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Neuigkeiten & Termine

Rund drei von vier Unternehmen sind aktiv in beruflicher Weiterbildung

destatis

Fünfte Europäische Erhebung über die berufliche Weiterbildung in Unternehmen (CVTS5) erschienen 

77 Prozent der deutschen Unternehmen nutzten im Jahr 2015 Weiterbildungsmaßnahmen zur Qualifizierung ihrer Beschäftigten. Wie das Statistische Bundesamt mitteilt, ist der Anteil der weiterbildenden Unternehmen gegenüber 2010 damit um 4 Prozentpunkte gestiegen. Im Jahr 2015 boten 62 % der Unternehmen die klassische Form der Weiterbildung mit Lehrveranstaltungen in Form von Lehrgängen, Kursen und Seminaren an. 74 % der Unternehmen setzten andere Formen der betrieblichen Weiterbildung ein wie etwa Informationsveranstaltungen, Job-Rotation und selbstgesteuertes Lernen beispielsweise durch E-Learning.

Dies geht aus der Fünften Europäischen Erhebung über die berufliche Weiterbildung in Unternehmen hervor, die in allen Mitgliedstaaten der Europäischen Union sowie Norwegen und der ehemaligen jugoslawischen Republik Mazedonien durchgeführt wurde. In Deutschland wurden rund 12.000 Unternehmen mit 10 und mehr Beschäftigten aus nahezu allen Wirtschaftsbereichen befragt.

Das Weiterbildungsangebot ist abhängig von der Unternehmensgröße. Während etwa die Hälfte (53 %) der Unternehmen mit 10 bis 19 Beschäftigten Lehrveranstaltungen angeboten haben, waren es 96 % der Unternehmen mit 1.000 und mehr Beschäftigten. Im Durchschnitt verbrachten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer 22 Stunden im Jahr in Lehrgängen, Kursen oder Seminaren. Bei knapp zwei Drittel (63 %) der Teilnahmestunden handelte es sich um interne Lehrveranstaltungen, bei gut einem Drittel (37 %) um externe Lehrveranstaltungen.

Je teilnehmender Person entstanden den Unternehmen, die Lehrveranstaltungen anboten, Kosten in Höhe von 1.793 Euro. Die Weiterbildungskosten je Beschäftigten lagen in Unternehmen mit Lehrveranstaltungen bei 801 Euro.

Den größten Anteil an den Weiterbildungskosten hatten mit 47 % die Personalausfallkosten, das heißt die Lohnkosten der Teilnehmerinnen und Teilnehmer. 31 % der Kosten entfielen auf Zahlungen und Gebühren an Weiterbildungsanbieter sowie auf Kosten für externes Weiterbildungspersonal in internen Veranstaltungen. Vergleichsweise geringe Kosten (11 %) entstanden den Unternehmen für internes Weiterbildungspersonal. Weitere 11 % entfielen auf Kosten für Räume und Ausstattung, Unterrichtsmaterial und Reisekosten.

(21.07.2017, prh)

Berufliche Weiterbildung in Unternehmen (PDF, 110 Seiten)

 

Die richtige Lernform finden: Der Weiterbildungsguide bietet Hilfe

Weiterbildungsguide

Wer nach einem passenden Weiterbildungsangebot sucht, muss zunächst eine Lernform auswählen. Soll es ein Präsenzkurs zu festen Zeiten und mit festen Teilnehmern sein? Ist vielleicht ein Fernlehrgang geeigneter? Kommt ein Onlinekurs in Frage?

Um diese Entscheidung zu treffen, reichen Flexibilität, Medienverfügbarkeit oder Kosten als Auswahlkriterien nicht aus. Zu beachten sind eine Reihe weiterer Faktoren wie die eigenen Lernvorlieben oder die Unterstützung durch das familiäre Umfeld.

Um Anhaltspunkte zu bekommen, welche Lernformen für jemanden mehr und welche weniger geeignet sind hat die Stiftung Warentest nun ein eigenes Tool »Lernformen« entwickelt. Mit Hilfe von 22 Fragen können Bildungsinteressierte herausfinden, ob sie besser vor Ort mit Dozent, unterwegs mit Tablet oder zu Hause per Fernunterricht lernen. Als Ergebnis wird ein Score für jede der im Tool berücksichtigten Lernformen ausgegeben sowie eine Kurzbeschreibung, was unter diesen Lernformen zu verstehen ist.

Das Tool »Lernformen« ist eingebettet in den Weiterbildungsguide der Stiftung Warentest, der Verbraucher in der Planung und Realisierung ihrer Bildungsvorhaben unterstützt. Neben dem neuen Tool bietet der Guide zahlreiche weitere interaktive Applikationen zu Themen wie Fördermöglichkeiten, Bildungsurlaub oder Angebotscheck sowie zahlreiche redaktionelle Informationen rund um das Thema Weiterbildung.

