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Neuigkeiten & Termine

Bildungs- und arbeitsmarktpolitische Erwartungen an eine neue Bundesregierung

BBB4

Wenn auch zur Zeit die Konstituierung einer neuen Bundesregierung kurzfristig (noch) nicht zu erwarten ist, so hat der Bundesverband der Träger Beruflicher Bildung (Bildungsverband, BBB) doch bereits seine »Bildungs- und arbeitsmarktpolitischen Erwartungen an die neue Bundesregierung« formuliert .

Angesichts des demografischen Wandels, angesichts eines sich abzeichnenden Fachkräftemangels und des Strukturwandels, der durch die Digitalisierung hervorgerufen und beschleunigt wird, sei berufliche Weiterbildung ein mehr denn je virulentes Thema, stellt der BBB fest.

Der Bildungsverband fordert in seinem Papier unter anderem ein Weiterbildungsgesetz und einen Weiterbildungsbeauftragten, dessen Aufgabe es sei, »das derzeitige meist nicht abgestimmte Nebeneinander von Programmen und Fördermöglichkeiten von Bund, Ländern und Bundesagentur für Arbeit zu koordinieren, Transparenz herzustellen und Synergien zu ermöglichen«.

Des weiteren sollte der Erwerb von Digitalkompetenzen im Rahmen des lebenslangen Lernens unterstützt werden; Geringqualifizierte und Migranten müssten eine gezielte Förderung erfahren.


Hintergrund

Der Bundesverband der Träger beruflicher Bildung (Bildungsverband) e.V. ist der Interessen- und Arbeitgeberverband der Aus- und Weiterbildungsbranche nach den Sozialgesetzbüchern II und III (Grundsicherung und Arbeitsförderung). Er vertritt annähernd 25.000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in Arbeitsmarktdienstleistungen und in der beruflichen Erwachsenenbildung und Weiterbildung.


(22.11.2017, prh)

BBB: »Bildungs- und arbeitsmarktpolitischen Erwartungen an die neue Bundesregierung« (PDF, 3 Seiten)

 

Drei von vier Arbeitnehmern wollen mehr Digitalkompetenz

bitkom2

72 Prozent der Beschäftigten haben im Job keine Zeit für Weiterbildungen  -  Digitale Formate wie Lern-Apps machen lebenslanges Lernen leichter 

Die meisten Berufstätigen sehen sich nicht optimal für die digitale Arbeitswelt gewappnet. Der Mehrheit fehlt es für Weiterbildungen an Zeit und Angeboten, um im Job mit den Anforderungen der Digitalisierung Schritt halten zu können. Sieben von zehn der abhängig Beschäftigten (72 Prozent) beklagen, dass während der Arbeit keine Zeit für eine Weiterbildung zum Umgang mit neuen, digitalen Technologien bleibt. Sechs von zehn (59 Prozent) sagen, dass ihr Arbeitgeber keine Weiterbildungen zu Digitalthemen anbietet. Und vier von zehn (39 Prozent) erklären, dass ihr Arbeitgeber vermehrt auf neue, digitale Technologien setzt, ohne in die dafür erforderliche Weiterbildung seiner Mitarbeiter zu investieren.

Das ist das Ergebnis einer repräsentativen Bevölkerungsbefragung im Auftrag des Digitalverbands Bitkom. »Neben der Motivation der Mitarbeiter spielen auch das vorhandene Zeitbudget und das Angebot an Weiterbildungen durch den Arbeitgeber eine entscheidende Rolle. Hier ist vor allem das Management gefordert. Lebenslanges Lernen muss raus aus dem Podiumssprech und rein in die unternehmerische Praxis. Digitalkompetenz gehört dabei in den Mittelpunkt«, sagt Bitkom-Präsident Achim Berg.

Digitalkompetenz wird zur Kernkompetenz

Drei von vier Erwerbstätigen (77 Prozent) sind der Ansicht, dass Digitalkompetenz für ihren Arbeitsplatz künftig genauso wichtig sein wird wie fachliche oder soziale Kompetenz. 8 Prozent meinen, dass Digitalkompetenz in Zukunft die wichtigste Fähigkeit von Arbeitnehmern sein wird. Berg: »Fragt man Geschäftsführer und Personalentscheider, zeigt sich ein ähnliches Bild. Digitalkompetenz wird in allen Branchen zur Kernkompetenz«.

Digitale Kernkompetenz

Schon heute sind digitale Technologien im Job nicht mehr wegzudenken. Acht von zehn Erwerbstätigen (80 Prozent) sagen, dass digitale Technologien wie Computer, Internet oder digitale Produktionsmaschinen für ihre tägliche Arbeit eine große Bedeutung haben. Je nach Thema haben die Erwerbstätigen einen unterschiedlichen Nachholbedarf. Jeder Dritte (32 Prozent) hat bereits eine Weiterbildung zur richtigen Bedienung von Standardprogrammen zum Beispiel von Microsoft, SAP oder Datev gemacht. Jeder Vierte (27 Prozent) dagegen hat dazu noch keine Weiterbildung absolviert, obwohl es im Job hilfreich wäre. Zur allgemeinen Handhabung digitaler Technik hat sich jeder Fünfte (19 Prozent) weitergebildet und ein weiteres Drittel (31 Prozent) hielte das für hilfreich. Seltener bilden sich Erwerbstätige weiter zu Datenschutz im Internet (13 Prozent), Digitalisierung in Wirtschaft und Gesellschaft (13 Prozent), technischen Grundlagen wie Programmiersprachen (9 Prozent), rechtlichen Grundlagen im Internet wie Urheberrecht (8 Prozent) und richtigem Verhalten in Chats und Sozialen Netzwerken (3 Prozent).

76 Prozent der Bundesbürger bilden sich privat weiter

Allgemein gibt es ein breites Bewusstsein für die Bedeutung von lebenslangem Lernen im digitalen Zeitalter. Jeweils etwa neun von zehn Bundesbürgern ab 14 Jahren sagen, dass lebenslanges Lernen im Zusammenhang mit Digitalisierung immer wichtiger wird (92 Prozent), Weiterbildungen zu Digitalthemen die Chancen auf dem Arbeitsmarkt erhöhen (89 Prozent) und Weiterbildungen zu digitalen Technologien Voraussetzung für Erfolg im Beruf sind (88 Prozent). Die Bereitschaft, sich außerhalb des Jobs weiterzubilden, ist entsprechend groß. Drei Viertel der Bundesbürger (76 Prozent) bilden sich privat weiter.

Die populärsten Themen sind Ernährung/Kochen (klassische Lernformate: 36 Prozent; digitale Lernformate: 23 Prozent), Computer-Programme wie Microsoft Office oder Adobe Photoshop (25 Prozent/7Prozent) und Fremdsprachen (20 Prozent/7 Prozent). Im Programmieren bilden sich 4 Prozent klassisch weiter, 2 Prozent nutzen digitale Lernformate. Dabei unterscheidet sich der Zeitaufwand sehr stark. Pro Woche sind 13 Prozent bereit, bis zu 30 Minuten zu investieren, 27 Prozent bis zu einer Stunde, 21 Prozent bis zu zwei Stunden, 13 Prozent bis zu einen Tag und 2 Prozent mehrere Tage. Jeder Fünfte (20 Prozent) ist dagegen nicht bereit, Zeit in eine private Weiterbildung zu investieren.

Berg sieht hier Potenzial für digitale Lernformate: »Digitale Lernformate wie Online-Tutorials, Lern-Apps fürs Smartphone oder MOOCs sind vielseitig und leicht zugänglich. Sie lassen sich immer und überall nutzen – etwa auf Bahnfahrten, im Wartezimmer oder an der Bushaltestelle. Neue Technologien wie adaptive Learning ermöglichen Inhalte, die genau an den individuellen Wissensstand und Lernfortschritt angepasst sind«.

Das bestätigt auch die Studie: Knapp neun von zehn Nutzern digitaler Lernformate (87 Prozent) sehen den Vorteil, sich immer und überall weiterbilden zu können. Sechs von zehn (59 Prozent) sind überzeugt, mit digitalen Lernformaten schneller und zielgerichteter lernen zu können. 43 Prozent sagen, digitales Lernen macht mehr Spaß als mit klassischen Lernformaten.

Weiterbildungsangebote ausbauen

Der Bitkom fordert eine Initiative von Politik und Wirtschaft, um lebenslanges und informelles Lernen zu stärken. In der beruflichen Weiterbildung sollten die Angebote kontinuierlich verbessert und an die sich wandelnden Anforderungen der Digitalisierung angepasst werden. Für Weiterbildungsangebote zu digitalen Kompetenzen sollten staatliche Programme aufgelegt werden. Die Vermittlung von Digitalkompetenz muss zudem über die gesamte Bildungskette hinweg in den Vordergrund rücken. Um die Bereitschaft zu Weiterbildungen zu erhöhen, sollten für Unternehmen und Erwerbstätige gezielt Anreize geschaffen werden, etwa durch Steuererleichterungen. Neben der Politik seien auch die Unternehmen gefordert, betont Berg: »Bei der derzeit allgemein guten Auftragslage versäumen es viele Unternehmen, in das Geschäft und die Mitarbeiter von morgen zu investieren. In Zukunft braucht es vor allem sehr gut qualifizierte Fachkräfte – dafür müssen auch die Unternehmen sorgen«.

