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Neuigkeiten & Termine

Brandenburg: Weiterbildungspreis 2018 ausgeschrieben

Land Brandenburg

Wettbewerb um den Weiterbildungspreis 2018 ist gestartet

Unter dem Motto »Weiterbildung in Brandenburg: kreativ – vielfältig – zukunftsweisend« ist der Wettbewerb um den Weiterbildungspreis des Landes Brandenburg 2018 gestartet. Der Wettbewerb steht unter der Schirmherrschaft des Landes-Bildungsministerin Britta Ernst.

Mit dem Weiterbildungspreis zeichnet das Land Brandenburg Innovationen in der Weiterbildung von Erwachsenen im Land aus. Veranstaltet wird der Wettbewerb vom Ministerium für Bildung, Jugend und Sport und dem Landesbeirat für Weiterbildung in Zusammenarbeit mit dem Landesinstitut für Schule und Medien Berlin-Brandenburg. Drei Beiträge werden ausgezeichnet; der Preisträger erhält 1000 Euro, die beiden Zweitplatzierten jeweils 500 Euro. Der Preis wird alle zwei Jahre vergeben.

Wer kann teilnehmen?
Teilnehmen am Wettbewerb können alle Weiterbildungsorganisationen oder kooperierende Verbünde im Land Brandenburg.

Was wird ausgezeichnet?
Auch in diesem Jahr werden wieder drei Preise vergeben. Der erste Preis ist mit 1000 Euro dotiert, die beiden zweiten Plätze mit jeweils 500 Euro. Ausgezeichnet werden beispielhafte Angebote, Projekte oder Initiativen der Weiterbildung von Erwachsenen, die nach dem 1.1.2016 abgeschlossen wurden oder die jetzt kurz vor dem Anschluss stehen.

Bis wann kann ich meinen Beitrag einreichen?
Einsendeschluss für die Wettbewerbsbeiträge ist Montag, der 15. April 2018.

Wie sende ich meinen Beitrag ein?
Ihr Beitrag sollte auf fünf bis maximal zehn Seiten Ihr Projekt beschreiben; die erbetenen Angaben für die Jury finden Sie im Wettbewerbsfaltblatt. Bitte benutzen Sie das Formular für die Wettbewerbsbeiträge oder gestalten Sie Ihren Beitrag entsprechend der Gliederung im Word-Formular (siehe Link unten).

Sie können Ihren Beitrag per E-Mail einsenden oder ihn als Brief schicken, an Birgit Hensel, LISUM.

Wer beurteilt die Beiträge?
Die eingereichten Wettbewerbsbeiträge werden von einer unabhängigen, ehrenamtlich tätigen Jury bewertet.

Wann wird der Preis vergeben?
Die Festveranstaltung zur Preisverleihung findet am 6. Juni 2018 statt.


(16.01.2018, prh)

Zum Formular

Wettbewerbsflyer (PDF, 2 Seiten)

 

Sondierungsgespräche: Nationale Weiterbildungsstrategie angekündigt

Wie verschiedene Medien heute berichteten, sind die Sondierungsgespräche zur Gründung einer Großen Koalition heute erfolgreich abgeschlossen worden.

Obwohl damit noch keine konkreten Koalitionsvereinbarungen verbunden sind und die jeweiligen Parteigremien noch zustimmen müssen, lohnt es sich doch, bereits jetzt das Augenmerk auf ins Auge gefasste Schwerpunkte im Bereich der Weiterbildung und Qualifizierung zu richten.

So heißt es in der veröffentlichten Verlautbarung, es solle die »Qualifizierung, Vermittlung und Reintegration von Langzeitarbeitslosen in den Arbeitsmarkt« in einem »ganzheitlichen Ansatz« vorangetrieben werden. Die rechtliche Grundlage soll über ein neues Regelinstrument im SGB II »Teilhabe am Arbeitsmarkt für alle« herbeigeführt werden.

Der Tatsache, dass durch Digitalisierung und Strukturwandel die sich wandelnde Arbeitswelt neue Qualifizierungen erfordert, soll mit einer nationalen, gemeinsam mit den Sozialpartnern zu entwickelnden Weiterbildungsstrategie begegnet werden.

Die Bundesagentur für Arbeit solle, so heißt es weiter, ihr Angebot so erweitern, »dass alle Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer ein Recht auf Weiterbildungsberatung haben«.

Die Parteien einer möglichen großen Koalition wollen auch »das allgemeine Initiativrecht der Betriebsräte für Weiterbildung stärken«. Schließlich soll »nach drei Monaten Arbeitslosigkeit (..) die Bundesagentur für Arbeit mit den betroffenen Menschen Maßnahmen entwickeln, um ihre Beschäftigungsfähigkeit nachhaltig zu fördern«.

Alle Zitate sind in der nachfolgenden Quelle ab Zeile 299 aufzufinden. (12.01.2018, prh)

Gesamtdokument Sondierung (via Handelsblatt.com) PDF, 28 Seiten

 

Mehrsprachigkeit im Beruf

Studie analysiert Stellenausschreibungen  -  In jeder zweiten Stelle wird eine Fremdsprache gefordert  -  Englisch in vielen Berufsfeldern Grundvoraussetzung für die Karriere 

In jedem zweiten Stellenangebot wird mindestens eine Fremdsprache von Bewerbern verlangt. Das zeigt eine umfassende Analyse, die rund 90.000 Stellenausschreibungen untersucht hat. Für Juristen sind Englischkenntnisse in 66 Prozent der Jobangebote sogar fast eine Grundvoraussetzung für die erfolgreiche Bewerbung. Auch Kenntnisse in Französisch, Spanisch oder Niederländisch sind teilweise explizit erwünscht.

Englisch als Grundvoraussetzung für die Karriere

In zwei Drittel der Stellenausschreibungen im naturwissenschaftlichen Bereich kommen Bewerber ohne Englischkenntnisse nicht weit. Auch im Bereich Marketing und Kommunikation ist Englisch bei etwa 64 Prozent der Jobs eine Grundvoraussetzung. In manchen Anzeigen ist sogar Chinesisch oder Russisch als Anforderung aufgeführt. Der jeweilige Anteil der Stellenangebote ist mit unter einem Prozent allerdings eher gering.

Anders sieht es dagegen im Öffentlichen Dienst aus. Lediglich ein Drittel der Stellen setzt bei Bewerbern die Mehrsprachigkeit voraus. Englischkenntnisse sind dabei nur bei jeder fünften Stellenausschreibung gefordert. Sprachliche Barrieren können im Öffentlichen Dienst daher nicht ausgeschlossen werden. Noch schlechter aufgestellt ist der Bereich Bildung und Soziales: Gerade einmal jedes vierte Stellengesuch verlangt Fremdsprachenkenntnisse, darunter meist Englisch; Französisch und Spanisch dagegen eher seltener.

Im Vertrieb ist Mehrsprachigkeit gefordert

Das internationalste Berufsfeld in Deutschland sind Vertrieb und Verkauf. Insgesamt setzen rund die Hälfte der Gesuche Fremdsprachenkenntnisse bei den Bewerbern voraus - überwiegend Englisch mit über 87 Prozent. Aber auch Französisch mit rund fünf Prozent der Stellenangebote mit Sprachanforderungen und Spanisch mit drei Prozent sind gefragt. Weitere Sprachen sind Italienisch, Niederländisch und Polnisch. Exotischere Sprachen wie Arabisch, Chinesisch, Russisch oder Japanisch sind lediglich in zwei Prozent der Berufe erforderlich.

Für Ingenieure oder andere technische Berufe sind Fremdsprachenkenntnisse ebenfalls ein Muss. Fast zwei Drittel der Berufe wünschen sich Bewerber, die mindestens der englischen Sprache mächtig sind. Bei Führungskräften werden allerdings nur bei jeder zweiten Stellenausschreibung englische Sprachkenntnisse vorausgesetzt.

Ärzte und Pfleger benötigen hingegen fast gar keine Fremdsprachenkenntnisse. Lediglich fünf Prozent der Stellenausschreibungen für Pfleger setzten Englisch voraus, bei Ärzten ist der Anteil mit acht Prozent nur geringfügig höher, obwohl insbesondere im Pflege- und Gesundheitsbereich sehr viel Kontakt zu Menschen verschiedenster Nationalitäten besteht.