(21.07.2017, prh)

Weiterbildungsguide: Tool »Lernformen«

Weiterbildungsguide: Startseite

 

Bildungsprämie mit neuen Förderkonditionen

Bildungspraemie2

Größerer Einsatzbereich, keine Altersgrenze, jährliche Förderung: Dank neuer Förderkonditionen für das Bundesprogramm Bildungsprämie erhalten seit dem 1. Juli 2017 noch mehr Menschen die Chance auf finanzielle Unterstützung für Weiterbildungen.

Erfolg im Beruf setzt eine gute Ausbildung voraus – aber auch die Bereitschaft, sich ein Leben lang weiterzubilden. Mit dem Bundesprogramm Bildungsprämie unterstützt das Bundesbildungsministerium Menschen auf ihrem Bildungs- und Aufstiegsweg. Ab Juli 2017 gibt es neue Förderkonditionen: Dadurch bekommen noch mehr Interessierte die Chance auf finanzielle Unterstützung. Darüber hinaus können Prämiengutscheine bis Ende 2020 eingesetzt und bis Ende 2021 abgerechnet werden.

Weiterbildungsinteressierte können künftig ohne Altersbegrenzung einen Prämiengutschein der Bildungsprämie erhalten. Damit öffnet sich die Bildungsprämie auch für Altersrentner und Pensionäre, die nach dem sogenannten »Flexirentengesetz« einen flexiblen Einstieg in die Rente wählen, sowie für Erwerbstätige unter 25 Jahren. Ausschlaggebend ist allein der Erwerbsstatus (mindestens 15 Stunden pro Woche) und das zu versteuernde Einkommen (nicht mehr als 20.000 Euro bzw. 40.000 Euro bei gemeinsamer Veranlagung).

Wer sich weiterbilden möchte, kann ab sofort jedes Jahr die Bildungsprämie erhalten. Bisher war dies nur alle zwei Jahre möglich. Auch der Einsatzbereich des Prämiengutscheins wurde ausgeweitet: In den meisten Bundesländern können jetzt auch Maßnahmen mit Gesamtkosten von mehr als 1.000 Euro gefördert werden

Das Bundesprogramm Bildungsprämie richtet sich an Personen mit geringem Einkommen. Die Prämie fördert individuelle berufsbezogene Weiterbildung unabhängig vom Arbeitgeber, um Menschen dabei zu helfen, ihre beruflichen Ziele zu verwirklichen. Die Förderung beträgt 50 Prozent der Veranstaltungskosten. Sie ist auf maximal 500 Euro begrenzt. Das Programm besteht seit 2008. Es wird vom Bundesbildungsministerium und dem Europäischen Sozialfonds (ESF) gefördert. Bisher sind über 300.000 Gutscheine der Bildungsprämie ausgegeben worden.

QUELLE: BMBF

(17.07.2017, prh/bmas)

Weiterführende Informationen

 

WeiterLernen: BMAS veröffentlicht »Werkheft 03«

BMAS2

Mit dem dritten Werkheft »WeiterLernen« geht das Bundesministerium für Arbeit und Soziales (BMAS) der Frage nach Qualifikationsbedarfen und -formen für die Arbeit der Zukunft nach. Expertinnen und Experten aus Wissenschaft und Praxis geben in der neu erschienenen Ausgabe der Werkheft-Reihe Einblicke in aktuelle Trends und diskutieren die Bedeutung von Fort- und Weiterbildung für den Einzelnen, für Unternehmen und für die Gesellschaft.

Im Rahmen des Dialogprozesses »Arbeiten 4.0« hat das BMAS mit der Werkheft-Reihe eine Plattform für den fachlichen Austausch über die Zukunft der Arbeit geschaffen. Nachdem sich die ersten beiden Ausgaben der Digitalisierung und Flexibilisierung der Arbeit gewidmet haben, greift das dritte Werkheft ein weiteres gesellschaftlich wichtiges Thema auf: Weiterbildung und Qualifizierung.

Die Autorinnen und Autoren nähern sich in ihren Beiträgen dem Thema »WeiterLernen« auf drei Ebenen: Zunächst geht es um das Lernen des Einzelnen, um seine Kompetenzen und die Anforderungen in unterschiedlichen Lebensphasen. Zweitens findet Lernen auf Unternehmensebene statt. So können zum Beispiel Lern- und Experimentierräume in Betrieben die Möglichkeit bieten, außerhalb des »Normalbetriebs« Innovationen und Veränderungsprozesse zu entwickeln und zu probieren. Drittens betrachten die Autorinnen und Autoren den Wissenstransfer auf gesellschaftlicher Ebene und machen Vorschläge für die Weiterentwicklung bestehender Aus- und Weiterbildungsstrukturen.