Hintergrund
Die Angaben basieren auf einer repräsentativen Umfrage, die Bitkom Research im Auftrag des Digitalverbands Bitkom durchgeführt hat. Im August 2017 wurden dabei 1.010 Bundesbürger ab 14 Jahren befragt, darunter 551 Erwerbstätige beziehungsweise 462 Erwerbstätige in einem abhängigen Beschäftigungsverhältnis sowie 459 Nutzer digitaler Lernformate. Die Umfrage ist repräsentativ für die Gesamtbevölkerung.


(20.11.2017, prh)

Präsentation »Arbeit und Qualifizierung in der digitalen Welt« (PDF, 15 Seiten)

 

Stiftung Warentest informiert über Tests von Weiterbildungs­daten­banken

Stiftung Warentest2

Wer sich weiterbilden möchte, braucht Geduld: Das Angebot ist vielfältig, die Kurse sind oft teuer und die Versprechungen der Anbieter zahlreich. Wo also sich informieren und wie richtig entscheiden? Gut strukturierte Daten­banken können dabei helfen, das passende Angebot ausfindig zu machen. Die Stiftung Warentest hat Weiterbildungs­daten­banken untersucht – zwei davon schneiden sehr gut ab, sechs nur mangelhaft.

In einem aktuellen Beitrag auf den test.de-Seiten wird ausführlich über die Ergebnisse dieser Untersuchung berichtet, bei der 68 Datenbanken getestet wurden. Sehr gut schnitten hierbei die sächsische Landesdatenbank Bildungsmarkt Sachsen und die Datenbanken des WISY-Systems ab. Sechs Informationssystemen wurden »deutliche Mängel« bescheinigt.

Weiterbildungsinteressierte sollten auf der Suche nach einer passenden Daten­bank jedoch nicht nur das test-Qualitäts­urteil im Auge haben. Von Bedeutung für die Wahl einer geeigneten Weiterbildungsdatenbank ist zudem das Bundes­land, in dem die Schulung statt­finden soll, denn in landes­weiten Daten­banken werden vorrangig Kurse aus dem jeweiligen Bundes­land ange­zeigt. Auch die Art der Weiterbildung sollten Nutzer bei der Wahl berück­sichtigen. Spezielle Daten­banken für E-Learning, Bildungs­urlaub oder Fern­unter­richt listen entsprechende Kurse.

Die detaillierten Ergebnisse im Einzelnen sind auf dem Weiterbildungsguide der Stiftung Warentest einsehbar, wo auch Hinweise darüber zu finden sind, was eine gute Weiterbildungsdatenbank ausmacht und was bei der Kurssuche sonst noch zu beachten ist.

Das InfoWeb Weiterbildung hatte kürzlich bereits darüber berichtet, dass die Weiterbildungstests der Stiftung zum Jahresende eingestellt werden.


(16.11.2017, prh/wt)

Stiftung Warentest: So finden Sie den passenden Kurs

Testergebnisse zu Weiterbildungsdatenbanken

siehe auch: Stiftung Warentest stellt Weiterbildungstests zum Jahresende ein

 

Karriere fördern, Horizont erweitern: USA-Erfahrung als Plus im Lebenslauf

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Deutsch-Amerikanisches Praktikantenprogramm    

Nach New York, Los Angeles oder doch lieber in die amerikanische Provinz? Mit dem »Deutsch-Amerikanischen Praktikantenprogramm« bietet die Deutsche Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) - im Auftrag der Bundesregierung - bis zu 70 jungen Deutschen im Jahr 2018 wieder die Möglichkeit, erste Berufserfahrungen in den USA zu sammeln. Bis zu einem Jahr können sich junge Berufstätige und Absolventen bis 26 Jahre während eines berufsbezogenes Praktikums einen konkreten Einblick in die Lebens- und Arbeitswelt vor Ort verschaffen.

In Zusammenarbeit mit ihrer amerikanischen Partnerorganisation Cultural Vistas unterstützt die GIZ die Teilnehmer bei der Beantragung des J-1 Visums, betreut sie während ihres USA-Aufenthalts und stellt eine Finanzierungshilfe in Form von Stipendien und eines Reisekostenzuschusses des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend zur Verfügung. Ein Sprachkurs ist möglich. Die Suche nach dem Praktikumsplatz liegt in der Eigenverantwortung der Teilnehmer.

Weitere Informationen sind erhältlich bei  

Deutsche Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) GmbH
Friedrich-Ebert-Allee 40, 53113 Bonn
Tel: 0228. 44 60- 14 08
Mail: bianca.may@giz.de   

Hintergrund
Die Deutsche Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) GmbH ist ein weltweit tätiges Bundesunternehmen. Sie unterstützt die Bundesregierung in der internationalen Zusammenarbeit für nachhaltige Entwicklung und in der internationalen Bildungsarbeit. Die GIZ trägt dazu bei, dass Menschen und Gesellschaften eigene Perspektiven entwickeln und ihre Lebensbedingungen verbessern.


(16.11.2017, prh)

Weiterführende Informationen

 

Studie: Unternehmen setzen bei Schulungen aufs falsche Pferd

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Weiterbildungen für Berufstätige sind wichtiger denn je. Im sich schnell verändernden Arbeitsmarkt packt einige die Angst davor, den Anschluss im eigenen Job zu verlieren. Doch das Lernangebot reicht selten aus.

Viele Unternehmen haben kein genaues Bild von den Bedarfen ihrer Belegschaft und setzen statt auf berufliche auf allgemeine und im Joballtag weniger zielführende Weiterbildungsmaßnahmen. Welche Folgen diese Strategie hat, zeigt das aktuelle Randstad Arbeitsbarometer: Vier von fünf Arbeitnehmern denken immer noch, dass sie mehr Wissen benötigen, um in ihrem Job zu bestehen.

»Arbeitnehmer brauchen Neugier, Lernbereitschaft und Eigenmotivation, um Information zu einem neuen Thema fehlerfrei auf die eigenen Aufgaben zu übertragen. Der Aufwand ist nicht zu unterschätzen«, so Dr. Christoph Kahlenberg von Randstad. »Außerdem muss der Arbeitgeber ein Bewusstsein dafür entwickeln, welches Wissen den Angestellten fehlt, um das richtige Training zu planen«. Diese Arbeit wollen oder können in Deutschland nur wenige auf sich nehmen, so dass in den letzten zwölf Monaten nur 16% der Arbeitnehmer eine berufliche Schulung besucht haben - das ist der schlechteste Wert in Europa. Sowohl Länder mit wachsender Wirtschaft, wie etwa Norwegen (37%) und die Niederlande (32%), als auch Staaten mit schwächelndem Arbeitsmarkt, wie etwa Spanien (43%) und Italien (38%), hängen Deutschland deutlich ab.

 

Randstad AB2017

 

Beliebter sind in Deutschland dagegen Workshops, Seminare und Konferenzen, die 41% der Befragten besucht haben. »Solche meist offen gestalteten Veranstaltungen können frische Impulse für die eigene Arbeit geben, inspirieren und motivieren, Neues Auszuprobieren«, so Kahlenberg. »Sie sind aber meist auf ein breiteres Publikum ausgerichtet und können deshalb nicht auf individuelle Probleme oder Defizite eingehen. Gezielte Weiterbildung kann nicht durch Konferenztickets ersetzt werden«.

Hintergrund
Die dargestellten Ergebnisse stammen aus dem Randstad Arbeitsbarometer. Die Online-Umfrage wird in 33 Ländern vierteljährlich durchgeführt. In Deutschland wurden 400 Arbeitnehmer zwischen 18 und 65 Jahren aus unterschiedlichen Branchen befragt.


(16.11.2017, prh)

 

Europäischer Referenzrahmen für digitale Kompetenzen - Digital Competence Framework

DigComp 2.1

Welche Kenntnisse und Fähigkeiten machen digitale Kompetenz aus?

Der europäische Referenzrahmen - DigComp - für Lernende, Bildungseinrichtungen und die Bildungspolitik ist ein Instrument zur Einschätzung und Verbesserung der digitalen Kompetenzen.

DigComp wird als Referenz für viele digitale Kompetenzinitiativen auf europäischer Ebene genutzt. Er ist ein umfassender systematischer Katalog für gelebte Digitalität (ohne die Vernetzung mit der analogen Welt explizit zu thematiseren).

Analog zum Referenzrahmen für Sprachen gibt es damit ein Raster, das als Verständigungsgrundlage über entsprechende Kenntnisse und Fähigkeiten dienen kann. 

Die Kompetenzstufen in der neuen Fassung DigComp 2.1 wurden von drei auf acht erweitert.

