  • E-Learning bietet große Themenvielfalt
  • E-Learning gilt als Weiterbildungsmethode mit höchstem Potenzial
  • Weiterbildungsangebote machen Arbeitgeber für Bewerber attraktiv
  • E-Learner sind motiviert, selbstständig, zielstrebig und gut organisiert
  • Karrierechancen steigen durch Weiterbildung
  • Regelmäßige Weiterbildungen haben Einfluss auf die Besetzung von Führungspositionen


(15.05.2017, wbs/prh)

Zusammenfassung der Ergebnisse (PDF, 11 Seiten)

 

Weiterbildung hat ihren Preis

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Hier gibt’s finanzielle Unterstützung vom Bund 

Ein Blick auf die Kosten und schon ist für viele Weiterbildungsinteressierte die Entscheidung gefallen: Die Fortbildung passt nicht ins Budget. Den Wunsch, sich weiterzubilden, muss dennoch niemand aufgeben: Der Bund fördert berufliche Weiterbildungen mit verschiedenen Programmen. Von diesen profitieren nicht nur Arbeitnehmer. Auch Selbstständige, Berufsrückkehrer und Arbeitslose erhalten Unterstützung. Sie müssen sich im Förderdschungel nur zurechtfinden.

Die Rechnung geht auf: Wer sich regelmäßig weiterbildet, hat bessere Chancen auf dem Arbeitsmarkt. Doch der Besuch eines Lehrgangs kann schnell mal in die Tausende gehen. Das wird teuer, wenn der Chef nicht für die Kosten aufkommt. Deshalb gibt der Staat Finanzspritzen. Wer die Fördervoraussetzungen erfüllt, kann bei einer beruflichen Weiterbildung viel Geld sparen, ganz gleich, ob es sich bei der Fortbildung um ein Studium, eine Umschulung oder einen Sprachkurs handelt.

Am meisten profitieren Arbeitnehmer von den Förderprogrammen: Ob Bildungsgutschein, Prämien- oder Spargutschein, Aufstiegs-Bafög oder -stipendium, Weiterbildungsstipendium oder WeGebAU: Der Bund bietet ihnen auf vielfältige Weise Unterstützung. Doch was hat es mit den einzelnen Fördertöpfen auf sich?

Bildungsgutschein

Bei einem Bildungsgutschein kommt der Bund für 100 Prozent der Weiterbildungskosten auf. Auch die Fahrtkosten zum Kursort sowie Kosten für Verpflegung und Unterkunft können übernommen werden. Um von der Agentur für Arbeit einen Bildungsgutschein ausgestellt zu bekommen, müssen jedoch bestimmte Voraussetzungen erfüllt sein: Die Weiterbildung muss zu einer Rückkehr in den Arbeitsmarkt, zur Abwendung drohender Arbeitslosigkeit oder zum Nachholen eines fehlenden Berufsabschlusses beitragen.

Prämiengutschein

Der Prämiengutschein ist Teil des Programms Bildungsprämie. Gefördert werden Weiterbildungen, die bis zu 1.000 Euro kosten, mit maximal 500 Euro. Der Antragsteller muss über 25 Jahre sein und mindestens 15 Stunden die Woche erwerbstätig oder in Pflege- oder Elternzeit sein. Das maximal zu versteuernde Jahreseinkommen darf 20.000 Euro nicht übersteigen.

Spargutschein

Der Spargutschein ist ebenfalls Teil des Programms Bildungsprämie. Mit ihm haben Weiterbildungsinteressierte die Möglichkeit, Geld von ihrem Sparguthaben von vermögenswirksamen Leistungen vor Ablauf der Sperrfrist zu entnehmen, um damit längere und oft kostenintensivere Weiterbildungen zu finanzieren. Die Sparzulage bleibt erhalten.

Aufstiegs-Bafög

Wer eine Aufstiegsfortbildung absolviert, hat die Möglichkeit, zinsgünstige Darlehen und Zuschüsse, die nicht zurückgezahlt werden müssen, zu erhalten. Die Weiterbildung muss mindestens 400 Unterrichtsstunden umfassen. Für Kurs- und Prüfungsgebühren von bis zu 15.000 Euro erhalten die Fortbildungsteilnehmer 40 Prozent Zuschuss. Bei Bestehen der Prüfung werden 40 Prozent des auf die Kurs- und Prüfungsgebühren entfallenden Restdarlehens erlassen.