Hintergrund
Die Werkhefte begleiteten den Dialogprozess Arbeiten 4.0, boten Einblick in die Diskurslage zu den Schwerpunktthemen der jeweiligen Ausgaben und bilden eine erweiterte Plattform für den fachlichen Austausch über die Zukunft der Arbeit.

(17.07.2017, prh)

Werkheft herunterladen (PDF, 176 Seiten)

 

Digitalisierung als Chance für die betriebliche Weiterbildung

Wuppertaler Kreis 2

Wuppertaler Kreis legt Trendstudie 2017 vor 

Der Wuppertaler Kreis e.V. – Bundesverband betriebliche Weiterbildung ist nach eigenen Angaben der Verband der führenden Weiterbildungseinrichtungen der Wirtschaft. Die Bildungsdienstleister blicken auf ein ausgesprochen erfolgreiches Geschäftsjahr zurück. Die meisten Institute haben sowohl bei den Teilnehmerzahlen offener Seminare als auch bei den Auftragseingängen für firmeninterne Seminare Zuwächse erzielt. Der jährlich ermittelte Geschäftslage-Indikator Weiterbildung des Wuppertaler Kreises spiegelt mit einem Wert von 121 Indexpunkten dieses positive Bild. Gegenüber dem Vorjahreswert von 113 Punkten ist dieser Indikator noch einmal gestiegen und zeigt die positiven Erwartungen der Weiterbildungsunternehmen der Wirtschaft.

Aus Sicht der Bildungsunternehmen sind es dabei besonders die mit der Digitalisierung verbundenen Entwicklungen, die Anforderungen an die betriebliche Weiterbildung stellen. Wenn Geschäftsmodelle grundlegend neu ausgerichtet werden, müssen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter befähigt werden, diese Entwicklung mitzugestalten. Weiterbildung leistet einen Beitrag dazu, diese Veränderungen in den Betrieben umzusetzen. Es kommt hier darauf an, Qualifizierung und aktives Change Management von Anfang an in den Blick zu nehmen.

Vielfältige Weiterbildungsmöglichkeiten und die Gestaltung einer Lernorganisation im Unternehmen sind Herausforderungen, die von Weiterbildungsdienstleistern in Zusammenarbeit mit den Betrieben entwickelt werden. Ihr Auftrag ist es, Bildungsangebote arbeitsplatznah auf Lernplattformen zur Verfügung zu stellen, die dann selbstgesteuert und bedarfsorientiert von den Mitarbeitern abgerufen werden.

Dabei kommt es bei den Weiterbildungsanbietern darauf an, die Chancen der Digitalisierung auch im eigenen Unternehmen zu nutzen und ihr Angebot digital auszurichten. Weiterbildungsunternehmen werden sich dabei zu »full service«-Anbietern entwickeln, die neben dem traditionellen Bildungsangebot ein breites Spektrum an mediengebundenen Bildungsformaten – wie z.B. Blended Learning, Angebote auf Lernplattformen, Simulationen etc. – anbieten, die in die zunehmend ebenfalls digitalisierten Personalentwicklungsprozesse der Unternehmen eingebunden werden.

Bei der dynamischen Entwicklung der Unternehmen sind Führungskompetenzen weiterhin gefragt, so dass Angebote für Führungskräfte – z.B. Beratungs- und Coaching-Fähigkeiten sowie Teamentwicklung – im Angebot der Weiterbildungsdienstleister eine weiterhin wichtige Rolle spielen. Auch Angebote zur Bewältigung besonders herausfordernder Führungssituationen, wie z.B. die Führung international verteilter Teams nehmen in Zukunft an Bedeutung noch zu. (10.07.2017, wkr/prh)

Zu den Ergebnissen der Umfrage (PDF, 29 Seiten)

 

Förder­leistungen des Meister-BAföGs 2016 um 3,2 Prozent gestiegen

destatis

Im Jahr 2016 standen insgesamt 576 Millionen Euro an Förderleistungen im Rahmen des Aufstiegsfortbildungsförderungsgesetzes (Aufstiegs-BAföG – vormals Meister-BAföG) zur Verfügung. Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) mitteilt, waren das 3,2 % (18 Millionen Euro) mehr als 2015.

Mit dem Aufstiegs-BAföG werden Teilnehmerinnen und Teilnehmer an Maßnahmen der beruflichen Aufstiegsfortbildung durch Beiträge zu den Kosten der Bildungsmaßnahme und zum Lebensunterhalt finanziell unterstützt.