Fünf Bereiche sind zur Einschätzung der Kompetenzen definiert:

  • Kompetenzbereich 1: Informations- und Datenkompetenz
  • Kompetenzbereich 2: Kommunikation und Kooperation
  • Kompetenzbereich 3: Erstellung digitaler Inhalte
  • Kompetenzbereich 4: Sicherheit
  • Kompetenzbereich 5: Problemlösung

(14.11.2017, WP)

The Digital Competence Framework 2.0

DigComp 2.1: The Digital Competence Framework for Citizens with eight proficiency levels and examples of use

The Digital Competence Framework for Citizens (PDF, 48 Seiten)

 

Weiterbildungsportal Baden-Württemberg relauncht

Weiterbildung in BaWue2

Bereits seit Mitte Oktober 2017 ist die Landesdatenbank »Weiterbildung in Baden-Württemberg« in neuer Gestalt online gegangen. Mit einer klaren, aufgeräumten Optik und einer neuen Informationsaufbereitung, die eine Trennung der beiden Zielgruppen Bildungsinteressierter und Weiterbildungsanbieter vorsieht, gelangen die Besucher des Portals schnell und sicher zu den gewünschten Informationen. Das Angebot wurde inhaltlich und technisch vollständig überarbeitet.

Auch das Herzstück des Portals, die umfangreiche und laufend aktualisierte Weiterbildungsdatenbank mit zur Zeit mehr als 27.000 Bildungsangeboten und über 1.500 Anbietern, setzt stark auf intuitive Bedienung, so dass Bildungsinteressierte möglichst schnell und gezielt zu passenden Angeboten und Informationen geführt werden.

Mit »Weiterbildung in Baden-Württemberg« stellt das Land unter dem Link www.fortbildung-bw.de sein offizielles Portal für berufliche Weiterbildung der Öffentlichkeit zur Verfügung. Durch die vielseitigen Recherchemöglichkeiten nach passenden Bildungsangeboten (optional mit individuellen Such- und Filtermöglichkeiten) soll ein Beitrag zur Transparenz auf dem Weiterbildungsmarkt geleistet werden. Ein Weiterbildungs-Chat als »Live«-Beratung von Weiterbildungsinteressierten und detaillierte Informationen über Fördermöglichkeiten runden das Bild ab.

Eine zusätzliche Rubrik informiert über interessante Bildungsthemen und Veranstaltungen zur beruflichen Bildung in Baden-Württemberg.

Die Landesdatenbank »Weiterbildung in Baden-Württemberg« ist Kooperationspartner des InfoWeb Weiterbildung.


(08.11.2017, prh)

Weiterbildung in Baden-Württemberg

 

Gewerkschaften fordern Weiterbildungsgesetz

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Gewerkschaften machen sich für einheitliche, verbindliche Strukturen, mehr Qualität, bessere Ressourcen und Freistellungsansprüche stark  

Die Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft (ver.di) und die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) fordern ein Bundesweiterbildungsgesetz. Dafür haben sie, gemeinsam mit der IG Metall, konkrete Vorschläge vorgelegt. Ziel ist unter anderem, den Zugang, die Teilnahme und die Finanzierung von Weiterbildung einheitlich auf hohem Niveau sicher zu stellen.

Weiterbildung soll zur Deckung des Fachkräftebedarfs beitragen, gesellschaftliche Prozesse der Individualisierung, Pluralisierung, des Strukturwandels und der Digitalisierung unterstützen. Sie soll Fragen einer älter werdenden Gesellschaft beantworten und die Zivilgesellschaft mitentwickeln. Die neue Bundesregierung, so die Gewerkschaften, muss sich darum kümmern, die passenden Rahmenbedingungen zu garantieren und die Qualität der Weiterbildung durch einheitliche Mindeststandards zu sichern.

»Die Infrastruktur der Weiterbildung ist unsystematisch und zeichnet sich durch einen Dschungel von Zuständigkeiten aus. Deshalb brauchen wir jetzt bundesweit verbindliche Regelungen«, so Ute Kittel, ver.di-Bundesvorstandsmitglied.

Konkret fordern die Gewerkschaften einen zentralen Weiterbildungsfonds, der aus einer gemeinsam von Arbeitgebern und Arbeitnehmern getragenen Umlage in Höhe von einem Prozent der Lohn- und Gehaltssumme finanziert werden soll. Zudem schlagen sie einen bundeseinheitlichen Freistellungsanspruch zu Bildungszwecken vor. Die vernachlässigte Weiterbildungsberatung müsse verbessert sowie flächendeckend ausgebaut werden.

»Schließlich brauchen wir Weiterbildungsräte als regionale und nationale Regelungsinstanzen, die eine Kooperation und Koordination der vielfältigen Akteure der Weiterbildung ermöglichen. All dies ist mit einem bundesweiten Gesetz klar zu regeln«, betonte Ansgar Klinger, GEW-Vorstandsmitglied für Berufliche Bildung und Weiterbildung.

Die Digitalisierung stelle die Weiterbildung verstärkt vor neue Herausforderungen, lebensbegleitendes Lernen gewinne für die gesamte Arbeits- und Alltagswelt an Bedeutung. Deshalb müssten vor allem geringqualifizierte und bildungsferne Menschen zur Weiterbildung ermutigt werden und die notwendigen Zugangschancen erhalten.


(03.11.2017, prh)

Weiterbildung reformieren: Sechs Vorschläge die wirklich helfen (PDF, 52 Seiten)

 

Neu: EuroPass-Zeugniserläuterungen für Fortbildungsberufe

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Von Abwassermeister/-in bis Zweirad-Servicetechniker/-in: Jetzt gibt es EuroPass Zeugniserläuterungen auch für Fortbildungsberufe.

Sie liefern Kurzbeschreibungen der durch die Berufsbildung erworbenen Kenntnisse, Fertigkeiten und Kompetenzen. Darüber hinaus geben sie Hinweise zu Dauer, Art und Niveau der Aus- oder Fortbildung sowie zum Bildungsgang, durch den der Abschluss erreicht werden kann.

Die EuroPass-Zeugniserläuterungen gelten für alle, die das entsprechende berufliche Abschlusszeugnis oder das Fortbildungszertifikat erworben haben. Zusammen mit den anderen vier Europass-Dokumenten – Europass-Lebenslauf, Europass-Sprachenpass, Europass-Mobilität und Europass-Diploma Supplement – bilden sie ein Instrumentarium, das europäischen Bürgerinnen und Bürgern ermöglicht, grenzüberschreitend zu lernen und zu arbeiten, indem es Qualifikationen und Kompetenzen vergleichbar darstellt.

Wer sich als Aus- und Weiterbildungspädagoge, als Floristmeister, IT-Berater oder Tourismusfachwirt im europäischen Ausland bewerben oder sich anhand eines kurzen Überblicks über mögliche Fortbildungsberufe informieren will, sollte einen Blick in die Europass Zeugniserläuterungen werfen.

Die Zeugniserläuterungen:
Aktuell sind 45 Zeugniserläuterungen für Fortbildungsberufe online, die sukzessiv auf 120 erweitert werden. Sie stehen in Deutsch, Englisch und Französisch zum Download zur Verfügung.

© Nationale Agentur Bildung für Europa beim BIBB und Europäische Gemeinschaften (30.10.2017, nabibb/prh)

Zu den Zeugniserläuterungen ...

Zum EuroPass

 

Umfrage für Lehrende in der Erwachsenenbildung gestartet

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Über 800 Inhalte hält das Portal wb-web für Lehrende in der Erwachsenen- und Weiterbildung bereit. Diese sollen Lehrende dabei unterstützen, einfach gute Weiterbildung zu machen. In einer aktuellen Umfrage möchte wb-web herausfinden, wie zufrieden der angesprochene Personenkreis mit dem Portal ist und welche Wünsche hierzu existieren. Weiter interessiert die Betreiber, was die Lehrenden von dem Lernbereich erwarten, der wb-web künftig erweitern wird. Interessierte sind herzlich eingeladen, an der Online-Umfrage teilzunehmen!

Das Deutsche Institut für Erwachsenenbildung (DIE) möchte das zusammen mit der Bertelsmann Stiftung entwickelte Portal wb-web für die Erwachsenen- und Weiterbildung immer weiter verbessern, so dass es Lehrenden hilft, einfach gute Weiterbildung zu machen. Damit dies gelingt, wendet sich wb-web in einem jährlichen Turnus an die Lehrenden in der Weiterbildung, um den Entwicklungsstand und dessen Passung abzustimmen sowie eine Rückmeldung zu Neuerungen einzuholen.

So wird das bestehende Informations- und Vernetzungsangebot im Rahmen des Projekts EULE aktuell um einen Lernbereich ergänzt, der praxisnahe Hilfen zur Bewältigung von typischen Herausforderungen im Kursalltag sowie zur Weiterentwicklung des professionellen Lehrhandelns anbietet.

Die Umfrage ist bis zum 22. November 2017 erreichbar und soll nach wb-web-Angaben ca. zehn bis fünfzehn Minuten dauern. Dabei besteht die Möglichkeit, auch persönliche Wünsche und Anregungen zur weiteren Gestaltung mitzugeben.

Die Befragung erfolgt freiwillig und anonym. Die Befragungsdaten werden nur zu wissenschaftlichen Zwecken im Kontext des Vorhabens verwendet und nicht an Dritte weitergegeben.

Als Dankeschön für die Teilnahme verlost das DIE zwei Teilnahmen am diesjährigen DIE-Forum Weiterbildung am 12.12.2017 in Siegburg bei Bonn. Das Thema des Forums ist »Einmischen, positionieren, verständigen. Öffentlichkeit und Erwachsenenbildung«.