Aufstiegsstipendium

Dieses Programm richtet sich an Fachkräfte, die sich durch ein Erststudium beruflich weiterentwickeln wollen. Unabhängig vom Einkommen können Studierende in Vollzeit bis zu 815 Euro erhalten. Wer berufsbegleitend studiert, bekommt jährlich einmalig 2.400 Euro. Zu den Voraussetzungen eines Aufstiegsstipendiums gehört etwa ein Notendurchschnitt von 1,9 im Berufsabschlusszeugnis.

Weiterbildungsstipendium

Engagierte Fachkräfte unter 25 Jahren haben mit diesem Stipendium die Möglichkeit, eine fachbezogene berufliche Weiterbildung, etwa zum Fachwirt, oder eine fachübergreifende Qualifizierung, zum Beispiel einen Sprachkurs, zu machen. Die Fortbildung wird mit maximal 7.200 Euro – verteilt auf drei Jahre – gefördert, wenn der Stipendiat für zehn Prozent der Weiterbildung selbst aufkommt. Voraussetzung für die Förderung sind besondere Leistungen in der Ausbildung oder im Beruf.

WeGebAU

Das Förderprogramm »Weiterbildung Geringqualifizierter und beschäftigter älterer Arbeitnehmer in Unternehmen« (WeGebAU) richtet sich an ungelernte Beschäftigte oder welche, die ihren Beruf seit mindestens vier Jahren nicht mehr ausüben, sowie an Beschäftigte in kleinen und mittleren Unternehmen. Bei Geringqualifizierten übernimmt der Bund die vollen Lehrgangskosten, wenn die Weiterbildung zu einem Berufsabschluss führt. Bei älteren Beschäftigten trägt er 75 Prozent, sofern die Schulungszeit teils in die Arbeitszeit fällt. In allen anderen Fällen fördert er die Weiterbildung mit maximal 50 Prozent, wenn der Arbeitgeber für mindestens 50 Prozent der Kosten aufkommt.

QUELLE
Nach einer Meldung auf Kursfinder.de


(15.05.2017, kf/prh)

Suche nach Förderungen zur Weiterbildung

 

Neue Broschüre "Fördermöglichkeiten in der Weiterbildung" erschienen

Die Broschüre bietet allen Weiterbildungsinteressierten einen umfassenden Überblick über die verschiedenen Finanzierungs- und Fördermöglichkeiten in der Weiterbildung. Von staatlichen Förderungen des Bundes und der Länder über Finanzierungshilfen bis hin zur Bildungsfreistellung enthält sie vielfältige Informationen und praktische Tipps. Die Broschüre wurde von der Landesgruppe Rheinland-Pfalz und Saarland der Deutschen Gesellschaft für wissenschaftliche Weiterbildung und Fernstudium e.V. (DGWF) veröffentlicht, die darin beschriebenen Fördermöglichkeiten gelten i.d.R. für alle an Weiterbildung interessierten und nicht nur für die wissenschaftliche Weiterbildung.

Die Broschüre steht allen Interessierten ab sofort auf der Internetseite der DGWF kostenfrei als Download zur Verfügung. (04.05.2017, WP)

Download der Broschüre als PDF-Datei

 

Stiftung Warentest stellt Weiterbildungstests zum Jahresende ein

Die Stiftung Warentest stellt zum Jahresende 2017 ihre Tests zur Weiterbildung ein. Wie die Stiftung Warentest dem BildungsSpiegel auf Anfrage bestätigte, wird die Arbeit des Teams Weiterbildung nach Ablauf der aktuellen Förderperiode nicht verlängert und zum Jahresende eingestellt.

Die Abteilung Weiterbildungstests existierte seit Sommer 2002 und wurde bis 2014 vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) für die Tests von Weiterbildungsangeboten gefördert. Im Anschluss daran erfolgte eine weitere Förderung mit dem Ziel, auf der Grundlage der erworbenen Erfahrungen ein Internetportal zur Weiterbildung zu entwickeln, das Ende 2016 als www.weiterbildungsguide.de online gegangen ist.