Rund 360 Millionen Euro der Förderleistungen entfielen auf Darlehen und 216 Millionen Euro auf Zuschüsse. Die Geförderten erhielten Zuschüsse insbesondere zur Finanzierung der Lehrgangs- und Prüfungsgebühren (90 Millionen Euro), für den Lebensunterhalt (116 Millionen Euro), für den Kindererhöhungsbetrag (8 Millionen Euro) und zur Kinderbetreuung (1 Million Euro).

Die Darlehen wurden für Lehrgangs- und Prüfungsgebühren (159 Millionen Euro), für den Lebensunterhalt (190 Millionen Euro), für den Kindererhöhungsbetrag (8 Millionen Euro), für die Kosten während der Prüfungsvorbereitungsphase (2 Millionen Euro) bewilligt. Ob die Förderungsberechtigten die bewilligten Darlehen in Anspruch nehmen, können sie frei entscheiden. Insgesamt überwies die Kreditanstalt für Wiederaufbau an die Geförderten im Jahr 2016 Darlehen in Höhe von rund 260 Millionen Euro.

Die Zahl der Empfängerinnen und Empfänger von Aufstiegs-BAföG war 2016 mit knapp 162.000 Geförderte nahezu unverändert zum Vorjahr (- 0,2 %). Etwa zwei Drittel der Geförderten waren Männer. Ihre Zahl nahm gegenüber 2015 um 2,2 % auf 108.000 ab. Die Zahl der Frauen mit »Aufstiegs-BAföG« stieg hingegen im gleichen Zeitraum um 4,2 % auf 54.000.

Die gefragtesten Berufe mit einer Fortbildungsmaßnahme nach dem Aufstiegs-BAföG waren 2016 – ähnlich wie in den Vorjahren – bei den Männern der geprüfte Industriemeister Metall, gefolgt vom staatlich geprüften Maschinenbautechniker und neu an dritter Stelle dem staatlich geprüften Elektro-Techniker. Die häufigsten Berufe bei den Frauen waren die Erzieherin, gefolgt von der geprüften Wirtschaftsfachwirtin und der Friseurmeisterin.

(10.07.2017, prh)

vergleiche BMBF-Stellungnahme zur AFBG-Statistik 2016 ...

 

EU-Kommissar Oettinger regt Gutscheine zur digitalen Weiterbildung an

Bildung solle Ängste nehmen und "eine Gegenbewegung zu Populismus, Protektionismus und Nationalismus" initiieren, sagte EU-Haushaltskommissar Günther Oettinger.

"Digitalisierung, Automatisierung und Globalisierung lassen sich nicht aufhalten, wohl aber gestalten. Daher muss es uns gelingen, die Trends für möglichst alle Menschen begreifbar zu machen und sie in diesen Dingen weiterzubilden", sagte EU-Haushaltskommissar Günther Oettinger in einem Interview mit dem Magazin DUB Unternehmer. Vor diesem Hintergrund fordert er Bildungsgutscheine für alle und Investitionen in Höhe von 500 Milliarden Euro in die digitale Infrastruktur. Der vormalige Digitalkommissar Oettinger ist seit Oktober 2006 für den EU-Haushalt zuständig.

Bildung solle Ängste nehmen und "eine Gegenbewegung zu Populismus, Protektionismus und Nationalismus" initiieren, sagte Oettinger weiter. "Diese leben ja von der Angst vor Veränderung durch Automation, Digitalisierung, Globalisierung." Zurzeit sähen noch viel zu wenige Tarifverträge Zeit zur digitalen Weiterbildung vor. Die 500 Milliarden Euro sollen in Glasfasernetze und 5G-Technik gesteckt werden, damit die EU gegenüber den USA und Asien wettbewerbsfähig bleibe. (27.06.2017, wp)

Quelle: Heise Online News

 

25 Jahre erfolgreiche Weiterbildungsinformation und Weiterbildungsberatung in Mecklenburg-Vorpommern

Der Verein zur Förderung der Weiterbildungs-Information und Beratung - WIB - e.V. feierte am Mittwoch, den 21. Juni 2017, mit einer Festveranstaltung sein 25-jähriges Jubiläum. „Mit der Gründung des Vereins wurde der Grundstein für eine umfassende Weiterbildungsinformation und Weiterbildungsberatung gelegt. Das Projekt des WIB e.V., die Weiterbildungsdatenbank für Mecklenburg-Vorpommern, hat sich etabliert und ist ein nicht mehr weg zu denkendes Informationsinstrument für die Menschen und für die Unternehmen in unserem Land geworden.“ sagte Gerhard Bley, Leiter der Abteilung Arbeit im Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Gesundheit, vor Ort.