(27.10.2017, DIE/prh)

Zur Umfrage

 

EuroPass erreicht 100-Millionen-Marke

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Seit der Einführung des Europass wurden europaweit insgesamt 100 Millionen Europass Lebensläufe online erstellt 

Im Februar 2005 führte die Europäische Kommission den Europass ein, um die Vergleichbarkeit von Qualifikationen und Kompetenzen in der Berufsbildung europaweit zu fördern. Eine wichtige Rolle spielt dabei der Europass-Lebenslauf, der sich seither zu einem allgemein akzeptierten Tool in der europäischen Bewerbungslandschaft entwickelt hat. Das zeigen auch aktuelle Zahlen, denn seit der Einführung des Europass wurden europaweit bereits 100 Millionen Lebensläufe verfasst.

Ziel der Europass-Einführung war es, praktische, administrative und rechtliche Hindernisse der europäischen Freizügigkeit abzubauen und ein Instrumentarium zu schaffen, das es Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern ermöglicht, die Vorteile der europäischen Mobilität optimal zu nutzen. Dazu wurden insgesamt fünf Dokumente entwickelt, die miteinander verlinkt, aber auch einzeln eingesetzt werden können: der Europass Lebenslauf, der Europass Sprachenpass, der Europass Mobilität, das Europass Diploma Supplement und die Europass Zeugniserläuterungen.

Insbesondere der Europass Lebenslauf hat seither eine Erfolgsgeschichte geschrieben. Wurden 2005 noch 120.000 Europass Lebensläufe erstellt, so konnte in diesem Jahr europaweit die 100 Millionen-Marke »geknackt« werden. Zudem wurden bis heute mehr als 60 Millionen Lebenslauf-Vorlagen aus dem Internet heruntergeladen.

Der Lebenslauf liefert ein umfassendes Gesamtbild

Das europaweit standardisierte Europass Lebenslauf-Format liefert einen aussagekräftigen und klar strukturierten Überblick über die fachlichen und persönlichen Fähigkeiten von Bewerberinnen und Bewerbern: Ein in 27 Sprachen verfügbarer Online-Editor führt Schritt für Schritt durch die Erstellung des Lebenslaufs und fragt alle Informationen ab, die für den persönlichen Bildungs- und Berufsweg relevant sind. Mit Hilfe des Editors kann der Lebenslauf mit nur einem Klick auf das europäische Jobportal EURES, die Jobbörse Monster.de und auf XING, das soziale Netzwerk für berufliche Kontakte hochgeladen werden.

Der Europass Lebenslauf vermittelt ein umfassendes Gesamtprofil der Bewerberinnen und Bewerber, das auch eine differenzierte Einschätzung der Sprachkenntnisse und eine Selbsteinschätzung der digitalen Kompetenzen ermöglicht. Gerade vor dem Hintergrund des Fach- und Führungskräftemangels und der Digitalen Transformation wird eine derart vollständige und zugleich individuelle Bewerbung zur wichtigen Voraussetzung für einen erfolgreichen Berufseinstieg.

Immer mehr Unternehmen erkennen die Vorteile

In den letzten Jahren haben immer mehr Unternehmen die Vorteile des Europass Lebenslaufs erkannt und das Dokument zu einer festen Größe im Bewerbungsprozess gemacht. Sie nutzen dabei den Vorteil, dass die Lebensläufe hinsichtlich der Qualifikationen und Kompetenzen länderübergreifend vergleichbar sind.

Bewerberinnen und Bewerber schätzen die Möglichkeit, den Europa Lebenslauf online am eigenen PC ausfüllen zu können. Dabei gelten die Regeln einer klassischen Bewerbung: knappe und klare Formulierungen, keine Spielereien mit Schriftarten und eine ansprechende Vermittlung der Informationen, die für die angestrebte Stelle von Belang sind. Jeder Lebenslauf sollte maßgeschneidert sein, der Europass Lebenslauf ist kein Tool für Massen-Mailings.

Ein weiterer Pluspunkt für alle Beteiligten ist, dass der Europass Lebenslauf mit Hilfe des Online-Editors problemlos auf verschiedene Plattformen hochgeladen werden kann, auf denen er dann auch abrufbar ist. Das heißt: Wer einen Europass-Lebenslauf erstellt, kann ihn mit nur einem Klick direkt bei Xing, Monster.de oder EURES einstellen. Auf diese Art und Weise werden die Schnittstellen zwischen Bewerbern und Unternehmen optimiert, auch Arbeitsvermittlungen und Personalvermittler profitieren vom Europass, indem sie ihre IT-Datenbank mit dem Online-Editor des Lebenslaufs verknüpfen.

Hintergrund
Der Europass ist ein kostenloser Service der Europäischen Union. Mit den fünf Europass-Dokumenten können Bürgerinnen und Bürger ihre Kompetenzen europaweit klar und verständlich darstellen. Ziel ist es, das grenzüberschreitende Lernen und Arbeiten zu fördern.
(26.10.2017, prh)

Weiterführende Informationen

 

Hochschulen mit Potential in der akademischen Weiterbildung

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Die Stimmung an den Hochschulen in Deutschland entwickelt sich unterschiedlich. Verbessert hat sie sich vor allem an Eliteuniversitäten. Kleinere Universitäten und private Fachhochschulen klagen dagegen zunehmend über schlechter werdende Bedingungen. Viele Hochschulen leisten einen wichtigen Beitrag beim Thema Weiterbildung, könnten das große Marktpotenzial aber besser nutzen.

Das sind Ergebnisse des aktuellen Hochschul-Barometers, das der Stifterverband zusammen mit der Heinz Nixdorf Stiftung jährlich herausgibt.

Mit ihrer aktuellen Situation sind die Hochschulen in Deutschland relativ zufrieden. Die Leitungen der Eliteuniversitäten bewerten die Lage und Entwicklung ihrer Hochschulen im Jahr 2016 erstmals am besten. Auch große Fachhochschulen blicken hoffnungsvoll in die Zukunft. Beide Hochschulgruppen profitieren aktuell von politischen Initiativen: dem Beschluss zur Fortsetzung der Exzellenzinitiative und der Ausschreibung des transferorientierten Förderprogramms Innovative Hochschule.

Einen deutlichen Hilferuf gibt es von kleineren staatlichen Universitäten mit weniger als 10.000 Studierenden. Große Sorge bereitet deren Hochschulleiter die notwendige Infrastruktur, wie IT-Systeme, Labore oder Büro- und Lehrgebäude. Auf einer Skala von -100 bis +100 ist der Index in fünf Jahren stark gefallen und liegt derzeit bei -22 Punkten. 2011 waren es noch 36 Punkte.

Insgesamt sehen sich die Hochschulen von der Gesellschaft wertgeschätzt. Allerdings bewerten die Leiter der Eliteuniversitäten aus der Exzellenzinitiative die gesellschaftliche Akzeptanz ihrer Hochschulen seit fünf Jahren immer schlechter. Dagegen sagen 81 Prozent der Fachhochschulleiter, die gesellschaftliche Akzeptanz ist (eher) gut; 2013 waren es nur 66 Prozent. Mit Blick auf die spezifischen Profile der beiden Hochschulgruppen scheinen die Hochschulleiter also eine sinkende öffentliche Akzeptanz für Grundlagenforschung und mehr Unterstützung für anwendungsorientierte Forschung wahrzunehmen.

In einem Schwerpunktthema untersucht das Hochschul-Barometer Trends in der Quartären Bildung, also der wissenschaftlichen Weiterbildung. Rund 80 Prozent der Hochschulen haben entsprechende Angebote. Viele dieser Angebote sind flexibel und parallel zu einer Berufstätigkeit zu absolvieren. Das Fächerspektrum ist groß. Hochschulen orientieren sich hier häufig an ihrem wirtschaftlichen Umfeld oder an der konkreten Nachfrage von Unternehmen und Studieninteressierten. Sie stellen sich also aus ihrer Sicht auf den wichtiger werdenden Markt für Weiterbildung ein.

Doch im Vergleich zum gesamten Studienbetrieb mit aktuell 2,8 Millionen Studierenden ist die Zahl der Teilnehmer in Weiterbildung eher gering. Nur 3,8 Prozent aller Studierenden in Deutschland sind in weiterbildenden Bachelor- und Masterstudiengängen eingeschrieben. Noch einmal fast genauso viele nehmen an Zertifikatskursen teil. Zum Vergleich: Allein 2015 haben sich vier Millionen Erwerbstätige mit Hochschulabschluss weitergebildet, nur wenige demnach an Hochschulen. Insgesamt gibt es deshalb ein noch nicht ausreichend genutztes Finanzierungspotenzial für alle Hochschulen. Denn pro Teilnehmer erwirtschaften die Hochschulen nach ersten Schätzungen rund 2000 Euro Einnahmen.

Hintergrund
Das Hochschul-Barometer ist ein Stimmungsbarometer deutscher Hochschulleitungen. In einer jährlichen, repräsentativen Umfrage wollen der Stifterverband und die Heinz Nixdorf Stiftung von allen Rektoren und Präsidenten der Hochschulen in Deutschland wissen, wie sie ihre momentane Situation und ihre Perspektiven einschätzen. Schwerpunktthemen im aktuellen Hochschul-Barometer sind neben Quartäre Bildung auch Diversität und Lehrkapazitäten. Diese Ergebnisse wurden bereits veröffentlicht. Die Befragung für das Hochschul-Barometer 2018 beginnt Anfang November.