Der Weiterbildungsguide bietet allen Weiterbildungsinteressierten mit Hilfe umfangreicher Informationen und zahlreicher neu entwickelter Tools die Möglichkeit, sich selbst zu verorten (Wo stehe ich? Was ist mein Ziel? Was brauche ich? Welches Angebot passt zu mir?) und die Entscheidung für eine passende Weiterbildung vorzubereiten. Zusätzliche Tools stehen bereit, um etwa Angebote zu prüfen, das passende Förderprogramm zu finden, einen eventuellen Anspruch auf Bildungsurlaub zu klären oder Sprachkenntnisse selbst einzuschätzen. Auch die Ergebnisse der aktuellen Datenbanktests sind als eigenes Tool verfügbar.

Nach Angaben der Stiftung Warentest ist daran gedacht, den Weiterbildungsguide weiterzuführen, entweder alleine oder in Kooperation mit Dritten.

Seit 15 Jahren konnten Bildungsinteressierte sich über die Stiftung Warentest immer wieder über Qualität und Nutzen von Weiterbildungsangeboten informieren. Dabei kamen nicht nur Klassiker wie Sprach- oder BWL-Kurse, sondern auch schon mal Exoten ins Visier der Tester, die etwa über den korrekten Gebrauch eines Schneckenlöffels informierten.

Immer wieder standen auch Grundinformationen für Bildungsinteressierte im Mittelpunkt des Interesses. Etwa nach der Förderung und Finanzierung von Weiterbildung oder der Qualität von Beratungsstellen: Welche Fördertöpfe gibt es, wo gelten sie und wer kann sie in Anspruch nehmen? Welche Beratungsstellen zur Weiterbildung sind empfehlenswert und welche weniger geeignet?

(27.04.2017, prh)

QUELLE: BildungsSpiegel

siehe auch: Stiftung Warentest gibt Tipps zur Nutzung von Weiterbildungs­daten­banken

 

Qualifizierungsprojekt zur Digitalisierung im Handwerk

Uni Hannover

Die zunehmende Digitalisierung bietet zahlreiche Chancen – auch für das Handwerk. FachWerk heißt ein neues Projekt, das an der Universität Kassel und am Institut für Berufspädagogik und Erwachsenenbildung der Leibniz Universität Hannover angesiedelt ist. Das Projektziel ist, die Digitalisierung und die damit verbundene Kompetenzentwicklung und Qualifikationsmöglichkeiten der Fachkräfte im Handwerk weiter auszubauen.

Das Vorhaben ist auf drei Jahre angelegt und wird mit insgesamt mehr als 1,3 Millionen Euro innerhalb des Programms »Zukunft der Arbeit« vom Bundesministerium für Bildung und Forschung und dem europäischen Sozialfonds gefördert.

Handwerk basiert in der Regel auf Erfahrung und nicht auf automatisierbaren Tätigkeiten. Die Digitalisierung in diesem Bereich schreitet daher bislang eher langsam voran. Die Forscherinnen und Forscher von FachWerk wollen nun zunächst analysieren, wie der Bedarf aussieht und an welchen Stellen Informations- und Kommunikationstechnologien in Klein- und mittelständischen Unternehmen zum Einsatz kommen könnten. Das zentrale Ziel ist die Entwicklung eines umfassenden Weiterbildungsangebotes, bei dem sich digitales Lernen und Präsenzphasen der Teilnehmenden abwechseln. Auf diese Weise soll das neue Konzept eine bedarfsgerechte Qualifizierung der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter im Handwerk gewährleisten.

Das Institut für Berufspädagogik und Erwachsenenbildung der Leibniz Universität Hannover unter der Leitung von Prof. Dr. Steffi Robak entwickelt und testet dieses multimediale Weiterbildungsangebot, um den Herausforderungen der Digitalisierung künftig angemessen begegnen zu können. Dies geschieht in Kooperation mit der Universität Kassel, die durch das Fachgebiet Technologie- und Innovationsmanagement sowie Entrepreneurship unter der Leitung von Prof. Dr. Patrick Spieth und durch das Fachgebiet Mensch-Maschine-Systemtechnik unter der Leitung von Prof. Dr.-Ing. Ludger Schmidt am Projekt beteiligt ist.