Angesichts des anhaltenden Wandels in allen Bereichen des Lebens ist Lebenslanges Lernen Grundprinzip geworden und wird in Zukunft noch viel stärker gefragt sein. Anforderungen an die Menschen in allen Bereichen werden ständig wachsen. „Die Lebens- und vor allem die Arbeitswelt verändern sich rasant.“ erläuterte Arp Fittschen, Vorstandsvorsitzender des WIB e.V. „Ausbildung – Beruf – Rente: Was lange Zeit als Modell einer individuellen Berufslaufbahn Bestand hatte, ist mittlerweile fast schon zum Sonderfall geworden. Die Beschäftigten werden älter, immer mehr Menschen mit Zuwanderungsgeschichte kommen in die Unternehmen, Maschinen ersetzen teilweise die Arbeit, teilweise schaffen sie neue Tätigkeitsanforderungen. Die Halbwertzeit von Kenntnissen und Kompetenzen wird kürzer. Kontinuierliche Weiterbildung ist der Schlüssel zu Erfolg und Lebensqualität. Lebenslanges Lernen ist längst nicht mehr Kür, sondern Notwendigkeit“ so der Vorstandsvorsitzende.
 

weiterbildung-mv.de, Die Weiterbildungsdatenbank für Mecklenburg-Vorpommern

Weiterbildungsinformation und Weiterbildungsberatung, das sind seit 1992 Vereinszweck und Projektauftrag des Vereins WIB e.V. Die Zielsetzung der Projektarbeit ist der Betrieb der Weiterbildungsdatenbank für Mecklenburg-Vorpommern. Was zunächst mit einer aufwändigen Datensammlung über Bildungsanbieter und ihre Angebote begann, hat sich zu einer inhaltlich und technisch ausgereiften Datenbank mit vielen Zusatzinformationen rund um das Thema Weiterbildung entwickelt. Seit dem Jahr 2000 wird die Weiterbildungsdatenbank im Internet unter der Adresse www.weiterbildung-mv.de betrieben. Die in Mecklenburg-Vorpommern einzigartige Website hat sich im Laufe der Jahre sehr gut positioniert und besitzt eine hohe Reichweite. Monatlich recherchieren 7.700 Besucher auf der Website.

Die unabhängige Weiterbildungsinformation und -beratung in Gestalt der Weiterbildungsdatenbank für Mecklenburg-Vorpommern spielt eine wesentliche Rolle, um den Zugang zu Bildung und Qualifizierung zu ermöglichen und zu erleichtern. Mit der Weiterbildungsdatenbank für Mecklenburg-Vorpommern wird die Fülle an Informationen über Weiterbildungsmöglichkeiten gebündelt - und gleichzeitig transparent und zugänglich gestaltet. In Ergänzung zum breitgefächerten Angebot auf weiterbildung-mv.de unterstützt eine individuelle und anbieterunabhängige Orientierungsberatung bei der Recherche nach Bildungsanbietern und Weiterbildungsangeboten und beantwortet Fragen rund um das Thema Weiterbildung. Über 1.000 Beratungen pro Jahr machen deutlich, dass ein hoher Beratungsbedarf vorhanden ist und Beratung im Kontext Weiterbildung in unserem Land enorm an Bedeutung gewinnt.

Die Weiterbildungsdatenbank für Mecklenburg-Vorpommern wird nach dem Weiterbildungsförderungsgesetz M-V durch das Land Mecklenburg-Vorpommern, Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Gesundheit aus Mitteln der Europäischen Union, Europäischer Sozialfonds, gefördert. (26.06.2017, WP)

Quelle: Pressemitteilung des Vereins zur Förderung der Weiterbildungs-Information und Beratung - WIB - e.V.

 

Hochschulkompass erweitert und optimiert

Hochschulkompass2

Der Kompass durch die Hochschulwelt ist gründlich überholt worden und jetzt mit einem komplett überarbeiteten Auftritt online: Unter www.hochschulkompass.de bietet die Hochschulrektorenkonferenz (HRK) nun auch kompakte Informationen über Profile und Selbstverständnis einzelner Hochschulen.

Der neue Kooperationspartner ARD-alpha ermöglicht, dass die von ihm produzierten »Hochschulvisitenkarten« ergänzend in den Hochschulkompass eingebunden werden. Bislang sind 70 dieser Filmbeiträge verfügbar, weitere werden folgen.

Der HRK-Hochschulkompass ist nach eigenen Angaben das derzeit umfassendste bundesweite Studieninformationsportal. Als einziges Portal beruht er auf autorisierten Selbstauskünften der Hochschulen.

Neben den Studieninformationen bietet das Portal Daten der Ansprechpartner in den Hochschulen von Leitung über Pressestelle bis zu Auslandamt sowie Informationen über Promotionsmöglichkeiten und internationale Kooperationen. Hinzu kommt ein Studium-Interessentest, eine Studienplatzbörse für Restplätze jeweils am Ende der Zulassungsphase und schließlich eine WG-Suche.