(11.01.2018, prh)

Zu den Ergebnissen der Studie

 

Anerkennung ausländischer Berufsqualifikationen

Das Anerkennungsgesetz des Bundes gibt Fachkräften aus dem Ausland das Recht, dass ihr Berufsabschluss auf Gleichwertigkeit mit dem deutschen Referenzberuf überprüft wird.

Viele Unternehmen, Handwerksbetriebe, Krankenhäuser und Pflegeeinrichtungen sind auf ausländische Fachkräfte angewiesen. Die Bundesregierung hatte daher im Jahr 2012 das sogenannte Anerkennungsgesetz als Instrument zur Sicherung des Fachkräftebedarfs in Deutschland geschaffen. Und dieses Instrument wirkt: Nach der erfolgreichen Anerkennung sind neun von zehn Fachkräften mit ausländischem Berufsabschluss erwerbstätig.

Das Anerkennungsgesetz umfasst zum einen das Bundesgesetz »Berufsqualifikationsfeststellungsgesetz« (BQFG) im Zuständigkeitsbereich des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF), und zum anderen Regelungen zur Anerkennung von Berufsqualifikationen in rund 60 bundesrechtlichen Berufsgesetzen und Verordnungen für die reglementierten Berufe, so die Gesundheitsberufe (Bundesärzteordnung, Krankenpflegegesetz) und die Handwerksmeister (Handwerksordnung).

Das Online-Portal »Anerkennung in Deutschland« zeigt den Weg zur richtigen Anerkennungsstelle und bietet auf Deutsch, Englisch, Griechisch, Italienisch, Polnisch, Rumänisch, Spanisch und Türkisch alle wichtigen Informationen rund um die Anerkennungsverfahren.

(10.01.2018, prh)

Portal »Anerkennung in Deutschland«

siehe auch: Bericht zum Anerkennungsgesetz 2017 (PDF, 78 Seiten)

 

BMAS: Qualifizierung bleibt zentrale Aufgabe

BMAS2

Staatssekretär Thorben Albrecht zu den am 3. Januar 2018 veröffentlichten Arbeitsmarktzahlen für Dezember 2017: 

»Der Arbeitsmarkt bleibt nach einem starken Jahr 2017 dynamisch. Mit 44,3 Millionen ist im vergangenen Jahr bei der Zahl der Erwerbstätigen ein weiterer Rekordwert erreicht worden. Besonders erfreulich ist, dass der Anstieg vor allem auf mehr sozialversicherungspflichtig Beschäftigte zurückgeht. Auch die Daten zur Arbeitskräftenachfrage sind weiter erfreulich. Der entsprechende Stellenindex der BA verzeichnete zum Jahresende hin einen seiner bislang höchsten Zuwächse.

Die Arbeitslosigkeit ist im Dezember zwar wie üblich leicht um 17.000 gestiegen, im Vergleich zum Vorjahr allerdings waren insgesamt 183.000 Menschen weniger arbeitslos gemeldet. All dies sind beste Vorzeichen für einen prosperierenden Arbeitsmarkt im Jahr 2018, in dem Erwerbstätigkeit und sozialversicherungspflichtige Beschäftigung weiter wachsen und die Arbeitslosigkeit weiter sinkt.

Zentrale Aufgabe und Herausforderung für das neue Jahr bleibt das Thema Qualifizierung, insbesondere von Personen ohne Berufsabschluss. Denn eines zeigen die Zahlen des zurückliegenden Jahres ebenfalls deutlich: Je geringer die Qualifikation, desto höher das Risiko, in Arbeitslosigkeit zu fallen. Im Vergleich zu Personen mit einer betrieblichen bzw. schulischen Berufsausbildung lag die Arbeitslosenquote von Personen ohne Berufsabschluss im Jahr 2017 mit 18,7 Prozent etwa fünfmal so hoch. Ihre Aus- bzw. Fortbildung verschafft nicht nur ihnen persönlich eine deutlich bessere berufliche Perspektive, sie trägt auch zur Fachkräftesicherung bei und eröffnet den Unternehmen weiteres Potential, um den zunehmenden Besetzungsschwierigkeiten und den gestiegenen Vakanzzeiten bei den offenen Stellen zu begegnen.

Im Rahmen des Dialogprozesses Arbeiten 4.0 haben das Bundesministerium für Arbeit und Soziales (BMAS) und die Bundesagentur für Arbeit ihren Austausch im Bereich Weiterbildung bereits intensiviert. Die Entwicklung am Arbeitsmarkt bestätigt, dass dieser Weg in die richtige Richtung geht und konsequent weiter zu gehen ist«. (04.01.2018, prh)

vergleiche: Die Entwicklung des Arbeitsmarktes im Dezember 2017

Zum »Dialogprozess Arbeiten 4.0« siehe auch: Weiterbildung im Sozialen Wandel

 

Bedarf an Deutschkursen unverändert hoch

DIE Bonn 3

Deutsches Institut für Erwachsenenbildung (DIE) legt neue VHS-Statistik vor  

Das Gesamtangebot der Volkshochschulen erhöhte sich mit 8,2 Mio. Unterrichtsstunden in 2016 um 8,4 Prozent. Insgesamt wurden mehr als 700 Tsd. Veranstaltungen durchgeführt mit 9,1 Mio. Teilnahmen in Kursen, Studienfahrt/-reisen und Vorträgen. Sprachkurse haben daran einen Anteil von rund 54 Prozent mit 9,7 Mio. Kursstunden. Allein 5,9 Mio. Stunden davon fanden in Deutschkursen statt - 1,5 Mio. mehr als 2015. Auch die Teilnahmen stiegen um 274 Tsd. auf 1,1 Mio. Belegungen. Englisch als zweitwichtigste Sprache im Angebot der Volkshochschulen ging dagegen um ca. 3 Prozent zurück.

Die besondere Rolle der Deutschkurse in der Entwicklung der Volkshochschuldaten spiegelt sich auch in anderen Bereichen der aktuellen Volkshoch-Statistik wider.

Das Finanzvolumen stieg 2016 um 14,9 Prozent auf rund 1,3 Mrd. EUR. An Bedeutung gewonnen hat vor allem die Finanzgruppe der »anderen Einnahmen« und hier besonders die der Bundesmittel, die 2016 um 119 Prozent auf 150 Mio. EUR wuchsen. In diesen Zahlen sind auch die Mittel des Bundesamtes für Migration und Flüchtlinge für Integrationskurse enthalten. Im Gegenzug fällt der Anteil der Teilnahmegebühren am Finanzvolumen um 2,6 Prozent auf rund 38 Prozent.

Verschiebungen lassen sich auch bei der Aufteilung von Kursteilnahmen nach Geschlecht beobachten. Der Frauenanteil ist mit rund 72 Prozent über alle Kurse betrachtet um 2,5 Prozent zurückgegangen. In Sprachkursen ist diese Verschiebung mit 5,4 Prozent mehr als doppelt so hoch im Vergleich zum Durchschnitt. Die Altersverteilung zeigt eine Erhöhung der beiden Altersgruppen zwischen 18 und 34 Jahren. Auch daran hat die besonders hohe Zunahme dieser Gruppen im Sprachenbereich um 4,7 Prozent einen besonderen Einfluss, denn in keinem Programmbereich ist der Anteil der 25- bis 34-Jährigen höher als hier (26,1 Prozent).

Die höchsten Teilnahmezahlen haben trotz der Sonderentwicklung im Sprachenbereich weiterhin Gesundheitskurse mit einem Anteil von mehr als 35 Prozent aller Kursbelegungen. Beinahe die Hälfte erfolgt im Bereich Gymnastik/Bewegung/Körpererfahrung. Ebenfalls stark gefragt sind Entspannungskursen wie Yoga oder Autogenes Training (27 Prozent).

Wie schon im letzten Jahr erhöhte sich erneut das Angebot im Programmbereich Grundbildung-Schulabschlüsse. Von den insgesamt 1,6 Mio. Kursstunden wurden mehr als 300.000 Stunden in Alphabetisierungs- und Grundbildungskursen durchgeführt, ein Anstieg von 22 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Auch die Beteiligung stieg um mehr als 16 Prozent auf 4.446 Teilnahmen.