Über die Konzeption bedarfsgerechter Qualifikationsmaßnahmen werden die Potentiale der Digitalisierung der Arbeit als soziale Innovationschance aufgegriffen, so dass FachWerk auch einen Beitrag zum Programm »Innovationen für die Produktion, Dienstleistungen und Arbeit von morgen« sowie dem Programm »Zukunft der Arbeit« liefert.

Die Pilotierung und Anschlussverwertung des Weiterbildungsangebots wird durch das Berufsförderwerk des Handwerks gewährleistet. Um die regionale Verantwortung der Universität Kassel zu starken und die Wirtschaft Nordhessens zu unterstützen, sind die Unternehmen Gringel Bau + Plan GmbH und die Hübschmann Aufzüge GmbH & Co KG als Anwendungspartner vertreten. Zusätzliche stärken die Handwerkskammer Kassel und die Agentur für Arbeit Korbach die Breitenwirksamkeit des Verbundprojektes.

Bei der Auftaktveranstaltung in Kassel wurde das bis zum 31. Januar 2020 andauernde Projekt in mehrere Arbeitspakete unterteilt, um den Ablauf der Arbeitsprozesse besser zu initiieren.

(24.04.2017, prh)

 

Weiterbildungslandschaft profitiert von Zuwanderung

DIE Bonn 3

Kulturelle Vielfalt bewirkt auch ein vielfältiges Angebot 

Zugewanderte nutzen Deutschkurse in großer Zahl. Die Migration aus anderen Ländern hat aber auch einen Bildungseffekt auf die Mitglieder der aufnehmenden Gesellschaft. Dies ergab die Umfrage »wbmonitor«, die Weiterbildung in diesem Jahr vor allem unter dem Gesichtspunkt der kulturellen Vielfalt beleuchtet hat.

Das DIE hat 2016 gemeinsam mit dem Bundesinstitut für Berufsbildung (BIBB) 1.878 Weiterbildungseinrichtungen befragt. Demnach hat knapp die Hälfte der Weiterbildungsanbieter (46 Prozent) spezielle Weiterbildungsangebote für Personen mit Migrationshintergrund durchgeführt. Hier waren vor allem die Volkshochschulen aktiv. Mit 93 Prozent hatten praktisch alle VHS ein entsprechendes Lernangebot im Programm.

Hauptadressaten des Spezialangebotes waren Asylberechtigte bzw. Asylbewerber: Rund drei Viertel der in diesem Segment engagierten Bildungsanbieter (75 Prozent bzw. 79 Prozent) vermittelten entsprechende Lerninhalte an diese Zielgruppe:

Adressaten

Vor allem Deutschlernen stand hoch im Kurs: 73 Prozent der Weiterbildner boten Geflüchteten ein entsprechendes Programm. Auch praktische Alltagsfähigkeiten wurden vermittelt: So bildet knapp ein Fünftel der Einrichtungen mit speziellem Angebot (18 Prozent) Zuwanderer in den Bereichen Erziehung, Familie und sogar Radfahren weiter.

Auch jene Deutschen, die beruflich oder ehrenamtlich mit Migranten zu tun haben, professionalisieren sich durch Weiterbildung: So hat laut »wbmonitor« jede zweite Einrichtung (52 Prozent) Beschäftigte in verschiedenen Arbeitsfeldern im Zeitraum 2015/16 zu Interkulturalität, Migration und Zuwanderung weitergebildet.