Gerade für Studieninteressierte soll damit die Orientierung in der komplexen deutschen Hochschullandschaft erleichtert und besser erfahrbar werden.

Ebenfalls neu ist eine zusätzliche Möglichkeit für Studieninteressierte, sich ihrer Auswahl von Studienangeboten zu nähern: Unter dem Navigationspunkt »Studienbereiche kennenlernen« werden neun Fächergruppen und fast alle 80 Studienbereiche mit ihren Besonderheiten und Anforderungen beschrieben.

Auch die Nutzung des Hochschulkompass' mit mobilen Endgeräten konnte nun optimiert werden.

Hintergrund
Partner wie der Deutsche Akademische Austauschdienst, die Deutsche Forschungsgemeinschaft oder der Akkreditierungsrat nutzen die Daten ebenso wie etwa die Bundesagentur für Arbeit, Zeit Online und Spiegel Online. Der Hochschulkompass verzeichnet monatlich weit über 200.000 Besuche, gemeinsam mit den Partnern sind es über 500.000 Visits. Die Weiterentwicklung des Kompasses erfolgt seit Jahren in enger Zusammenarbeit zwischen HRK, dem Bundesverband Hochschulkommunikation und der Gesellschaft für Information, Beratung und Therapie an Hochschulen.

(19.06.2017, prh/hrk)

Zum Hochschulkompass

 

Kaufmännische Abschlüsse: Weiterbildungsguide der Stiftung Warentest hilft bei der Orientierung

Weiterbildungsguide

Unübersichtlich und verwirrend ist der Weiterbildungsmarkt. Es gibt etliche Angebote und noch mehr Abschlüsse, besonders im kaufmännischen Bereich. Wer hier einen Weiterbildungsabschluss machen will, kann schnell verzweifeln.

Die Stiftung Warentest nimmt ihn nun an die Hand. In ihrem Weiterbildungsguide zeigt sie die Optionen für Kaufleute und Nicht-Kaufleute, die auf der Karriereleiter den nächsten Schritt gehen wollen. Ein neues, interaktives Tool auf dem Portal hilft zudem, unter 130 Möglichkeiten den passenden Abschluss zu finden.

Der Weg nach oben kann ganz unterschiedlich aussehen. Manch einer braucht Fachwissen in einem spezialisierten Bereich wie etwa Logistik, Tourismus oder Handel, ein anderer ein BWL-Studium. Fest steht: der betriebswirtschaftliche Abschluss kann den Marktwert kräftig erhöhen. Doch wo suchen, wie finden? Die Weiterbildungsexperten der Stiftung Warentest haben sich der Sache angenommen und die vorhandenen Möglichkeiten sondiert und fachlich bewertet. Ein interaktives Tool hilft bei der Entscheidung für den passenden Abschluss. Denn nichts wäre ärgerlicher, als sich ins Ungewisse hinein weiterzubilden, zumal eine solche Zusatzausbildung auch richtig ins Geld gehen kann.

Aufstiegsfortbildungen bereiten gezielt auf Führungspositionen vor oder liefern das nötige Spezialwissen für die nächste Sprosse der Karriereleiter. Sie sind gesetzlich geregelt und damit staatlich anerkannt. Der Weiterbildungsguide hat aber auch weitere Möglichkeiten, vor allem für Nichtkaufleute, einbezogen, etwa den Europäischen Wirtschaftsführerschein oder Abschlüsse, die man an Volkshochschulen erwerben kann.

(18.06.2017, stwt)

Alle Informationen zum Thema kaufmännische Weiterbildungsabschlüsse

 

Bundestagswahl 2017: Wahlprüfsteine der Volkshochschulen

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Weiterbildung muss Wahlkampfthema werden. Unter dieses Motto stellt der Deutsche Volkshochschul-Verband (DVV) seine Wahlprüfsteine zur Bundestagswahl.

Die Wahlen insbesondere in USA und Frankreich haben gezeigt, wie eine Mischung aus Wut und mangelnder Bildung den Populismus stärkt. »Wir erwarten, dass sich alle demokratischen Parteien in Deutschland entschieden für gesellschaftlichen Zusammenhalt einsetzen«, sagt Ulrich Aengenvoort, Direktor des DVV. Eine kraftvolle Weiterbildungsoffensive sei ein entscheidender Beitrag.