Von den 899 Volkshochschulen konnten 2016 die Daten von 893 Volkshochschulen in die Auswertung zur Volkshochschul-Statistik einbezogen werden. Das entspricht einer Beteiligungsquote von 99,3 Prozent.


(20.12.2017, prh)

Volkshochschulstatistik 2016 (PDF, 98 Seiten)

 

Broschüre »Fördermöglichkeiten in der Weiterbildung«

DGWF2

Die Deutsche Gesellschaft für wissenschaftliche Weiterbildung und Fernstudium e.V. (DGWF) hat die Broschüre »Fördermöglichkeiten in der Weiterbildung« neu aufgelegt. Wichtige Neuerungen im Bereich der Bildungsprämie wurden dabei ebenso berücksichtigt wie Änderungen beim Bildungsscheck. Wer einen aktuellen Überblick über die verschiedenen Finanzierungs- und Fördermöglichkeiten in der wissenschaftlichen Weiterbildung sucht, wird hier schnell fündig.

Weiterbildung und lebenslanges Lernen steht bei Berufstätigen, die am Ball bleiben möchten, hoch im Kurs. Dabei geht es zum einen um die Wahl eines geeigneten Angebots und darüber hinaus passende individuelle Finanzierungs- und Fördermöglichkeiten zu finden. Die Broschüre »Fördermöglichkeiten in der Weiterbildung«, bietet hier einen umfassenden Überblick. Von staatlichen Förderungen des Bundes und der Länder über Finanzierungshilfen bis hin zur Bildungsfreistellung enthält die Broschüre vielfältige Informationen und praktische Tipps.

Bildungsscheck

Das Bundesland Brandenburg hat zum 01.04.2017 die Bestimmungen zum Bildungsscheck geändert: Zum einen wurde der prozentuale Zuschuss auf Weiterbildungskosten auf 50% festgelegt und darüber hinaus müssen Anträge nun mindestens 8 Wochen vor Beginn der Weiterbildung gestellt werden.

Bildungsprämie – Prämiengutschein

Eine weitere Änderung zum 01.07.2017 bezieht sich auf die staatliche Förderung des Bundes, die Bildungsprämie – den Prämiengutschein. Hier haben sich die Bestimmungen in einigen Punkten geändert:

Der Prämiengutschein kann in vielen Bundesländern jetzt für Maßnahmen, die mehr als 1.000,00 € (inkl. MwSt.) kosten, eingesetzt werden. Nur in den Bundesländern Rheinland-Pfalz, Sachsen, Sachsen-Anhalt und Schleswig-Holstein gilt diese Grenze noch. Diese Bundesländer bieten eigene Landesprogramme, die den Bereich der Maßnahmen über 1.000 Euro abdecken.

Darüber hinaus wurde Abschaffung der Altersbegrenzung von 25 Jahren abgeschafft und neuerdings dürfen auch erwerbstätige RenterInnen einen Prämiengutschein in Anspruch nehmen. Statt alle zwei Jahre können Weiterbildungsinteressierte jetzt jährlich einen Prämiengutschein in Anspruch nehmen.

Hintergrund
Die Zusammenstellung wurde mit dem Ziel erstellt und jetzt aktualisiert, möglichst vielen Menschen den Weg zu einem Hochschulstudium zu ebnen und die gesellschaftliche Teilhabe an Bildung und Qualifizierung zu verstärken. Herausgeber ist die die DGWF-Landesgruppe Rheinland-Pfalz und Saarland, eine regionale Sektion innerhalb der Deutschen Gesellschaft für wissenschaftliche Weiterbildung und Fernstudium (DGWF). Die Initiative, Entwicklung und Pflege der Broschüre haben zwei ihrer Mitgliedseinrichtungen übernommen: das Distance and Independent Studies Center (DISC) an der Technischen Universität Kaiserslautern und die Zentralstelle für Fernstudien an Fachhochschulen (ZFH) in Koblenz.


(15.12.2017, prh)

DGWF-Broschüre herunterlafen (PDF, 32 Seiten)

siehe auch: IWWB-Suche nach Weiterbildungsförderungen

 

Wettbewerbsfaktor Weiterbildung: Kleine und mittlere Unternehmen im digitalen Wandel

Saarland 4

Saarlands Wirtschaftsministerin Anke Rehlinger ruft die kleinen und mittleren Unternehmen (KMU) im Land dazu auf, in die Weiterbildung der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter zu investieren: »Digitalisierung verändert Prozesse, Arbeitsabläufe, Produkte und Dienstleistungen. Gerade die kleinen und mittleren Unternehmen müssen sich dieser Tatsache stellen und Veränderungsprozesse anstoßen. Dazu gehört auch die entsprechende Weiterbildung der Mitarbeiter und Führungskräfte. Je besser die Qualifikation der Beschäftigten in einem Unternehmen ist, umso schneller gelingt es, auf Marktveränderungen zu reagieren. Die Leistungsfähigkeit eines Unternehmens hängt entscheidend vom Know-how der Beschäftigten ab«.

Das sagte die Ministerin am Montag, 11. Dezember, bei der Fachveranstaltung »Kleine und mittlere Unternehmen im digitalen Wandel«. Knapp 200 Teilnehmerinnen und Teilnehmer kamen, um sich über Veränderungen, Handlungsfelder und Fördermöglichkeiten im Zusammenhang mit dem digitalen Wandel zu informieren.

Im Fokus der Veranstaltung stand der Impulsvortrag von Prof. Dr. Gunter Dueck. Unter dem Titel »Digitaler Umbruch in den KMU« referierte der Mathematiker und Schriftsteller über die zahlreichen Veränderungsprozesse, die im Zuge der Digitalisierung schließlich alle Bereiche eines Unternehmens erfassen. Auch Praxisbeispiele standen auf dem Programm. Welche Tätigkeitsfelder werden künftig wegfallen und wo entstehen neue Aufgaben? Wie kann die Belegschaft bestmöglich an die Veränderungen am Arbeitsplatz herangeführt werden? Drei saarländische Unternehmen berichteten von ihren Erfahrungen mit Umstrukturierungen und erläuterten Lösungsstrategien.

Wichtigstes Anliegen sei es, »zu sensibilisieren und über die Möglichkeiten zu informieren«, so Anke Rehlinger weiter. »Die kleinen und mittleren Unternehmen sind der Motor des digitalen Wandels. Wenn es im Betrieb nicht funktioniert, dann auch nicht in der Wirtschaft. Deshalb müssen wir gezielt Hilfestellung anbieten und die Aus- und Weiterbildung der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter begleiten«.

Dieser zentralen Aufgabe widmet sich auch die im Wirtschafsministerium neu geschaffene Abteilung »Energie-, Industrie- und Dienstleistungspolitik«. Hier ist beispielsweise die neue »Netzwerkstelle Digitalisierung« (DiNet) angesiedelt. Sie berät kleine und mittlere Unternehmen rund um das Thema Digitalisierung und hat den Auftrag, ein regionales Netzwerk zu organisieren. Das neue Förderprogramm »Digital-Starter Saar« soll saarländische Betriebe ab Frühjahr 2018 gezielt bei der Digitalisierung von Produktions- oder Geschäftsprozessen unterstützen.

In Sachen Weiterbildung können die saarländischen KMU durch das Förderprogramm »Kompetenz durch Weiterbildung« (KdW) finanzielle Unterstützung für die fachliche Weiterbildung ihrer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter erhalten. Auch die Weiterbildungsberatung WBB hat die Qualifizierung der Belegschaft im Blick. Berater geben Empfehlungen und unterstützen bei der Suche nach geeigneten Weiterbildungsmöglichkeiten oder bei der Beantragung von Fördermitteln.