Hintergrund
Das Bundesinstitut für Berufsbildung (BIBB) und das DIE erheben seit 2007 jährlich Daten zu aktuellen Entwicklungen der Weiterbildungsbranche. Damit leistet die bundesweite Trendstudie einen wichtigen Beitrag zur Anbieterforschung in der Erwachsenen- und Weiterbildung. Die Befragung 2016 stand unter dem Motto »Kulturelle Vielfalt« und beleuchtet spezielle Bildungsangebote für Personen mit Migrationshintergrund. Da zunehmende kulturelle Diversität auch die aufnehmende Gesellschaft vor Herausforderungen stellt, wurde zudem der Verbreitung von Weiterbildungsangeboten zum Themenbereich Interkulturalität – Migration – Zuwanderung nachgegangen, die Integration fördern und sich sowohl an Beschäftigte in relevanten Tätigkeitsfeldern als auch an Bürgerinnen und Bürger richten. Auf welche Weise sich Weiterbildungseinrichtungen um Anerkennung von migrationsbedingter kultureller Diversität in ihren eigenen Organisations- und Personalstrukturen bemühen, wurde ebenfalls untersucht.

Auch die wirtschaftliche Stimmungslage der Branche wurde mit dem jährlichen »wbmonitor-Klimawert« ermittelt.

(18.04.2017, prh/die)

Zum wbmonitor

 

Corporate Learning wird zum Cyber-Learning

mmb2

Weiterbildung und Digitales Lernen heute und in drei Jahren 

In Maschinen umhergehen, um Abläufe in diesen Black Boxes zu verstehen, gefahrlos üben, einen Tank zu reparieren und Coaches im Virtuellen Raum treffen, die sich an ganz anderen Orten befinden – geht es nach vielen Expertinnen und Experten im aktuellen »mmb Learning Delphi«, so verlagert sich ein Teil des betrieblichen Lernens in computergenerierte Räume (Virtual Reality). Deutlich mehr Befragte als im Vorjahr sprechen dem Virtual Learning und dem Augmented Learning für die nächsten drei Jahre eine wichtige Rolle im digitalen Lernen zu.

Erstmals wurde in dieser elften Auflage der Expertenbefragung auch nach den Effekten von politischen Initiativen und der Vorbildfunktion von E-Learning-Messen und -Kongressen im Ausland für den deutschen Markt gefragt. Die Ergebnisse des »mmb Learning Delphi« 2016 sind jetzt im mmb-Trendmonitor I/2017 veröffentlicht worden.

Mit der Trendstudie »mmb Learning Delphi« präsentiert das mmb Institut die Auswertung der Befragung aus dem Herbst 2016. Die jährliche Befragung von E-Learning-Expertinnen und -Experten zum digitalen Lernen fand mittlerweile zum elften Mal statt. Die die aktuelle Auswertung enthält wieder Langzeittrends, die über mehrere Jahre verfolgt werden, sowie Auswertungen von Fragen, die aktuell in den Fragebogen der Online-Befragung aufgenommen wurden.

Die ExpertInnen nahmen auch in diesem Jahr Stellung zu folgenden Fragen: Welche Trends werden in drei Jahren das digitale Lernen bestimmen – und wo sind die größten geschäftlichen Erfolge zu erwarten? Was bedeuten diese Entwicklungen für die Weiterbildungswirtschaft insgesamt und für die E-Learning-Branche im Besonderen?

(18.04.2017, prh)

Ergebnisse der 11. Trendstudie »mmb Learning Delphi« (PDF, 17 Seiten)

 

Umfrage: Digitale Lernformate liegen im Trend

TUEV Sued 3

Das Angebot beruflicher Weiterbildung ist umfangreich und vielfältig. Die TÜV SÜD Akademie hat in Zusammenarbeit mit der Hochschule für angewandtes Management eine Umfrage durchgeführt, um herauszufinden, nach welchen Kriterien sich Arbeitnehmer für Weiterbildungen entscheiden. Die Ergebnisse zeigen, dass vor allem digitale Lernformate besonders gefragt sind.

Insgesamt haben 2.500 Teilnehmer bei der Umfrage der TÜV SÜD Akademie mitgemacht. Die Ergebnisse zeigen: Die große Mehrheit der Arbeitnehmer nutzt das vielseitige Angebot von Weiterbildungsmaßnahmen. 91 Prozent der Befragten gaben an, in den letzten zwei Jahren mindestens ein Präsenzseminar besucht zu haben. Zudem nahmen 66 Prozent an einer Inhouse-Schulung teil und 65 Prozent besuchten eine Fachkonferenz oder Tagung. Auffällig ist, dass neben diesen klassischen Formaten vor allem digitale Lernformate sehr beliebt sind. So gab knapp die Hälfte der Teilnehmer an, im selben Zeitraum an mindestens einem E-Learning oder Webinar teilgenommen zu haben. Dieser Trend gilt vor allem für größere Unternehmen mit mehr als 10.000 Mitarbeiten.