(25.10.2017, prh)

Hochschul-Barometer

 

Digitalisierung: Für manche Unternehmen sind Neueinstellungen wichtiger als Weiterbildung

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Durch die Digitalisierung ändern sich Berufsbilder und Personalanforderungen. Um dem gestiegenen Bedarf an Fachkräften zu begegnen, sind Arbeitgeber eher bereit, in neues Personal zu investieren als in ihre eigenen Mitarbeiter.

Während 58% der Befragten Weiterbildungen als wichtig oder sehr wichtig ansehen, werden Neueinstellungen von 90% der Personalleiter als wichtige oder sehr wichtige Methode zur Vorbereitung auf die Digitalisierung eingestuft. Damit wollen sie möglichst schnell auf die Personalengpässe reagieren, die durch den digitalen Wandel entstehen.

Jedes zweite Unternehmen ist laut Randstad-ifo-Personalleiterbefragung schon jetzt stark von der Digitalisierung betroffen sieht. Gleichzeitig sind knapp 40% der Personalleiter der Meinung, dass ihre Angestellten weniger gut bis schlecht auf die neuen Anforderungen vorbereitet sind. Ihnen ist klar, dass sie diese Wissenslücke bald schließen müssen, um wettbewerbsfähig zu bleiben. Vor allem große Unternehmen mit mehr als 500 Mitarbeitern setzen deshalb auf Neueinstellungen. Den Wissenszugewinn durch neues Personal schätzen 88% von ihnen als wichtig oder sehr wichtig für ihre Personalstrategie ein.

Vorbereitung auf Digitalisierung

»Gerade wenn sich Unternehmen für die Digitalisierung aufstellen, sollten sie Weiterbildungen große Bedeutung beimessen«, so Dr. Christoph Kahlenberg von Randstad. »Frisch eingestellte Fachkräfte bringen zwar relativ schnell neues Know-how ins Unternehmen, das kann aber andere Maßnahmen nicht ersetzen. Mitarbeiterschulungen und Angebote zum lebenslangen Lernen sind auf lange Sicht nachhaltiger und effektiver. So sind Unternehmen unabhängiger vom Arbeitsmarkt und beugen einem Fachkräftemangel vor«.

Hintergrund
Die in Zusammenarbeit von Randstad und dem ifo-Institut entwickelte Randstad-ifo- Personalleiterbefragung zeigt die langfristige Bedeutung und Funktion von Flexibilisierung im Personaleinsatz. Dazu werden vierteljährlich mehr als 1.000 Personalleiter befragt. Im Rahmen der Sonderfrage werden zusätzlich aktuelle Personalthemen aufgegriffen.

(06.10.2017, rand/prh)

Weitere Informationen

 

Aufwärtstrend im Dualen Studium hält an

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AusbildungPlus verzeichnet mehr als 100.000 dual Studierende 

Die aktuelle Auswertung der Datenbank »AusbildungPlus« des Bundesinstituts für Berufsbildung (BIBB) zeigt: Der Aufwärtstrend bei dualen Studiengängen setzt sich fort. Erstmals sind bei AusbildungPlus mehr als 100.000 dual Studierende gemeldet. Auch bei den Studiengängen ist ein stetiger Zuwachs zu verzeichnen: Derzeit sind 1.592 Angebote von deutschen Hochschulen registriert. Zugleich bieten immer mehr Betriebe Ausbildungsplätze für ein duales Studium an.

Während im Jahr 2004 von den Unternehmen knapp 18.200 Angebote zur Verfügung standen, waren es zum jetzigen Stichtag rund 48.000 Kooperationsangebote. Die Zahl der Studierenden (2004: 40.982) und der kooperierenden Unternehmen haben sich somit in diesem Zeitraum jeweils mehr als verdoppelt. Die Zahl der dualen Studiengänge hat sich seit 2004 – damals waren es 512 – mehr als verdreifacht.

Nach wie vor gibt es in den Fachrichtungen des Ingenieurwesens mit 600 und Wirtschaftswissenschaften mit 540 Studiengängen die größte Zahl der angebotenen Studiengänge. Im Vergleich zum Gesamtangebot sind das 38 % beziehungsweise 34 % aller zur Auswahl stehenden dualen Studienangebote. Am stärksten nachgefragt sind die Fachrichtungen Wirtschaftswissenschaften mit 44.631 Studierenden, gefolgt von Ingenieurwesen mit 27.410 sowie Sozialwesen/Erziehung/Gesundheit und Pflege, in denen 10.661 Studierende erfasst sind.

Zu beobachten ist eine weiter zunehmende Ausdifferenzierung bei den Studienangeboten. Ein hoher Zuwachs an Angeboten ist in den vergangenen Jahren in der Wirtschafts- und Gesellschaftslehre festzustellen, gefolgt von Angeboten der öffentlichen Verwaltungen und des Polizeidienstes. Der Bereich Sozialwesen, Gesundheit und Pflege bleibt in seiner Entwicklung mit 159 Angeboten konstant. Hier wächst aber die Zahl der Studierenden. Am häufigsten werden hier Studiengänge aus der Kategorie Pflegewissenschaften angeboten. Dabei dominieren die Kombinationen mit Ausbildungsberufen in der Altenpflege und in kaufmännischen Berufen.

Der Hauptausschuss des BIBB, das sogenannte »Parlament der Berufsbildung«, in dem mit gleichem Stimmenanteil Beauftragte der Arbeitgeber und Arbeitnehmer, der Länder und des Bundes zusammenarbeiten, hat im Juni 2017 in einem Positionspapier duale Studiengänge als innovative Bildungsangebote zur Fachkräftesicherung und Gestaltung individueller Bildungsbiografien hervorgehoben und »Empfehlungen zu den Qualitätsdimensionen für duale Studiengänge als Praxisanregungen/Orientierungshilfe« formuliert (siehe Link unten).

»AusbildungPlus« ist ein seit 2015 vom BIBB betriebenes Fachportal. Herzstück ist eine Datenbank, die bundesweit über duale Studiengänge und Zusatzqualifikationen in der dualen Berufsausbildung informiert, also über Qualifizierungsangebote, die eine duale Ausbildung mit weiteren Bildungsangeboten verknüpfen. Interessierte Jugendliche können die Datenbank nach passenden Angeboten durchsuchen. Anbieter – zum Beispiel Betriebe, (Fach-)Hochschulen oder Berufsakademien – können ihre Ausbildungs- und Studienangebote kostenlos veröffentlichen.

Die Auswertung »AusbildungPlus: Duales Studium in Zahlen – Trends und Analysen 2016« mit weiteren Informationen steht im Portal AusbildungPlus zum Download zur Verfügung.



(27.09.2017, prh)

Portal AusbildungPlus

BIBB-Positionspapier duale Studiengänge (PDF, 12 Seiten)

 

Bildungspolitik: Prüfsteine für die Bundestagswahl

Deutscher Bundestag 2

In wenigen Wochen findet die Wahl zum nächsten Deutschen Bundestag statt. Auf der politischen Bühne haben Themen wie Migration/Islam, Innere Sicherheit/Terror und öfters auch drohenden Fahrverbote in den Innenstädten Hochkunjunktur. Die in Sonntagsreden oft beschworene Bedeutung der Bildung ist in diesem Kontext oft kaum auszumachen.

Dennoch werden von vielen Akteuren der Bildungslandschaft sehr wohl Anforderungen an die kommenden Rahmenbedingungen, Inhalte und Finanzierungsmöglichkeiten formuliert. Dabei steht verständlicherweise nicht immer das gesamte komplexe Gebäude der Bildungspolitik im Fokus. Es geht vielmehr um die differenzierten Bereiche der Bildung, zu denen von der Politik Antworten erwartet werden. Zumindest sollen die Bildungs-Wahlprüfsteine den Wählern eine Orientierung darüber ermöglichen, welche Themen von Relevanz sind und  - sofern die Parteien sich hierzu äußern -  welchen Stellenwert ihnen die Politik jeweils beimisst.

Unsere Redaktion hat hierzu verschiedene Quellen gesichtet und zusammengetragen.

HRK2 Hochschulrektorenkonferenz (HRK)
DVV2 Deutscher Volkshochschul-Verband
managerSeminare managerSeminare
GEW2 Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW)
 dgb Deutscher Gewerkschaftsbund (DGB)
Keine Bildung ohne Medien Keine Bildung ohne Medien
LMZ Gesellschaft für Medienpädagogik und Kommunikationskultur (GMK)
digitalwahl

digitalwahl

Logo Netzpolitik Digitale Bildung
 Deutscher Kulturrat Deutscher Kulturrat
nfb Nationales Forum Beratung in Bildung, Beruf und Beschäftigung
 ig metall IG Metall
VDI-Logo Bildung und Digitalisierung
DGWF-Logo Deutsche Gesellschaft für wissenschaftliche Weiterbildung und Fernstudium

  (23.09.2017, prh)

Siehe auch: Wahl-O-Mat zur Bundestagswahl 2017

Siehe auch: Die Bildungspolitik in den Wahlprogrammen der Parteien

 

Ohne Weiterbildung wackelt der Job

randstad3

Weiterbildung in der digitalisierten Arbeitswelt ist ein heißes Thema im Bundestagswahlkampf. In den Programmen aller großen Parteien spielen die Unterstützung bei Fortbildungen und die Nachqualifizierung im oder außerhalb des Jobs eine wichtige Rolle.