(13.12.2017, prh)

Weitere Informationen zum Förderprogramm KdW

 

Fit für den digitalen Wandel

VDE

VDE publiziert Thesenpapier »Digitalisierung und Bildung« 

So mancher Kritiker sieht in einer schnellen Digitalisierung eine Feuerprobe für die Arbeitswelt und den gesellschaftlichen Zusammenhalt. Dass dies nicht sein muss, zeigt der Technologieverband VDE in seinem neuen Thesenpapier »Digitalisierung und Bildung«. Wichtigste Botschaft der Experten des VDE-Ausschusses Studium, Beruf und Gesellschaft: Die Gesellschaft muss den Transformationsprozess als Chance begreifen. Sie mahnen ein Umdenken hin zum lebenslangen Lernen an.

In dem Papier stellen die Experten daher sechs Thesen zur Entwicklung von Lehrinhalten in Schulen, der beruflichen Aus- und Weiterbildung sowie der Rolle von Hochschulen in diesem Transformationsprozess auf. Wichtig ist, dass keiner zurückbleibt. Vielmehr muss Weiterbildung als eine Art Grundrecht angesehen werden. »Um an der digitalen Welt teilhaben zu können, werden entsprechende Kompetenzen benötigt, die sowohl in der Schule aber auch in allen weiteren Bildungsbereichen vermittelt werden müssen«, fordert Prof. Dr. Michael Berger, Vorsitzender des VDE-Ausschusses Studium, Beruf und Gesellschaft.

Digitale Bildung geht alle an

In den Schulen wird der Grundstein für die berufliche aber auch die gesellschaftliche Entwicklung gelegt. Von daher müssen alle gefördert werden, jeder auf die für ihn oder sie am besten geeignete Weise. »Unsere Bildungsanstrengungen müssen sich vor allem auf das Mittelfeld der Schülerinnen und Schüler konzentrieren, um dort Bildungschancen zu wahren und möglichst viele Potenziale zu heben«, erklärt Berger. Für leistungsschwache Schüler müssten weitergehende pädagogische Konzepte entwickelt werden. Hier könne die Technik einen wichtigen Beitrag durch eine Individualisierung des Lernmaterials und der Lernerfolgskontrolle leisten. Gleichermaßen müssten die leistungsstarken Schüler gesondert gefördert werden. Vor allem aber müsse der angemessene Umgang mit persönlichen Daten, aber auch mit zweifelhaften Informationen aus dem Netz gelebter Bestandteil des Schulalltags aller Schülerinnen und Schüler werden.

Für Berufstätige gilt, dass sie Weiterbildung als kontinuierliche persönliche Weiterentwicklung begreifen. »Berufsbildungseinrichtungen, Akademien und Hochschulen müssen die berufliche Weiterbildung endlich als vollwertige gesellschaftliche Aufgabe übertragen und damit auch finanziert bekommen«, betont Berger. »Wichtig ist, dass den Bürgern die Angst genommen wird. Mit der Markteinführung des Mikroprozessors und des Personal Computers fand bereits in den 1970er Jahren eine große Umwälzung statt. Heute fragt sich jeder, wie die Menschen vorher zurecht kamen. Die Entwicklung ist daher weder gänzlich neu, noch erscheint sie historisch betrachtet als ungewöhnlich dramatisch«, beruhigt Prof. Dr. Michael Berger.


(11.12.2017, prh)

VDE-Thesenpapier ...

 

KMK: Strategie zur Bildung in der digitalen Welt um Weiterbildung ergänzt

Die Kultusministerkonferenz (KMK) ergänzt die Strategie zur "Bildung in der digitalen Welt" um das Kapitel Weiterbildung. Das beschlossen die Ministerinnen und Minister während der 360. Sitzung der Kultusministerkonferenz am 7.12.2017 in Berlin. Die KMK leistet damit einen wichtigen Beitrag, dass Erwachsene bereits vorhandene Kompetenzen in der digitalen Welt auch nach der schulischen, beruflichen oder hochschulischen Ausbildung kontinuierlich vertiefen und weiterentwickeln können. 
Das bisherige Grundsatzpapier "Bildung in der digitalen Welt" wurde um das Kapitel "4 Weiterbildung" erweitert, darin äußert sich
 die KMK zur Bedeutung der Digitalisierung in der Weiterbildung außerdem zu den Themen digital gestützen Lernens und Lehrens, zu Infrastrukturen und Rahmenbedingungen, die geschaffen werden müssen um die Erwachsenenbildung und Weiterbildung auf die Anforderungen der digitalen Welt auszurichten (08.12.2017, WP)

Quelle: Deutscher Bildungsserver

Strategiepapier der KMK (PDF, 53 Seiten)

 

Europass: Jobticket nach Europa

BIBB4

Europass-Zeugniserläuterungen jetzt auch für Fortbildungen 

Auch Fortbildungsabschlüsse werden jetzt europaweit transparent. Von A wie Abwassermeister/-in bis Z wie Zweirad-Servicetechniker/-in liegen nun Europass-Zeugniserläuterungen auch für Fortbildungsberufe vor. Dies ergänzt und erweitert das bisherige Spektrum des Europasses. Die Zeugniserläuterungen liefern eine Kurzbeschreibung der in der Fortbildung erworbenen Kenntnisse, Fertigkeiten und Kompetenzen und ergänzen das Fortbildungszertifikat. Das Bundesinstitut für Berufsbildung (BIBB) und das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) haben die Zeugniserläuterungen für duale Ausbildungsberufe nach Beratung mit den Ländern und Sozialpartnern gemeinsam entwickelt.

Europa steht für Vielfalt – auch hinsichtlich Bildungssystemen, Ausbildungs- und Studiengängen. Mit dem Europass haben die EU-Mitgliedstaaten 2005 ein Instrument geschaffen, das Abschlüsse vergleichbar macht und mit dem Bürgerinnen und Bürger ihre Qualifikationen europaweit verständlich darstellen können. Mit der Erweiterung auf die Fortbildungsberufe werden jetzt insgesamt mehr und auch spezialisierte Berufsbilder erfasst: Neben den klassischen Abschlüssen sind so auch jene Qualifikationen vergleichbar, die als fachbezogener Zusatz zur Ausbildung erworben wurden und das individuelle Know-how weiter vertiefen.

Wer sich also zum Beispiel als Aus- und Weiterbildungspädagoge, IT-Berater/-in oder Tourismusfachwirt/-in im europäischen Ausland bewerben möchte, sollte einen Blick in die passenden Zeugniserläuterungen werfen. Gleiches gilt für jene, die sich einen Überblick über mögliche Fortbildungsberufe verschaffen wollen. Aktuell sind bereits mehr als 70 Zeugniserläuterungen für Fortbildungsberufe online abrufbar, längerfristig sollen es rund 120 sein.

Hintergrund
Der Europass unterstützt das grenzüberschreitende Lernen und Arbeiten in Europa und besteht aus fünf Dokumenten: dem Europass Lebenslauf, dem Europass Sprachenpass, dem Europass Mobilität, den Europass Zeugniserläuterungen und dem Europass Diploma Supplement. Die Europass Zeugniserläuterungen erleichtern es Dritten – insbesondere im internationalen Bereich – zu verstehen, was ein im Zeugnis ausgewiesener Abschluss hinsichtlich der beruflichen Qualifikationen und Kompetenzen bedeutet. Sie beschreiben kompakt den Ausbildungsweg, das Kompetenzprofil einer Qualifikation sowie mögliche Berufsfelder und Zugangsberechtigungen zur nächsten Ausbildungsstufe. Mit diesen wichtigen Informationen und Orientierungshilfen fördern sie die Anerkennung des berufsbildenden Abschlusses im Ausland und unterstützen beim Einstieg in den europäischen Arbeitsmarkt. Sie werden somit zu einem »Jobticket nach Europa«.

Erläuterungen
Die Europass Zeugniserläuterungen für duale Aus- und Fortbildungsberufe stellt das BIBB auf Deutsch, Englisch und Französisch zum Download zur Verfügung.

Für die Erstellung der Europass Zeugniserläuterungen für landesrechtlich geregelte Berufsausbildungs- und Weiterbildungsabschlüsse sind die Kultusminister der Länder und das Sekretariat der Kultusministerkonferenz zuständig. Die dort verfügbaren Zeugniserläuterungen sind auf Deutsch, Englisch und Französisch unter www.kmk.org/themen/berufliche-schulen/schulische-berufsausbildung/europass-zeugniserlaeuterungen.html einzusehen.