Gründe für die Entscheidung zu einer Weiterbildung können laut der Umfrage sowohl der Wunsch nach persönlicher Weiterentwicklung oder die Anforderungen des Arbeits- oder Gesetzgebers, als auch die Vorbereitung auf eine neue Position sein.

(12.04.2017, ts/prh)

 

Wer sind die Beschäftigten in der Weiterbildung?

DIE Bonn 3

DIE, BIBB und Universität Duisburg-Essen ermitteln erstmals repräsentative Daten zum gesamten Personal in der Erwachsenen- und Weiterbildung 

Das Personal ist der entscheidende Faktor für die Qualität der Erwachsenen- und Weiterbildung. Bisher wusste man jedoch wenig über diese Personengruppe. Der »wb-personalmonitor«, die bisher umfangreichste repräsentative Erhebung zum Personal in der Weiterbildung, schließt diese Lücke und macht die berufliche und soziale Situation der Beschäftigten transparent.

Die Ergebnisse zeigen: In Deutschland sind fast 700.000 Menschen in der Weiterbildung beschäftigt. Dabei ist die innerbetriebliche Weiterbildung noch gar nicht berücksichtigt. Etwa 70 Prozent der Beschäftigungsverhältnisse sind Nebentätigkeiten. Fast zwei Drittel der Beschäftigten sind Akademiker, ein Viertel hat einen pädagogischen Studienabschluss, 60 Prozent besitzen eine pädagogische Zusatzqualifikation. Bemerkenswert ist: Beschäftigte in diesem Bildungsbereich haben eine sehr hohe Arbeitszufriedenheit. Erwähnenswert ist zudem, dass die Erwachsenen- und Weiterbildung auch für Personen jenseits des Rentenalters ein attraktives Beschäftigungsfeld darstellt. Die Einkommenssituation ist sehr heterogen und reicht von prekären Einkommen über akademikerübliche Gehälter bis hin zu Spitzenverdiensten bei freiberuflichen Trainerinnen und Trainern.

Der »wb-personalmonitor« liefert zum ersten Mal Daten für das gesamte Weiterbildungspersonal. Insbesondere interessierten sich die Wissenschaftler für die Qualifikation, die Beschäftigungssituation sowie die Arbeitsbedingungen und ihre Bewertung durch die Befragten. Ausgewählte Befunde fanden bereits Eingang in den Nationalen Bildungsbericht , der alle zwei Jahre über den Stand und die Perspektiven des deutschen Bildungssystems informiert und nun erstmals Daten zum Personal der Weiterbildung enthält.

Die Ergebnisse des "wb-personalmonitors" erscheinen unter dem Titel "Das Personal in der Weiterbildung" in der neuen Buchreihe »DIE Survey. Daten und Berichte zur Weiterbildung« , in der das Institut Befunde der Bildungsberichterstattung zum Weiterbildungssystem veröffentlicht. Sie richtet sich an bildungspolitische Akteure, an die Weiterbildungspraxis und die nationale und internationale Wissenschaft. »DIE Survey« ergänzt das Bildungsmonitoring in Deutschland und bietet eine forschungsbasierte Diskussionsgrundlage für Politik und Öffentlichkeit. Die Reihe erscheint im Open Access. Das Personal in der Weiterbildung steht ab sofort zum Download bereit.

Hintergrund
Der »wb-personalmonitor« ist ein Kooperationsprojekt des DIE, des Bundesinstituts für Berufsbildung (BIBB) und des Fachgebiets Wirtschaftspädagogik/Berufliche Aus- und Weiterbildung der Universität Duisburg-Essen. Die Daten werden für die wissenschaftliche Nachnutzung zur Verfügung gestellt.