Die Volkshochschulen und ihre Verbände erwarten, dass Bund, Länder und Kommunen die Weiterbildung endlich zur gemeinsamen Sache erklären. Es sei überfällig, dass ein kooperativer Föderalismus das unzeitgemäße Kooperationsverbot in Bildungsfragen ablöse. Damit Lernen nicht nach der Berufsausbildung endet und sich mehr Menschen bis ins hohe Alter weiterbilden, müsse der Bund finanzielle Anreize schaffen, beispielsweise durch Weiterbildungs-BAFöG oder bessere steuerliche Absetzbarkeit.

Auch sei ein entschlosseneres Vorgehen nötig, um die alarmierend hohe Zahl von 7,5 Millionen funktionalen Analphabeten in Deutschland zu verringern. Dazu bedürfe es breit angelegter Förderprogramme mit angemessener finanzieller Ausstattung. »Deutschland braucht außerdem eine staatliche Stärkung des zweiten Bildungswegs«, betont Aengenvoort. Ohne Schulabschluss sei eine eigenständige finanzielle Existenzsicherung kaum möglich. Deshalb müsse jeder Erwachsene die Möglichkeit haben, Schulabschlüsse nachzuholen - unabhängig von Alter, Erwerbs- und Aufenthaltsstatus oder nationaler Herkunft.

»Weiterbildung trägt maßgeblich dazu bei, dass niemand ins gesellschaftliche Abseits gerät«, so Aengenvoort weiter. Mit dem bundesweit flächendeckenden Netz an Einrichtungen gebe es in Deutschland eine hervorragende Infrastruktur, um Begegnung, Austausch und politische Teilhabe zu fördern. »Wir müssen Menschen befähigen, die Welt und ihre Veränderungen zu begreifen. Unverständnis, Rückzug und Radikalisierung dürfen nicht die Oberhand gewinnen«, fordert Aengenvoort abschließend.

(13.06.2017, prh/dvv)

VHS-Wahlprüfsteine 2017 (PDF, 7 Seiten)

 

Digitalisierung: Fast 40 Prozent sagen: Weiterbildung ist das Top-Thema

Hans Boeckler Stiftung2

Weiterbildung ist für die Menschen in Deutschland ein zentrales Thema, um den digitalen Wandel in der Arbeitswelt zu gestalten. Das ergibt eine repräsentative Umfrage im Auftrag der Hans-Böckler-Stiftung für die Kommission »Arbeit der Zukunft«.

Von insgesamt 9.178 durch die Meinungsforscher von Civey Befragten sprechen sich 38 Prozent für die verstärkte Beachtung des Themas Weiterbildung aus. Über 16 Prozent der Deutschen sind der Meinung, dass vor allem die globale Perspektive und die Zuwanderung im Zuge der digitalen Transformation verstärkt beachtet werden sollten. 11,2 Prozent stellen mehr Geschlechtergerechtigkeit in den Vordergrund.

Digitaler Wandel und Weiterbildung

Prof. Dr. Kerstin Jürgens, Soziologie-Professorin an der Universität Kassel, und zusammen mit dem DGB-Vorsitzenden Reiner Hoffmann Vorsitzende der Kommission »Arbeit der Zukunft«, betont die besondere Bedeutung der Weiterbildung in der Arbeitswelt der Zukunft: »Eine große Mehrheit hat erkannt, dass die Digitalisierung uns vor neue Herausforderungen stellt. Qualifizierung für die Beschäftigten ist der Schlüssel, um sie zu bewältigen und als tatsächlichen Fortschritt zu gestalten. Bislang wird in Deutschland viel zu wenig und zu wenig systematisch weitergebildet«.

Dazu, wie lebens- und berufsbegleitendes Lernen vom Staat, aber auch von der Wirtschaft für die Beschäftigten ermöglicht und ausgestaltet werden kann, wird die 32-köpfige Kommission »Arbeit der Zukunft« Ende Juni mit ihrem Abschlussbericht neue Denkanstöße geben.

Über zwei Jahre hinweg haben sich auf Initiative der Hans-Böckler-Stiftung die Expertinnen und Experten aus Wissenschaft, Gewerkschaften, Betriebsräten, der Bundesregierung, aus Unternehmen, aus Start-ups und Stiftungen unter anderem damit beschäftigt, wie Qualifizierung in der Arbeitswelt von morgen organisiert sein kann, um die Chancen der Digitalisierung zu nutzen.

(12.06.2017, prh)

 

Österreichische Weiterbildungsstudie: 90 Prozent sehen Bildungsbedarf bei digitalen Kompetenzen

PbEB2

Studie »Weiterbildung 2017«: Unternehmen investieren in Weiterbildung und rüsten sich für Digitalisierung 

Gestern, am 7. Juni 2017, fand in Österreich der »Tag der Weiterbildung« bereits zum neunten Mal statt. Veranstalter ist die »Plattform für berufsbezogene Erwachsenenbildung« (PbEB). Sie präsentierte dabei die Studie »Weiterbildung 2017«, für die von MAKAM Research Führungskräfte und Personalverantwortliche von 500 Firmen ab 20 Beschäftigten befragt wurden.