Das aktuelle Randstad Arbeitsbarometer hat nachgefragt, was die Arbeitnehmer in Deutschland eigentlich zu diesem Wahlkampfthema zu sagen haben.

82% der Umfrageteilnehmer sind der Meinung, dass lebenslanges Lernen wichtig ist, um ihre Arbeitsfähigkeit zu erhalten. Die Erkenntnis, dass es ohne Weiterbildung in Zukunft schwerer werden wird, auf dem Arbeitsmarkt zu bestehen, kommt schnell bei immer mehr Arbeitnehmern an. Noch vor einem halben Jahr hatten lediglich 51% der Befragten den Eindruck, dass sie ihre digitalen Kompetenzen verbessern müssen, um ihre Arbeitsfähigkeit zu erhalten. Mit dem technologischen Fortschritt ändern sich Anforderungen immer schneller, Berufsbilder bekommen einen anderen Schwerpunkt oder lösen sich auf und gewohnte Prozesse werden durch neue ersetzt.

Leistungsanspruch im Job

Aus der Politik kommt für Fortbildungsprogramme, die auf Berufstätige zugeschnitten sind, bisher aber kaum aktive Unterstützung. »Um wirklich alle, die fest in einem Job sind, fit für die digitale Arbeitswelt zu machen, müssen Weiterbildungen stärker von der Politik gefördert werden«, fordert Dr. Christoph Kahlenberg von der Randstad Akademie. »Aber auch Unternehmen müssen umdenken und ihren Arbeitnehmern Zeit verschaffen, damit sie in sich selbst investieren können. Dazu gehört nicht nur das Fachwissen aufzufrischen, sondern auch den richtigen Umgang mit digitalen Techniken zu erproben und eine Balance in dem immer schneller werdenden Arbeitsalltag zu finden«.

Hintergrund
Die dargestellten Ergebnisse stammen aus dem Randstad Arbeitsbarometer. Die Online-Umfrage wird in 33 Ländern vierteljährlich durchgeführt. In Deutschland wurden 400 Arbeitnehmer zwischen 18 und 65 Jahren aus unterschiedlichen Branchen befragt.


(21.09.2017, prh)

 

Fachportal Pädagogik in neuem Outfit

Fachportal Pädagogik3

Relaunch des Fachportals Pädagogik für Erziehungswissenschaft, Bildungsforschung und Fachdidaktik

Das Fachportal Pädagogik präsentiert sich mit einem neuen Internetauftritt. Mit dem Relaunch bündelt das Portal seine Wissenschaftsservices. Die Angebote für Forscherinnen und Forscher, die sich mit Bildung befassen, sind jetzt in drei Bereiche unterteilt: Literatur, Forschungsdaten und Forschungsinformation. Die Nutzerinnen und Nutzer profitieren außerdem von einer für alle Endgeräte optimierten und barrierefreien Darstellung, einer übergreifenden Suche und einer bedarfsorientierten Navigation.

»Wir vernetzen unsere Angebote, um als zentrale Infrastruktur für Forschungsinformationen die Bedarfe der Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler möglichst genau und gebündelt zu bedienen«, erklärt Dr. Christoph Schindler, Leiter der Literaturinformationssysteme am Deutschen Institut für Internationale Pädagogische Forschung (DIPF), dem Anbieter des Fachportals Pädagogik.

Im Bereich »Literatur« stehen neben der FIS Bildung Literaturdatenbank mit mehr als 900.000 Nachweisen bildungsbezogener Fachliteratur weitere wissenschaftliche Datenbanken und -bestände für die Recherche zur Verfügung. Hohe Priorität hat dabei der Nachweis digitaler und insbesondere frei zugänglicher Publikationen. Sie werden unter anderem von dem Open-Access-Repositorium peDOCS bereitgestellt.

Unter »Forschungsdaten« weist das Fachportal Instrumente und Studien der Bildungsforschung nach, bereitet Informationen zum Datenmanagement auf und erläutert die Möglichkeiten, eigene Daten und Instrumente zur Nachnutzung bereitzustellen. Der Bereich »Forschungsinformation« bietet Übersichten und Themendossiers, die die Forschungsplanung und den Forschungsprozess unterstützen.

Die Nutzerinnen und Nutzer können jetzt parallel über alle Angebotsbereiche recherchieren. Sie erhalten auf diesem Weg sämtliche Ressourcen zu ihrem Thema im Überblick. Um spezielle Bedarfe an ausländischer Literatur kümmert sich im Fachportal der DFG-geförderte Fachinformationsdienst Erziehungswissenschaft und Bildungsforschung. Der kostenfreie Dienst beschafft internationale Fachliteratur und Zeitschriften. Außerdem digitalisiert er auf Anfrage urheberrechtsfreie, gedruckte Quellen. Die neue Website ist ansprechender und nutzerfreundlicher gestaltet, verfügt über eine Struktur und Navigation, die sich an den Bedarfen der Nutzerinnen und Nutzer orientiert, und passt sich gezielt an das jeweilige Endgerät an.

(15.09.2017, dipf/prh)

 

Deutscher Bildungsserver mit neuem Auftritt online

DBS4

Der Deutsche Bildungsserver wurde im Zuge eines Relaunches komplett überarbeitet. Das Portal bereitet bildungsbezogene Internet-Inhalte jetzt noch übersichtlicher und nutzerfreundlicher auf. Außerdem wurde die Darstellung des Angebots für alle Endgeräte optimiert – unter besonderer Berücksichtigung des Smartphones.

Der Server wendet sich weiterhin an alle Bildungsinteressierten, an deren Bedürfnissen sich das neue Design bestmöglich orientieren soll. Daher ist der aktualisierte Auftritt nun zunächst in einer Beta-Version online gegangen: Feedback und Anregungen sind ausdrücklich erwünscht.

Zahlreiche Fotos und Icons, erläuternde Texte zu den Neuigkeiten und Themen aus den Bildungsbereichen, eine aufgeräumte Gestaltung: Einige Anpassungen am Deutschen Bildungsserver sind schnell zu sehen. Doch der Relaunch des Wegweisers zu Bildungsinformationen im Internet bringt weitere Neuerungen mit sich, die sich erst bemerkbar machen, wenn man das Angebot nutzt – was nun einfacher und flexibler möglich ist. Unter besonderer Berücksichtigung des Smartphones wurde die Darstellung der Inhalte für alle Endgeräte optimiert und komplett barrierefrei gestaltet. Die gesamte Navigation zu den Bildungsthemen und den weiteren zentralen Menüpunkten ist immer mit einem Klick verfügbar.

»Auf dem zeitgemäßen Auftritt sollen alle Bildungsinteressierten komfortabel und zielführend recherchieren können. Wir bereiten die Inhalte weiterhin fachlich fundiert, zugleich aber auch übersichtlicher und nutzerfreundlicher auf«, so Axel Kühnlenz, Leiter der Koordinierungsstelle des Bildungsservers. Der Relaunch soll sich bestmöglich am Nutzerbedarf orientieren. Aus diesem Grund ist der neue Auftritt nun zunächst in einer Beta-Version online gegangen, um Verbesserungsvorschläge sammeln zu können.

Bei allen Anpassungen bleibt die Kernfunktion des Deutschen Bildungsservers, der als Gemeinschaftsservice von Bund und Ländern vom Deutschen Institut für Internationale Pädagogische Forschung (DIPF) koordiniert wird, gleich: Er sammelt und verlinkt bildungsbezogene Internet-Ressourcen von Bund und Ländern, der Europäischen Union, von Hochschulen und Schulen sowie von Forschungs-, Service- und Fachinformationseinrichtungen. Die Informationen werden sorgfältig und aktuell aufbereitet und in redaktionellen Beiträgen und in Datenbanken kostenfrei zur Verfügung gestellt. Die Inhalte sind nach Bildungsthemen gegliedert: Bildungswesen allgemein, Elementarbildung, Schule, Berufliche Bildung, Hochschule, Erwachsenenbildung, Förderpädagogik/Inklusion und Sozialpädagogik. Zusätzlich wurde das bislang eigenständige Portal »Bildung weltweit« als Thema integriert. Es informiert über internationale Entwicklungen. Das Themengebiet Bildungsforschung wird vom Partner-Angebot Fachportal Pädagogik abgedeckt. Die Bildungsthemen verfügen jetzt über eigene Einstiegsseiten. Sie sind vergleichbar aufgebaut, bieten aber darüber hinaus Raum für individuelle Schwerpunkte und aktuelle Hinweise. Klare Strukturierung und Aufklapp-Menüs ermöglichen ein schnelles Navigieren.

Das Team des Bildungsservers legt großen Wert auf einen direkten Austausch mit den Nutzerinnen und Nutzern. Die können sich zum Beispiel über die Funktion »Link vorschlagen« in die Gestaltung des Portals einbringen. Feeds, Blog, Newsletter, Facebook und Twitter bieten weitere Kommunikations- und Informationsmöglichkeiten. Anregungen zum neuen Design sind auf allen Wegen willkommen.