(07.04.2017, die/prh)

Studie »Das Personal in der Weiterbildung« (PDF, 226 Seiten)

Weitere Informationen zum wb-personalmonitor

 

Baden-Württemberg: Kompetente Weiterbildungsberatung per Skype

LNWBB1

Das Landesnetzwerk Weiterbildungsberatung (LN WBB) bietet seit 2015 allen, die sich für eine Weiterbildung interessieren, eine kostenfreie, unabhängige persönliche Beratung an. Jetzt ist die Beratung auch telefonisch und per Skype möglich.

Ob ein Sprachkurs in der Freizeit, eine berufliche Weiterbildung oder das Nachholen eines Schulabschlusses – das Angebot an Weiterbildungsmöglichkeiten ist groß und unübersichtlich. Deswegen fällt es Interessierten oft schwer, einen passenden Kurs zu finden.

Hier hilft die Beratung im Rahmen des baden-württembergischen Landesnetzwerks Weiterbildungsberatung: In individuellen Gesprächen können sich Interessierte kostenfrei und unverbindlich zu allen Fragen rund um das Thema Weiterbildung informieren und beraten lassen. Nun ist eine solche Beratung auch telefonisch oder per Skype möglich. »Besonders für Menschen, die keine Beratung vor Ort in Anspruch nehmen können, sind diese Alternativen wichtig«, konstatiert Olga Grimm, Leiterin der Koordinationsstelle des Netzwerks.

Im Landesnetzwerk Weiterbildungsberatung beraten Mitgliedseinrichtungen an rund 150 Standorten in ganz Baden-Württemberg. Alle Mitglieder haben sich zur Einhaltung hoher Qualitätsstandards sowie zu einer neutralen Beratung verpflichtet. Erfahrene Expertinnen und Experten führen die Beratungsgespräche durch. Sie gehen dabei auf die individuellen Anliegen der Interessenten ein und berücksichtigen verschiedene Weiterbildungsanbieter. So leisten sie eine umfassende Beratung, die über das reine Suchen und Finden von Kursen weit hinausgeht.

Hintergrund
Das Landesnetzwerk und die Beratungen werden durch das Ministerium für Kultus, Jugend und Sport Baden-Württemberg gefördert. Träger der Koordinationsstelle ist der Volkshochschulverband Baden-Württemberg.


(06.04.2017, lnwwb/prh)

Übersicht der regionalen Weiterbildungsberatungsstellen

 

Brandenburg: Überarbeitete Weiterbildungsrichtlinie seit 1. April 2017 in Kraft

Land Brandenburg

Die überarbeitete Weiterbildungsrichtlinie des Landes Brandenburg ist am 1. April 2017 mit geänderten Förderkonditionen für Beschäftigte, Unternehmen und Vereine sowie Träger der Kinder- und Jugendhilfe in Kraft getreten. Eine Antragstellung für den Bildungsscheck Brandenburg ist damit ab sofort wieder möglich.

Die äußerst positive Resonanz zur Weiterbildungsrichtlinie seit dem Start im Mai 2015 hatte teilweise eine verlängerte Antragsbearbeitung zur Folge. Aufgrund dessen wurden mit der Neuauflage der Richtlinie die Förderkonditionen angepasst, um die hohe Nachfrage für die gesamte Förderlaufzeit bedienen und eine zügige Antragsbearbeitung gewährleisten zu können. Für das Programm stehen mit Start der überarbeiteten Richtlinie bis 2020 noch rund 21,9 Millionen Euro aus Mitteln des Europäischen Sozialfonds zur Verfügung. Somit gibt es im Land Brandenburg umfangreiche Möglichkeiten, eine Unterstützung für die Finanzierung einer beruflichen Weiterbildung zu erhalten.

Wesentliche Neuerungen der Richtlinie

Bildungsscheck Brandenburg:

  • Zuschuss von 50 Prozent der Weiterbildungskosten (inklusive Prüfungsgebühren) maximal jedoch 3.000 Euro,
  • Befristet Beschäftigte des öffentlichen Dienstes sind wieder antragsberechtigt,
  • Antragstellung ist einmal im Kalenderjahr möglich.