Ansprechpartner für Fragen zum Europass ist das Nationale Europass Center (NEC), das in der Nationalen Agentur Bildung für Europa (NA) beim BIBB angesiedelt ist. (07.12.2017, prh)

Weiterführende Informationen

siehe auch: EuroPass-Zeugniserläuterungen für Fortbildungsberufe

 

Weiterbildung 4.0: Unternehmen setzen auf Digitales

IW Köln 6

Susanne Seyda / Beate Placke: Die neunte IW-Weiterbildungserhebung – Kosten und Nutzen betrieblicher Weiterbildung 

Deutsche Firmen investieren 33,5 Milliarden Euro in die Weiterbildung ihrer Mitarbeiter – auch um sie fit für die Digitalisierung zu machen. Zugleich setzen Unternehmen immer stärker auf neue, digitale Lernformate, wie die aktuelle Weiterbildungserhebung des Instituts der deutschen Wirtschaft Köln zeigt.

85 Prozent der rund 1.700 befragten Unternehmen bilden ihre Angestellten weiter – im Durchschnitt mehr als 17 Stunden pro Jahr und Mitarbeiter. Das lassen sich die Firmen einiges kosten: 2016 nahmen sie dafür 33,5 Milliarden Euro in die Hand.

Die Digitalisierung macht die Weiterbildung besonders notwendig und erleichtert sie gleichermaßen. So steigt durch die schnelle technische Entwicklung einerseits der Bedarf, Mitarbeiter zu qualifizieren. Andererseits werden die Möglichkeiten der digitalen Bildung vielfältiger. Dies spiegelt sich in der Befragung wider: Unternehmen, die mit digitaler Technologie produzieren, investieren mehr Zeit und Geld in Weiterbildung als andere Betriebe. »Größter Vorteil des digitalen Lernens ist, dass es sich leicht in den Arbeitsalltag integrieren lässt«, sagt IW-Wissenschaftlerin Susanne Seyda.

Mitarbeiter können es zeitlich und räumlich flexibel einsetzen, Lerninhalte individuell zusammenstellen und so an ihren jeweiligen Bedarf anpassen. Rund die Hälfte der Unternehmen nutzt Lernvideos, Onlinekurse oder computerbasierte Selbstlernprogramme, 30 Prozent bieten unter anderem Apps an. Doch ganz auf klassische Seminare verzichten wollen die Betriebe nicht. »In den Firmen setzt sich immer stärker ein Mix aus bewährten Angeboten und neuen Techniken durch«, sagt Seyda. Am häufigsten geht es bei der Weiterbildung neben dem beruflichen Fachwissen um die Kommunikations– und Kooperationsfähigkeit. Auch die IT-Kenntnisse der Mitarbeiter werden beständig ausgebaut.

Kleine und mittlere Unternehmen investieren besonders viel in die Weiterbildung – pro Mitarbeiter durchschnittlich 1.167 Euro jährlich. Großunternehmen geben rund 150 Euro weniger aus. Eine Erklärung hierfür ist der Fachkräftemangel und die Schwierigkeiten kleinerer Unternehmen, passendes Personal zu finden. »Das beständige Weiterbilden hilft den Firmen, qualifiziertes Personal an sich zu binden«, erklärt Seyda.

(04.12.2017, iw/prh)

Zur Studie (PDF, 19 Seiten)

 

Stiftung Warentest aktualisiert kostenlosen eLearning-Leitfaden

Stiftung Warentest2

Lernen im Klassen­zimmer oder doch lieber im Park, zu Hause auf dem Sofa oder in der Bahn? Wer lernt, will dies heute oft unabhängig von Ort und Zeit tun. Dank der Digitalisierung ist eine Weiterbildung heute fast immer und über­all möglich.

Der kostenlose Leitfaden E-Learning der Stiftung Warentest gibt einen Über­blick über die Band­breite digitalen Lernens – von Lernsoftware über Moocs und Video­trainings bis zum Wissens­erwerb in Blogs und Wikis. Dabei werden verschiedene Formen des Online-Lernens (z.B. MOOCs, Videotrainings) vorgestellt und deren Vor- und Nachteile abgewogen.

Die 6-seitige Informationsbroschüre, die erst­mals am 15. Juli 2013 auf test.de erschien, wurde Ende November 2017 komplett aktualisiert und kann über den nachstehenden Link abgerufen werden. (04.12.2017, stwt/prh)

Leitfaden E-Learning

 

Automatisierung betrifft jeden fünften Arbeitnehmer

BCG2

Prognose: Bis 2025 verändert Automatisierung die Stellen von fast acht Millionen Beschäftigten in Deutschland  -  Sechs von zehn dieser Arbeitnehmer besitzen Fachkräfte-Qualifikation  -  Weiterbildung kostet deutlich weniger als Sozialausgaben 

Computer und Maschinen werden in Zukunft 40 Prozent aller heutigen beruflichen Tätigkeiten in Deutschland verrichten können. Das bedeutet, dass bis zum Jahr 2025 die Stellen von 7,7 Millionen Beschäftigten von Automatisierung betroffen sind. Das entspricht etwa jedem fünften Arbeitnehmer. Dabei handelt es sich keinesfalls nur um Geringqualifizierte: Mehr als 60 Prozent der Betroffenen sind Fachkräfte. Dies sind Ergebnisse der neuen Analyse »Schöne neue Arbeitswelt 4.0? Was wir tun müssen, damit uns die Arbeit nicht ausgeht« von The Boston Consulting Group (BCG).

Gleichzeitig wächst der Fachkräftebedarf. Nach BCG-Schätzungen könnten dem deutschen Arbeitsmarkt bis 2030 insgesamt rund sechs Millionen Arbeitskräfte fehlen. »Digitalisierung und Automatisierung stellen den deutschen Arbeitsmarkt vor große Herausforderungen«, sagt Heinrich Rentmeister von BCG. »Die Antwort auf diese Herausforderungen liegt in der Aus- und Weiterbildung. Die Qualifizierung der Arbeitskräfte auf in Zukunft gefragte Kompetenzen ist die Brücke, die drohende Arbeitslosigkeit und steigenden Fachkräftebedarf zusammenbringt«.

Weiterbildungskosten deutlich geringer als vermeidbare Sozialkosten

Investitionen in die Weiterbildung der betroffenen Arbeitnehmer lohnen sich. Die Kosten für entsprechende Qualifizierungsmaßnahmen beziffert BCG bis 2025 kumuliert auf rund 75 Milliarden Euro, also durchschnittlich rund zehn Milliarden Euro pro Jahr. Dem stehen vermeidbare Kosten in Höhe von 70 Milliarden Euro pro Jahr für die Versorgung von 7,7 Millionen Betroffenen auf Hartz-IV-Niveau gegenüber. Hinzu kämen die wegfallenden Einnahmen aus der entsprechenden sozialversicherungspflichtigen Beschäftigung in Höhe von weiteren rund 170 Milliarden Euro.

Für diese Berechnungen hat BCG Zahlen des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung, der Bundesagentur für Arbeit sowie vorangegangener eigener Studien zugrunde gelegt.

Fünf Handlungsfelder für kompetenzbasierte Weiterbildung

Die Boston Consulting Group hat fünf Handlungsfelder für die erfolgreiche Weiterbildung identifiziert. Grundlage ist ein neues Kompetenzmanagement. »In Zukunft wird die Frage im Vordergrund stehen, was ein potenzieller Mitarbeiter kann – nicht‚ welchen Beruf er einmal erlernt hat«, erläutert Heinrich Rentmeister. Daher empfiehlt BCG,

  • die Bildung von übergreifenden Kompetenzen verstärkt in das bewährte duale Berufsbildungssystem einzubeziehen,
  • belastbare Prognosen zu entwickeln, damit die künftig gefragten Kompetenzprofile schon heute in die berufliche Aus- und Weiterbildung integriert werden können. Nur so gelingt eine proaktive und am künftigen Bedarf ausgerichtete Qualifizierung der Arbeitskräfte,
  • mit Blick auf die dynamischen Anforderungen des Arbeitsmarktes eine lebensbegleitende flächendeckende Berufsberatung zu etablieren – und zwar auch für Berufstätige,
  • das Vorgehen von Arbeitgebern, Behörden und Bildungsträgern besser aufeinander abzustimmen,
  • umgehend eine politische Gesamtstrategie zu entwickeln, welche die beschriebenen Maßnahmen koordiniert und einen entsprechenden Finanzierungsrahmen schafft.