Erreichbarkeit

Der neue Deutsche Bildungsserver: www.bildungsserver.de
Facebook: www.facebook.com/DeutscherBildungsserver
Twitter: https://twitter.com/DBS_20
Hashtag für Feedback: #DBSRelaunch
Webseite für Feedback: www.bildungsserver.de/Der-Relaunch-beim-Deutschen-Bildungsserver-12320-de.html
E-Mail: dbs@dipf.de


(12.09.2017, dbs/prh)

 

Digitalisierung betrifft alle Firmen in Deutschland

CESifo

Umfrage: Personalbestand ist insgesamt gut vorbereitet, aber Weiterbildung sollte in Unternehmen hohe Priorität haben 

Praktisch alle Unternehmen in Deutschland sind in irgendeiner Form von der Digitalisierung betroffen. Lediglich 2 Prozent gaben an, dass die Digitalisierung überhaupt keine Rolle in ihrem Unternehmen spielt.

Das hat die neueste Personalleiterbefragung des ifo Instituts gemeinsam mit Randstad ergeben. 51 Prozent der Firmen gaben sogar an, »stark« bis »sehr stark« betroffen zu sein. Der Einfluss der Digitalisierung nimmt mit steigender Größe der Unternehmen zu. Unterschiede gibt es auch nach Branchen: Der Anteil der Unternehmen, den die Digitalisierung »stark« bis »sehr stark« betrifft, liegt in der Industrie 42 Prozent, im Handel bei 55 Prozent und bei den Dienstleistern bei 56 Prozent. Befragt wurden rund 1.000 Personalleiter.

Die Digitalisierung hält die Unternehmen offenbar nicht vom Beschäftigungsaufbau ab: Über alle Sektoren hinweg gehen 73 Prozent aller Personalleiter in Unternehmen, die »stark« oder »sehr stark« von der Digitalisierung betroffen sind, von einem wachsenden Personalstand in den nächsten fünf Jahren aus. Bei den Dienstleistern sind es sogar 80 Prozent, in der Industrie 72 Prozent und im Handel 61 Prozent.

Die überwiegende Mehrheit der Personaler (60 Prozent) sieht ihre eigenen Leute »gut« auf die Digitalisierung vorbereitet, drei Prozent halten ihre Angestellten sogar für »sehr gut« vorbereitet. Gleichzeitig geben jedoch 35 Prozent an, dass ihr Personal »weniger gut« auf die Digitalisierung eingestellt ist, vier Prozent sogar »eher schlecht«. Auch hier sind die Personaler bei den Dienstleistern am optimistischsten: Ihre Mitarbeiter »gut« und »sehr gut« vorbereitet halten hier 70 Prozent, in der Industrie und im Handel nur jeweils 54 Prozent.

Die Unternehmen reagieren auf die Anforderungen mit einer Reihe von Maßnahmen. Über alle Sektoren hinweg ist die Weiterbildung das am stärksten genutzte Mittel. 94 Prozent der Unternehmen bereiten auf diesem Weg ihre Beschäftigten auf die Digitalisierung vor. Allerdings stufen davon nur 58 Prozent die Weiterbildung als »wichtige« oder »sehr wichtige« Maßnahme ein. »Vor dem Hintergrund des durch die Digitalisierung ausgelösten rasanten Wandels vieler Tätigkeiten stellt sich die Frage, ob die Weiterbildung nicht einen höheren Stellenwert in den Unternehmen erhalten sollte. Vereinzelte Weiterbildungskurse können dies nicht leisten, das Konzept von Weiterbildung muss sich hier weiterentwickeln und lebenslanges Lernen muss fester Bestandteil im Arbeitsleben werden«, sagt Oliver Falck, Leiter des ifo Zentrums für Industrieökonomik und neue Technologien. (12.09.2017, prh)

Zu den Ergebnissen der Umfrage

 

Lebenslanges Lernen statt Nine-to-Five

pwc2

Zwei von drei Arbeitnehmern in Deutschland sind bereit, sich regelmäßig weiterzubilden, um auf dem Jobmarkt nicht den Anschluss zu verlieren  

Lebenslanges Lernen statt Nine-to-Five: Die Deutschen stellen sich für die Zukunft auf eine Arbeitswelt ein, in der die eigenen Jobchancen entscheidend von der Bereitschaft abhängen, sich regelmäßig weiterzubilden. Das zeigt eine PwC-Umfrage unter mehr als 10.000 Beschäftigten in den USA, China, Indien, Großbritannien und Deutschland. Die Teilnehmer wurden dabei unter anderem mit folgendem Statement konfrontiert: »Um meine Chancen auf dem Arbeitsmarkt zu wahren, bin ich bereit, mir neue Fähigkeiten anzueignen oder sogar komplett umzuschulen«. 41 Prozent der Befragten hierzulande stimmten dieser Aussage grundsätzlich zu, 24 Prozent unterstützten sie sogar ausdrücklich. Während sich 18 Prozent unentschieden zeigten, meinten nur 12 Prozent, sie seien nicht dazu bereit.

»Im digitalen Zeitalter wird die Arbeitswelt komplexer. Technologische Entwicklungen wie 'Künstliche Intelligenz' oder 'Machine Learning' lassen alte Jobs verschwinden, aber auch neue entstehen. Dabei ändern sich die Anforderungen an Arbeitnehmer. Es kommt weniger auf einmal erworbenes Wissen an - sondern darauf, sein Know-how fortlaufend den sich verändernden Umständen anzupassen. Dass 65 Prozent der Deutschen genau dazu bereit sind, deute ich als sehr positives Signal - auch wenn die Zustimmungsraten in den anderen untersuchten Ländern im Schnitt etwas höher sind«, konstatiert Nicole Elert von PwC in Deutschland.

In Indien sind sogar 89 Prozent zum lebenslangen Lernen bereit

Tatsächlich sind in den USA 75 Prozent der Arbeitnehmer zum lebenslangen Lernen bereit. In China liegt die Zustimmung bei 73 Prozent, in Indien sogar bei 89 Prozent - dafür zeigen sich die Briten mit 62 Prozent etwas zurückhaltender als die Deutschen. »Dass die Veränderungsbereitschaft in den aufstrebenden asiatischen Ländern tendenziell höher ausfällt als in Europa, war zu erwarten: Viele Chinesen und Inder haben von der Globalisierung des Arbeitsmarkts stark profitiert - entsprechend setzen sie darauf, dass es in Zukunft weiter aufwärts geht. Im Vergleich dazu fällt das Meinungsbild hierzulande eher differenziert aus«, meint Till Lohmann (PwC).

Jeder dritte Deutsche sorgt sich um seinen Arbeitsplatz

Ein Beispiel: Befragt nach ihren zukünftigen Aussichten auf dem Arbeitsmarkt, zeigen sich 36 Prozent der Deutschen »sehr zuversichtlich, den Anforderungen gerecht zu werden«. Und: Weitere 22 Prozent sehen für sich selber sogar »tolle Gelegenheiten«. Zugleich meinen allerdings 33 Prozent, sie betrachteten ihre persönlichen Jobperspektiven für die Zukunft eher mit Sorge. Dabei ist die Angst vor dem Verlust des Arbeitsplatzes jedoch nicht gleichzusetzen mit der Furcht, dass Maschinen oder Roboter die eigene Tätigkeit übernehmen könnten. Denn: Nur 18 Prozent der Deutschen rechnen damit, dass der technologische Fortschritt die eigenen Jobchancen in Zukunft sinken lässt. Dagegen glauben 48 Prozent an einen positiven Effekt, 34 Prozent zeigen sich neutral.

Das Wichtigste am Job? Dass er sicher ist!

Eine weitere Frage lautete, welcher Aspekt den Menschen im Hinblick auf den eigenen Arbeitsplatz besonders wichtig ist. Hier meinten 42 Prozent der Teilnehmer in Deutschland, ihnen komme es in erster Linie darauf an, dass ihr Job langfristig sicher sei. Dagegen sagten nur 15 Prozent, ihnen sei es vor allem wichtig, ihr Gehalt zu maximieren. Bei den 18- bis 34-Jährigen - also bei den sogenannten Millennials - sieht es etwas anders aus: In dieser Altersgruppe spielt der Sicherheitsfaktor nur noch für 34 Prozent der Befragten die entscheidende Rolle, während für immerhin 22 Prozent die Gehaltsmaximierung im Mittelpunkt steht.

Nur jeder dritte Deutsche würde sich gern selbständig machen

Dass Jobsicherheit für die Deutschen ein wichtiger Faktor ist, bedeutet nicht zwingend, dass sie an der etablierten Arbeitswelt festhalten wollen. Im Gegenteil: Auf die Frage, wo sie idealerweise in den nächsten fünf bis zehn Jahren tätig sein möchten, meinten nur 23 Prozent, »in einem traditionellen Arbeitsumfeld« (unter den jüngeren Befragten waren es sogar nur 15 Prozent). 31 Prozent gaben hingegen an, für sie sei der Arbeitsplatz im besten Fall »ein Ort, an dem man sich mit anderen Menschen persönlich austauschen kann« (hier waren es unter den Jüngeren 35 Prozent). Nur 14 Prozent meinten dagegen, ihnen komme es in erster Linie darauf an, möglichst selbstbestimmt zu arbeiten. Dazu passt, dass sich nur gut jeder dritte Deutschen (35 Prozent) gerne selbständig machen würde - in den USA sind es 62 Prozent, in China 53 Prozent und in Indien sogar 74 Prozent. »Das zeigt, dass der Unternehmergeist hierzulande leider immer noch vergleichsweise schwach ausgeprägt ist«, sagt Nicole Elert.