Weiterbildung in Unternehmen:

  • Einheitlicher Zuschuss für alle Unternehmensgrößen in Höhe von 50 Prozent,
  • Anzahl der Weiterbildungen pro Antrag wird auf maximal zehn begrenzt,
  • Antragstellung ist einmal im Kalenderjahr möglich.

Sonstiges:

  • Bereits nach der Antragstellung ist eine flexible und förderunschädliche Anmeldung der Antragstellenden beim Bildungsdienstleister auf eigenes Risiko möglich (die Mindestantragsstellungsfrist von 6 Wochen vor Beginn der Weiterbildung wurde aufgehoben). Dies gilt nicht für das Servicepaket und die innovativen, modellhaften Weiterbildungskonzepte.

Kleine Änderungen gab es auch bei den weiteren Förderelementen der Weiterbildungsrichtlinie wie zum Beispiel der Weiterbildung in Vereinen oder Trägern der öffentlichen und freien Kinder- und Jugendhilfe.

Weitere Informationen zur Antragstellung sind auf den Internetseiten der ILB zu finden.

Beratung zur Weiterbildungsrichtlinie des Landes Brandenburg sowie zu einer Vielzahl weiterer Landes- und Bundesförderprogramme bietet das Team Weiterbildung Brandenburg bei der ZAB ZukunftsAgentur Brandenburg im Bereich ZAB Arbeit.

(06.04.2017, zab/prh)

Weitere Informationen bei der ILB

siehe auch: Informationen zu Fördermöglichkeiten im Infoportal von Weiterbildung Brandenburg

 

In Neuigkeiten & Terminen

Online-Seminar »Wir fördern Ihre Weiterbildung« (in Brandenburg)

vom 11.07.2017 um 19:00 Uhr bis zum 11.07.2017 um 20:30 Uhr

In einem Online-Seminar zeigt die Investitionsbank des Landes Brandenburg (ILB) live, wie Sie einen Antrag zur Förderung einer beruflichen Weiterbildung im ILB-Kundenportal stellen.

Die ILB fördert damit Privatpersonen, Selbstständige, Unternehmen, Vereine und Träger der Kinder- und Jugendhilfe aus dem Land Brandenburg.

Das Förderprogramm zur beruflichen Weiterbildung im Land Brandenburg wird aus Mitteln des Europäischen Sozialfonds und des Landes Brandenburg finanziert.

 

Berufsbildung 4.0 - Grundfragen, Stand und Perspektiven (Darmstadt)

vom 16.11.2017 bis zum 17.11.2017

»Vier Punkt Null« steht für Veränderungen aufgrund des Einsatzes moderner digitaler Technologien in der Arbeitswelt. In dem AG BFN-Forum soll die Berufsbildung im Rahmen von 4.0  erörtert werden. Diskutiert wird, wie sich der Einsatz moderner digitaler Technologien auf die Arbeitswelt und Berufsbildung auswirkt.

 

OEB 2017 (Berlin)

vom 06.12.2017 bis zum 08.12.2017

OEB 2017 ist die 23. globale, branchenübergreifende Konferenz für technologiegestützte Aus- und Weiterbildung.

Hier geht es um digitales Lernen in der Aus- und Weiterbildung. Jedes Jahr kommen auf der internationalen Veranstaltung über 2.200 Teilnehmer aus mehr als 100 Ländern aus den Bereichen Bildung, Wirtschaft und Politik zusammen, um sich über die neuesten Entwicklungen im Bereich digitales Lernen auszutauschen und neue Ideen sowie Konzepte voranzubringen.

 

didacta - die Bildungsmesse 2018 (Hannover)

vom 20.02.2018 bis zum 24.02.2018

Die didacta findet zum zehnten Mal auf dem Gelände der Hannover-Messe statt.

Als die weltweit größte Fachmesse rund um Bildung bietet sie Angebote von rund 900 Ausstellern und ein umfangreiches Fortbildungsprogramm für Lehrkräfte, Erzieher, Ausbilder, Trainer und Personalentwickler an. Hochrangige Vertreter aus Politik, Wirtschaft, Wissenschaft und Gesellschaft kommen zur didacta, um hier Wege für die Bildung der Zukunft zu finden und sich auszutauschen.

 

 

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