(30.11.2017, prh)

Zur Studie (PDF, 16 Seiten)

 

kursfinder.de stellt digitalen Weiterbildungskompass vor

kursfinder2

»Wir weisen dir den Weg« – was wie eine Floskel klingt, entpuppte sich für die Besucher der Weiterbildungsmesse myQ in München am Stand von kursfinder.de als Realität. Die Weiterbildungssuchmaschine stellte ihr neues Angebot für Bildungsinteressierte vor: den Weiterbildungskompass. Dieser ist seit Kurzem auf kursfinder.de eingebunden und unterstützt Seitenbesucher, die sich weiterqualifizieren wollen, aber noch unentschlossen sind, welche Weiterbildung passend für sie ist.

»Mit diesem Angebot schließen wir eine Lücke. Häufig erhalten wir Anfragen von Fachkräften, die sich weiterbilden wollen, aber keinen Schimmer haben, welches Seminar ihnen für ihren Beruf nützlich sein könnte«, erläutert Ingmar Bertram, Chefredakteur von kursfinder.de, den Hintergrund des neuen Angebots. Symbolisch dargestellt wurde der Weiterbildungskompass beim Messeauftritt mit einem Glücksrad. »Heute schon Chef geworden?« stand auf einer der pfiffigen Postkarten, die beim Betätigen des Wegweisers auf die Besucher warteten.

Nebenan am Computer hatten die Messegäste die Gelegenheit, sich ein Bild vom virtuellen Weiterbildungskompass zu machen. Volle Kraft voraus! »In welche Richtung fortbilden?«, mit dieser Frage suchten einige den Stand des Mannheimer Unternehmens auf – und merkten, wie leicht die Handhabung des Weiterbildungskompasses ist. Mit einem Klick die Branche auswählen, in der man tätig ist, mit einem weiteren den jeweiligen Beruf aussuchen und schon erhält der Weiterbildungsinteressierte ein Füllhorn an Fortbildungsmöglichkeiten in Soft und Hard Skills. Wer hier einen Schwerpunkt wählt, landet im passenden Kursangebot und kann geeignete Seminare ansehen, vergleichen oder weitere Informationen anfordern. Unentschlossene User kommen dadurch schneller zum Ziel.

»Das muss ich mir noch einmal in Ruhe zu Hause anschauen«, lautete auf der Messe der Tenor eines jungen ITlers, »aber die Idee finde ich schon mal richtig gut«. Die Benutzerfreundlichkeit macht das neue Angebot auf kursfinder.de besonders attraktiv. Der Kompass ist selbsterklärend und für jede Fach- oder Führungskraft – unabhängig vom Abschluss – nutzbar. Auf der Weiterbildungsmesse myQ stieß er erstmals auf interessierte Nutzer. Denn auch wenn »Wir weisen dir den Weg« wie eine Floskel klingt, so ist genau das beim Weiterbildungskompass Programm: Er weist den richtigen Weg in Sachen berufliche Weiterbildung.

(29.11.2017, prh)

QUELLE: kursfinder.de

 

GEW: Digitalisierung in Berufs- und Weiterbildung muss den Menschen dienen

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GEW fordert mehr Lehrkräfte für Berufsbildende Schulen und die Weiterbildung 

Die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) mahnt mit Blick auf die zunehmende Digitalisierung der Gesellschaft an, mehr Lehrende in der Berufsbildung und der Weiterbildung zu beschäftigen. Diese müssten zusätzliche Qualifizierungsangebote erhalten. »Der Trend zu mehr Vernetzung und weiterer Verdichtung der Arbeitsbeziehungen führt zu neuen Lernformaten. Er erfordert neue Kompetenzen in der beruflichen Bildung und der Weiterbildung. Diese Entwicklung können wir schon jetzt in der Industrie, den Dienstleistungsbereichen, im Handwerk und in der Erwachsenenbildung beobachten«, sagte Ansgar Klinger, GEW-Vorstandsmitglied für Berufliche Bildung und Weiterbildung, während der Tagung »Die digitale R*Evoultion? – Herausforderungen für Berufliche Bildung und Weiterbildung« am vergangenen Freitag in Hamburg. »Das Bildungswesen ist nicht ausreichend finanziert und schlecht ausgestattet. So sind die neuen Herausforderungen nur schwer zu bewältigen«.

»Sowohl die Arbeits- als auch die Ausbildungs- und Studienbedingungen der Lehrkräfte an beruflichen Schulen müssen deutlich verbessert werden. Sonst wird der Lehrkräftemangel weiter dramatisch steigen. Zudem brauchen wir ein Bundesgesetz für die Weiterbildung, das endlich den Zugang, die Teilnahme und die Finanzierung der Weiterbildung und der Lehrenden einheitlich auf hohem Niveau sicher stellt«, benannte Klinger die Mindestbedingungen, damit die Herausforderungen der Digitalisierung gemeistert werden können.

Der GEW-Experte machte deutlich, dass Bildung - gerade mit Blick auf die Digitalisierung - den Menschen und ihrer umfassenden Persönlichkeitsentfaltung dienen müsse. Arbeitsorganisation, Mitbestimmung und Tarifbindung seien für die im Bildungswesen Beschäftigten im Sinne guter Arbeit zu gestalten, so wie dies für alle Arbeitsgebiete der Gesellschaft gilt. Unterrichtsprinzipien wie »Augmented Reality«, mit der modernste Technik virtuell in den Unterrichtsraum gebracht werden kann, müssten auch in der Berufs- und Weiterbildung mediendidaktisch kritisch hinterfragt und begleitet werden. »Der Einsatz neuer Medien im Unterricht darf nicht dazu führen, dass benachteiligte Menschen noch mehr in Gefahr geraten, gesellschaftlich abgehängt zu werden«, betonte Klinger. Er forderte die Länder auf, für ihre beruflichen Schulen und die Einrichtungen der Erwachsenenbildung nachhaltige Konzepte der Fort- und Weiterbildung der Lehrkräfte zu entwickeln und umzusetzen.


(28.11.2017, prh/gew)

 

Bildungs- und arbeitsmarktpolitische Erwartungen an eine neue Bundesregierung

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Wenn auch zur Zeit die Konstituierung einer neuen Bundesregierung kurzfristig (noch) nicht zu erwarten ist, so hat der Bundesverband der Träger Beruflicher Bildung (Bildungsverband, BBB) doch bereits seine »Bildungs- und arbeitsmarktpolitischen Erwartungen an die neue Bundesregierung« formuliert .

Angesichts des demografischen Wandels, angesichts eines sich abzeichnenden Fachkräftemangels und des Strukturwandels, der durch die Digitalisierung hervorgerufen und beschleunigt wird, sei berufliche Weiterbildung ein mehr denn je virulentes Thema, stellt der BBB fest.

Der Bildungsverband fordert in seinem Papier unter anderem ein Weiterbildungsgesetz und einen Weiterbildungsbeauftragten, dessen Aufgabe es sei, »das derzeitige meist nicht abgestimmte Nebeneinander von Programmen und Fördermöglichkeiten von Bund, Ländern und Bundesagentur für Arbeit zu koordinieren, Transparenz herzustellen und Synergien zu ermöglichen«.

Des weiteren sollte der Erwerb von Digitalkompetenzen im Rahmen des lebenslangen Lernens unterstützt werden; Geringqualifizierte und Migranten müssten eine gezielte Förderung erfahren.


Hintergrund

Der Bundesverband der Träger beruflicher Bildung (Bildungsverband) e.V. ist der Interessen- und Arbeitgeberverband der Aus- und Weiterbildungsbranche nach den Sozialgesetzbüchern II und III (Grundsicherung und Arbeitsförderung). Er vertritt annähernd 25.000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in Arbeitsmarktdienstleistungen und in der beruflichen Erwachsenenbildung und Weiterbildung.