Vier Szenarien, in welche Richtung sich der Jobmarkt entwickelt

Die Befragung war Teil der kürzlich veröffentlichte PwC-Studie »Workforce of the future«, in der vier mögliche Pfade skizziert werden, die der Jobmarkt bis 2030 nehmen könnte. Ein Szenario handelt dabei von einer Arbeitswelt, die immer stärker von den Bedürfnissen entfesselter digitaler Unternehmen dominiert wird - auf Kosten klassischer Arbeitnehmerrechte. Soweit muss es allerdings nicht kommen. Denn ebenso denkbar ist, dass es Politik und Verbrauchern auch im digitalen Zeitalter gelingen wird, die Innovationskraft der Wirtschaft in Bahnen zu lenken, die einen gesellschaftlichen Mehrwert versprechen. »Wie auch immer die Arbeitswelt in 2030 aussehen wird - Unternehmen und Arbeitnehmer tun gleichermaßen gut daran, sich jetzt schon intensiv mit den anstehenden Veränderungen auseinanderzusetzen«, so Lohmann.

(11.09.2017, pwc/prh)

 

In Neuigkeiten & Terminen

ONLINE EDUCA (Berlin)

vom 06.12.2017 bis zum 08.12.2017

ONLINE EDUCA BERLIN 2017 - Internationale Konferenz für technologisch gestützte Aus- und Weiterbildung

Mit dem Themenspektrum: E-Learning, technologisch gestützte Ausbildung und Weiterbildung, Management und Organisation von E-Learning-Systemen, zukünftige Tools und Technologien, Web 2.0 und Social Networking, Generation Y, Millenials, Lehrkonzepte

 

OEB 2017: Digitales Lernen in der Aus- und Weiterbildung (Berlin)

vom 06.12.2017 bis zum 08.12.2017

Wir leben in einer zunehmend ungewissen Welt, die geprägt ist von tiefgreifenden Veränderungen. Was bedeutet das für die Bildung und Weiterbildung von heute? Wie sollte der Bildungssektor sich anpassen, um der Herausforderung einer so ungewissen Zukunft gerecht zu werden? Wie kann digitales Lernen Unternehmen und Arbeitgeber dabei unterstützen, den schnellen und andauernden Wandel zu meistern?

Auf der diesjährigen OEB, der global führenden Konferenz für digitales Lernen in der Aus- und Weiterbildung werden genau diese Fragen diskutiert. Die internationale Konferenz findet vom 6. - 8. Dezember in Berlin statt und befasst sich mit verschiedenen branchenspezifischen Themengebieten.

 

Fachforum »Digitale Beratung – Chancen, Risiken, Anforderungen« (München)

vom 07.12.2017 bis zum 07.12.2017

Das Nationale Forum Beratung in Bildung, Beruf und Beschäftigung (nfb) veranstaltet am 7. Dezember 2017 in Zusammenarbeit mit dem Referat für Bildung und Sport der Landeshauptstadt München und dem Pädagogischen Institut das Fachforum »Digitale Beratung – Chancen, Risiken, Anforderungen«.

Mit dem ersten nfb-regional zum Thema »Digitale Beratung – Chancen, Risiken, Anforderungen« bieten die Veranstalter ein Podium, um miteinander die Perspektiven der Digitalisierung in der Beratung in Bildung, Beruf und Beschäftigung zu beleuchten und kritisch zu diskutieren.

Anlass für die Veranstaltung ist die Mitgliederversammlung des nfb am 8. Dezember in München. Die Teilnahme am Fachforum ist offen für alle Interessierten aus dem Bereich der Bildungs- und Berufsberatung.

 

Einmischen, positionieren, verbinden. Erwachsenenbildung und Öffentlichkeit (Bonn)

vom 12.12.2017 bis zum 12.12.2017

Das diesjährige »DIE-Forum Weiterbildung« findet am 12. Dezember im Katholisch-Sozialen Institut auf dem Michaelsberg in Siegburg statt.

Unter dem Motto »Einmischen, positionieren, verbinden« thematisiert das DIE-Forum Weiterbildung das Verhältnis von Erwachsenenbildung und Öffentlichkeit.

Der konstruktive Streit um gesellschaftlich relevante Themen wie Integration, Digitalisierung oder die Auseinandersetzung mit Rechtsextremismus ist notwendiger Bestandteil gesellschaftlichen Zusammenlebens. In den Debatten offenbaren sich die Vielfalt an Positionen und die Komplexität des Alltags. Erwachsenenbildung ist Teil dieser Öffentlichkeit: Sie schafft Räume für Begegnung und Austausch und hilft Menschen, am öffentlichen Diskurs teilzuhaben. Nicht zuletzt treten die Organisationen und Verbände der Erwachsenenbildung selbst als Stimme im öffentlichen Diskurs in Erscheinung.

Dabei ist die organisierte Erwachsenenbildung immer wieder mit den Fragen konfrontiert,

  • ob und wie sie politische Kontroversen in ihren Angeboten aufgreift, sich zu ihnen positioniert und dadurch Öffentlichkeit aktiv mitgestaltet,
  • welche Rolle sie für die öffentliche Meinungsbildung spielen kann und soll,
  • wie sie ihre Bildungsaufgabe wahrnimmt, Aufklärung und politische Teilhabe zu fördern.

Expertinnen und Experten aus Wissenschaft, Praxis und Politik diskutieren diese und andere Fragen zum Verhältnis von Erwachsenenbildung und Öffentlichkeit im diesjährigen DIE-Forum. Eröffnet wird die Veranstaltung mit einer Keynote von Thomas Krüger, Präsident der Bundeszentrale für politische Bildung.

 

 

LEARNTEC 2018 (Karlsruhe)

vom 30.01.2018 bis zum 01.02.2018

Die Messe Karlsruhe wird zum 26. Mal zur größten Plattform für das Lernen mit IT.

Im Januar/Februar 2017/18 präsentiert die LEARNTEC die aktuellen Trends und Entwicklungen für die Bildung in Schule und Hochschule sowie in der beruflichen Bildung. Mehr als 7.500 HR-Entscheider und IT-Verantwortliche aus aller Welt erfahren auf der LEARNTEC, wie der Wandel hin zu einer digitalen Lernkultur gestaltet wird und die Lernwelt jetzt und in Zukunft aussieht.

 

didacta - die Bildungsmesse 2018 (Hannover)

vom 20.02.2018 bis zum 24.02.2018

Die didacta findet zum zehnten Mal auf dem Gelände der Hannover-Messe statt.

Als die weltweit größte Fachmesse rund um Bildung bietet sie Angebote von rund 900 Ausstellern und ein umfangreiches Fortbildungsprogramm für Lehrkräfte, Erzieher, Ausbilder, Trainer und Personalentwickler an. Hochrangige Vertreter aus Politik, Wirtschaft, Wissenschaft und Gesellschaft kommen zur didacta, um hier Wege für die Bildung der Zukunft zu finden und sich auszutauschen.

 

Fachtagung «Ethik in der Beratung« (Mannheim)

vom 22.02.2018 bis zum 23.02.2018

Benötigt Beratung in Bildung, Beruf und Beschäftigung eine allgemeingültige, institutionenübergreifende Ethik? Wie können BeraterInnen eine Orientierung gewinnen, die ihnen hilft, ihren Alltag in einem Spannungsfeld vielfältiger Anforderungen zu gestalten? Diese und weitere Fragen sind Themen einer gemeinsamen internationalen Fachtagung »Ethik in der Beratung – Anspruch und Wirklichkeit« in Mannheim am 22. und 23. Februar 2018. Veranstalter sind der Deutsche Verband für Bildungs- und Berufsberatung, das Nationale Forum Beratung in Bildung, Beruf und Beschäftigung und die Hochschule der Bundesagentur für Arbeit.

 

Professionelle Lerngemeinschaften als Entwicklungsinstrument im Bildungswesen (Weingarten/Baden-Württemberg)

vom 05.03.2018 um 10:00 Uhr bis zum 07.03.2018 um 13:00 Uhr

Die Tagung verfolgt das Ziel, einen Beitrag zur Fundierung des vielversprechenden Instruments Professionelle Lerngemeinschaften zu leisten. Dabei sollen die Bedeutung institutioneller Kontexte sowie zielgruppenbezogener Rahmenbedingungen, die Reichweite des immanenten Professionalitätsverständnisses als auch Interaktionsdynamiken innerhalb Professioneller Lerngemeinschaften betrachtet werden.

 

myQ - Publikums- und Fachmesse für Weiterbildung (Düsseldorf)

vom 16.03.2018 bis zum 17.03.2018

Der Fokus richtet sich speziell auf weiterbildungsinteressierte Berufstätige, Personaler und Führungskräfte mit Verantwortung für Mitarbeiter- und Teamentwicklung.

Für die besonderen Bedürfnisse und Fragestellungen, welche mit einer individuellen berufsbegleitenden Weiterbildung einhergehen, soll die Messe eine gebündelte Plattform darstellen, auf der sich Vorstellungen, Fragen und Ideen besprechen lassen.

 

 

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