(22.11.2017, prh)

BBB: »Bildungs- und arbeitsmarktpolitischen Erwartungen an die neue Bundesregierung« (PDF, 3 Seiten)

 

Drei von vier Arbeitnehmern wollen mehr Digitalkompetenz

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72 Prozent der Beschäftigten haben im Job keine Zeit für Weiterbildungen  -  Digitale Formate wie Lern-Apps machen lebenslanges Lernen leichter 

Die meisten Berufstätigen sehen sich nicht optimal für die digitale Arbeitswelt gewappnet. Der Mehrheit fehlt es für Weiterbildungen an Zeit und Angeboten, um im Job mit den Anforderungen der Digitalisierung Schritt halten zu können. Sieben von zehn der abhängig Beschäftigten (72 Prozent) beklagen, dass während der Arbeit keine Zeit für eine Weiterbildung zum Umgang mit neuen, digitalen Technologien bleibt. Sechs von zehn (59 Prozent) sagen, dass ihr Arbeitgeber keine Weiterbildungen zu Digitalthemen anbietet. Und vier von zehn (39 Prozent) erklären, dass ihr Arbeitgeber vermehrt auf neue, digitale Technologien setzt, ohne in die dafür erforderliche Weiterbildung seiner Mitarbeiter zu investieren.

Das ist das Ergebnis einer repräsentativen Bevölkerungsbefragung im Auftrag des Digitalverbands Bitkom. »Neben der Motivation der Mitarbeiter spielen auch das vorhandene Zeitbudget und das Angebot an Weiterbildungen durch den Arbeitgeber eine entscheidende Rolle. Hier ist vor allem das Management gefordert. Lebenslanges Lernen muss raus aus dem Podiumssprech und rein in die unternehmerische Praxis. Digitalkompetenz gehört dabei in den Mittelpunkt«, sagt Bitkom-Präsident Achim Berg.

Digitalkompetenz wird zur Kernkompetenz

Drei von vier Erwerbstätigen (77 Prozent) sind der Ansicht, dass Digitalkompetenz für ihren Arbeitsplatz künftig genauso wichtig sein wird wie fachliche oder soziale Kompetenz. 8 Prozent meinen, dass Digitalkompetenz in Zukunft die wichtigste Fähigkeit von Arbeitnehmern sein wird. Berg: »Fragt man Geschäftsführer und Personalentscheider, zeigt sich ein ähnliches Bild. Digitalkompetenz wird in allen Branchen zur Kernkompetenz«.

Digitale Kernkompetenz

Schon heute sind digitale Technologien im Job nicht mehr wegzudenken. Acht von zehn Erwerbstätigen (80 Prozent) sagen, dass digitale Technologien wie Computer, Internet oder digitale Produktionsmaschinen für ihre tägliche Arbeit eine große Bedeutung haben. Je nach Thema haben die Erwerbstätigen einen unterschiedlichen Nachholbedarf. Jeder Dritte (32 Prozent) hat bereits eine Weiterbildung zur richtigen Bedienung von Standardprogrammen zum Beispiel von Microsoft, SAP oder Datev gemacht. Jeder Vierte (27 Prozent) dagegen hat dazu noch keine Weiterbildung absolviert, obwohl es im Job hilfreich wäre. Zur allgemeinen Handhabung digitaler Technik hat sich jeder Fünfte (19 Prozent) weitergebildet und ein weiteres Drittel (31 Prozent) hielte das für hilfreich. Seltener bilden sich Erwerbstätige weiter zu Datenschutz im Internet (13 Prozent), Digitalisierung in Wirtschaft und Gesellschaft (13 Prozent), technischen Grundlagen wie Programmiersprachen (9 Prozent), rechtlichen Grundlagen im Internet wie Urheberrecht (8 Prozent) und richtigem Verhalten in Chats und Sozialen Netzwerken (3 Prozent).

76 Prozent der Bundesbürger bilden sich privat weiter

Allgemein gibt es ein breites Bewusstsein für die Bedeutung von lebenslangem Lernen im digitalen Zeitalter. Jeweils etwa neun von zehn Bundesbürgern ab 14 Jahren sagen, dass lebenslanges Lernen im Zusammenhang mit Digitalisierung immer wichtiger wird (92 Prozent), Weiterbildungen zu Digitalthemen die Chancen auf dem Arbeitsmarkt erhöhen (89 Prozent) und Weiterbildungen zu digitalen Technologien Voraussetzung für Erfolg im Beruf sind (88 Prozent). Die Bereitschaft, sich außerhalb des Jobs weiterzubilden, ist entsprechend groß. Drei Viertel der Bundesbürger (76 Prozent) bilden sich privat weiter.

Die populärsten Themen sind Ernährung/Kochen (klassische Lernformate: 36 Prozent; digitale Lernformate: 23 Prozent), Computer-Programme wie Microsoft Office oder Adobe Photoshop (25 Prozent/7Prozent) und Fremdsprachen (20 Prozent/7 Prozent). Im Programmieren bilden sich 4 Prozent klassisch weiter, 2 Prozent nutzen digitale Lernformate. Dabei unterscheidet sich der Zeitaufwand sehr stark. Pro Woche sind 13 Prozent bereit, bis zu 30 Minuten zu investieren, 27 Prozent bis zu einer Stunde, 21 Prozent bis zu zwei Stunden, 13 Prozent bis zu einen Tag und 2 Prozent mehrere Tage. Jeder Fünfte (20 Prozent) ist dagegen nicht bereit, Zeit in eine private Weiterbildung zu investieren.

Berg sieht hier Potenzial für digitale Lernformate: »Digitale Lernformate wie Online-Tutorials, Lern-Apps fürs Smartphone oder MOOCs sind vielseitig und leicht zugänglich. Sie lassen sich immer und überall nutzen – etwa auf Bahnfahrten, im Wartezimmer oder an der Bushaltestelle. Neue Technologien wie adaptive Learning ermöglichen Inhalte, die genau an den individuellen Wissensstand und Lernfortschritt angepasst sind«.

Das bestätigt auch die Studie: Knapp neun von zehn Nutzern digitaler Lernformate (87 Prozent) sehen den Vorteil, sich immer und überall weiterbilden zu können. Sechs von zehn (59 Prozent) sind überzeugt, mit digitalen Lernformaten schneller und zielgerichteter lernen zu können. 43 Prozent sagen, digitales Lernen macht mehr Spaß als mit klassischen Lernformaten.

Weiterbildungsangebote ausbauen

Der Bitkom fordert eine Initiative von Politik und Wirtschaft, um lebenslanges und informelles Lernen zu stärken. In der beruflichen Weiterbildung sollten die Angebote kontinuierlich verbessert und an die sich wandelnden Anforderungen der Digitalisierung angepasst werden. Für Weiterbildungsangebote zu digitalen Kompetenzen sollten staatliche Programme aufgelegt werden. Die Vermittlung von Digitalkompetenz muss zudem über die gesamte Bildungskette hinweg in den Vordergrund rücken. Um die Bereitschaft zu Weiterbildungen zu erhöhen, sollten für Unternehmen und Erwerbstätige gezielt Anreize geschaffen werden, etwa durch Steuererleichterungen. Neben der Politik seien auch die Unternehmen gefordert, betont Berg: »Bei der derzeit allgemein guten Auftragslage versäumen es viele Unternehmen, in das Geschäft und die Mitarbeiter von morgen zu investieren. In Zukunft braucht es vor allem sehr gut qualifizierte Fachkräfte – dafür müssen auch die Unternehmen sorgen«.

Hintergrund
Die Angaben basieren auf einer repräsentativen Umfrage, die Bitkom Research im Auftrag des Digitalverbands Bitkom durchgeführt hat. Im August 2017 wurden dabei 1.010 Bundesbürger ab 14 Jahren befragt, darunter 551 Erwerbstätige beziehungsweise 462 Erwerbstätige in einem abhängigen Beschäftigungsverhältnis sowie 459 Nutzer digitaler Lernformate. Die Umfrage ist repräsentativ für die Gesamtbevölkerung.


(20.11.2017, prh)

Präsentation »Arbeit und Qualifizierung in der digitalen Welt« (PDF, 15 Seiten)

 

Stiftung Warentest informiert über Tests von Weiterbildungs­daten­banken

Stiftung Warentest2

Wer sich weiterbilden möchte, braucht Geduld: Das Angebot ist vielfältig, die Kurse sind oft teuer und die Versprechungen der Anbieter zahlreich. Wo also sich informieren und wie richtig entscheiden? Gut strukturierte Daten­banken können dabei helfen, das passende Angebot ausfindig zu machen. Die Stiftung Warentest hat Weiterbildungs­daten­banken untersucht – zwei davon schneiden sehr gut ab, sechs nur mangelhaft.

In einem aktuellen Beitrag auf den test.de-Seiten wird ausführlich über die Ergebnisse dieser Untersuchung berichtet, bei der 68 Datenbanken getestet wurden. Sehr gut schnitten hierbei die sächsische Landesdatenbank Bildungsmarkt Sachsen und die Datenbanken des WISY-Systems ab. Sechs Informationssystemen wurden »deutliche Mängel« bescheinigt.

Weiterbildungsinteressierte sollten auf der Suche nach einer passenden Daten­bank jedoch nicht nur das test-Qualitäts­urteil im Auge haben. Von Bedeutung für die Wahl einer geeigneten Weiterbildungsdatenbank ist zudem das Bundes­land, in dem die Schulung statt­finden soll, denn in landes­weiten Daten­banken werden vorrangig Kurse aus dem jeweiligen Bundes­land ange­zeigt. Auch die Art der Weiterbildung sollten Nutzer bei der Wahl berück­sichtigen. Spezielle Daten­banken für E-Learning, Bildungs­urlaub oder Fern­unter­richt listen entsprechende Kurse.

Die detaillierten Ergebnisse im Einzelnen sind auf dem Weiterbildungsguide der Stiftung Warentest einsehbar, wo auch Hinweise darüber zu finden sind, was eine gute Weiterbildungsdatenbank ausmacht und was bei der Kurssuche sonst noch zu beachten ist.

Das InfoWeb Weiterbildung hatte kürzlich bereits darüber berichtet, dass die Weiterbildungstests der Stiftung zum Jahresende eingestellt werden.


(16.11.2017, prh/wt)

Stiftung Warentest: So finden Sie den passenden Kurs

Testergebnisse zu Weiterbildungsdatenbanken

siehe auch: Stiftung Warentest stellt Weiterbildungstests zum Jahresende ein

 

Karriere fördern, Horizont erweitern: USA-Erfahrung als Plus im Lebenslauf

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Deutsch-Amerikanisches Praktikantenprogramm    

Nach New York, Los Angeles oder doch lieber in die amerikanische Provinz? Mit dem »Deutsch-Amerikanischen Praktikantenprogramm« bietet die Deutsche Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) - im Auftrag der Bundesregierung - bis zu 70 jungen Deutschen im Jahr 2018 wieder die Möglichkeit, erste Berufserfahrungen in den USA zu sammeln. Bis zu einem Jahr können sich junge Berufstätige und Absolventen bis 26 Jahre während eines berufsbezogenes Praktikums einen konkreten Einblick in die Lebens- und Arbeitswelt vor Ort verschaffen.

In Zusammenarbeit mit ihrer amerikanischen Partnerorganisation Cultural Vistas unterstützt die GIZ die Teilnehmer bei der Beantragung des J-1 Visums, betreut sie während ihres USA-Aufenthalts und stellt eine Finanzierungshilfe in Form von Stipendien und eines Reisekostenzuschusses des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend zur Verfügung. Ein Sprachkurs ist möglich. Die Suche nach dem Praktikumsplatz liegt in der Eigenverantwortung der Teilnehmer.

Weitere Informationen sind erhältlich bei  

Deutsche Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) GmbH
Friedrich-Ebert-Allee 40, 53113 Bonn
Tel: 0228. 44 60- 14 08
Mail: bianca.may@giz.de   

Hintergrund
Die Deutsche Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) GmbH ist ein weltweit tätiges Bundesunternehmen. Sie unterstützt die Bundesregierung in der internationalen Zusammenarbeit für nachhaltige Entwicklung und in der internationalen Bildungsarbeit. Die GIZ trägt dazu bei, dass Menschen und Gesellschaften eigene Perspektiven entwickeln und ihre Lebensbedingungen verbessern.


(16.11.2017, prh)

Weiterführende Informationen

 

In Neuigkeiten & Terminen

Die Kompetenzenbilanz - Einführungsseminar zur kompetenzorientierten Laufbahnberatung (Frankfurt/Main)

vom 23.01.2018 bis zum 24.01.2018

Eine systematische und unterstützende Kompetenzfeststellung ist der Schlüssel für berufliche Integration. Mit der Kompetenzenbilanz werden Personen in beruflichen Umbruchsituationen so unterstützt, dass sie lernen, ihren eigenen Berufsweg aktiv zu gestalten.

 

LEARNTEC 2018 (Karlsruhe)

vom 30.01.2018 bis zum 01.02.2018

Die Messe Karlsruhe wird zum 26. Mal zur größten Plattform für das Lernen mit IT.

Im Januar/Februar 2017/18 präsentiert die LEARNTEC die aktuellen Trends und Entwicklungen für die Bildung in Schule und Hochschule sowie in der beruflichen Bildung. Mehr als 7.500 HR-Entscheider und IT-Verantwortliche aus aller Welt erfahren auf der LEARNTEC, wie der Wandel hin zu einer digitalen Lernkultur gestaltet wird und die Lernwelt jetzt und in Zukunft aussieht.

 

didacta - die Bildungsmesse 2018 (Hannover)

vom 20.02.2018 bis zum 24.02.2018

Die didacta findet zum zehnten Mal auf dem Gelände der Hannover-Messe statt.

Als die weltweit größte Fachmesse rund um Bildung bietet sie Angebote von rund 900 Ausstellern und ein umfangreiches Fortbildungsprogramm für Lehrkräfte, Erzieher, Ausbilder, Trainer und Personalentwickler an. Hochrangige Vertreter aus Politik, Wirtschaft, Wissenschaft und Gesellschaft kommen zur didacta, um hier Wege für die Bildung der Zukunft zu finden und sich auszutauschen.

 

Fachtagung «Ethik in der Beratung« (Mannheim)

vom 22.02.2018 bis zum 23.02.2018

Benötigt Beratung in Bildung, Beruf und Beschäftigung eine allgemeingültige, institutionenübergreifende Ethik? Wie können BeraterInnen eine Orientierung gewinnen, die ihnen hilft, ihren Alltag in einem Spannungsfeld vielfältiger Anforderungen zu gestalten? Diese und weitere Fragen sind Themen einer gemeinsamen internationalen Fachtagung »Ethik in der Beratung – Anspruch und Wirklichkeit« in Mannheim am 22. und 23. Februar 2018. Veranstalter sind der Deutsche Verband für Bildungs- und Berufsberatung, das Nationale Forum Beratung in Bildung, Beruf und Beschäftigung und die Hochschule der Bundesagentur für Arbeit.

 

Professionelle Lerngemeinschaften als Entwicklungsinstrument im Bildungswesen (Weingarten/Baden-Württemberg)

vom 05.03.2018 um 10:00 Uhr bis zum 07.03.2018 um 13:00 Uhr

Die Tagung verfolgt das Ziel, einen Beitrag zur Fundierung des vielversprechenden Instruments Professionelle Lerngemeinschaften zu leisten. Dabei sollen die Bedeutung institutioneller Kontexte sowie zielgruppenbezogener Rahmenbedingungen, die Reichweite des immanenten Professionalitätsverständnisses als auch Interaktionsdynamiken innerhalb Professioneller Lerngemeinschaften betrachtet werden.

 

myQ - Publikums- und Fachmesse für Weiterbildung (Düsseldorf)

vom 16.03.2018 bis zum 17.03.2018

Der Fokus richtet sich speziell auf weiterbildungsinteressierte Berufstätige, Personaler und Führungskräfte mit Verantwortung für Mitarbeiter- und Teamentwicklung.

Für die besonderen Bedürfnisse und Fragestellungen, welche mit einer individuellen berufsbegleitenden Weiterbildung einhergehen, soll die Messe eine gebündelte Plattform darstellen, auf der sich Vorstellungen, Fragen und Ideen besprechen lassen.

 

 

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