Die Ergebnisse: 9% der Betriebe halten sich selbst für »sehr gut« auf die Anforderungen der Digitalisierung vorbereitet, weitere 42% zumindest für »gut«. 43% sagten, sie seien »befriedigend« auf die kommenden Herausforderungen vorbereitet, immerhin 4% der Unternehmen gaben an, nur »genügend« gerüstet zu sein, und weitere 1% stufen es als »nicht genügend« ein, was im Unternehmen in puncto Digitalisierung geschehe.

Die Führungskräfte und Personalverantwortlichen wurden auch gefragt, welche Aspekte in puncto Digitalisierung aus ihrer Sicht besonders wichtig sind. Sehr große Bedeutung hat die IT- und Datensicherheit, die 84% der Befragten für sehr wichtig und weitere 13% für wichtig halten. Mit deutlichem Abstand dahinter folgen kaufmännisch-betriebswirtschaftliche Aspekte, wie etwa die Fähigkeit, den Einfluss der Digitalisierung in neuen Geschäftsmodellen mitzudenken.

90 Prozent wollen mehr Weiterbildung im Bereich digitale Kompetenzen

90% sehen großen Weiterbildungsbedarf im Bereich »Digitale Kompetenzen«. Beschäftigte sollen laut der Umfrage vor allem im Bereich IT-Sicherheit und Datensicherheit noch mehr digitale Kompetenzen erwerben – 60% orten hier großen Weiterbildungsbedarf. Wichtig sind außerdem kaufmännisch-betriebswirtschaftliche Aspekte der Digitalisierung (43%, z.B. Entwicklung neuer Geschäftsmodelle), technologische Aspekte (39%, z.B. Automatisierungstechnik), soziale Handlungskompetenzen (36%, z.B. kollaboratives Arbeiten) und kommunikativ-kreative Aspekte (34%, z.B. Webshops).

75% der Unternehmen haben im Bereich der Digitalisierung bereits Bildungsmaßnahmen gesetzt, und hier wiederum meist im Sicherheitsbereich. 50% der befragten Führungskräfte und PersonalistInnen planen weitere Bildungsmaßnahmen, um digitale Kompetenzen der Beschäftigten zu stärken.

Hohe Ambivalenz bei Unternehmen in puncto Digitalisierung

Bei der Frage, ob die zunehmende Digitalisierung eher positive oder negative Auswirkungen auf das Unternehmen habe, zeigten sich die Befragten optimistisch: Positiv werde sich die Digitalisierung vor allem auf die Arbeitseffizienz und Wettbewerbsfähigkeit des Unternehmens auswirken, sagen 65% bzw. 61% der Befragten. 58% glauben, dass die Qualität der Arbeitsleistung durch Digitalisierung steige, und 57% sind der Meinung, dass sich die Datensicherheit durch Digitalisierung verbessere.

»Generell ist die Ambivalenz der Unternehmen sehr hoch. Viele Führungskräfte geben an, dass die Digitalisierung in vielen Bereichen sowohl positive als auch negative Auswirkungen habe. Das heißt, die Unternehmen orientieren sich gerade erst. Weiterbildung wird daher gerade in puncto Digitalisierung zu einem klareren Blick auf das Thema beitragen«, erklärt PbEB-Sprecher Bayer. 18% der Betriebe wollen 2017 mehr für Weiterbildung ausgeben 18% der Unternehmen werden heuer mehr in Weiterbildung investieren. Im Gegensatz dazu planen nur 5% der Unternehmen, im laufenden Jahr weniger für Weiterbildung auszugeben als bisher. Die Weiterbildungsbudgets in den meisten Unternehmen bleiben heuer meist gleich: 69% der Unternehmen haben gleich viel Weiterbildungsbudget vorgesehen wie im Vorjahr.

»Die positive Entwicklung, die wir schon im Vorjahr beobachten konnten, setzt sich weiter fort. In Zeiten rascher Veränderungen wird die Qualifikation der Beschäftigten noch wichtiger«, sagt PbEB-Sprecher Mag. (FH) Christian Bayer. Wichtigste Weiterbildungsmaßnahmen: Verkauf/Marketing Wie bei den Untersuchungen der Vorjahre wurden die Unternehmen auch heuer wieder gefragt, welche Bedeutung sie einzelnen Weiterbildungsmaßnahmen zuordnen. Den größten Konkurrenzvorsprung erwarten sich die Unternehmen wie schon im Vorjahr durch Marketing- und Verkaufstrainings, gefolgt von Persönlichkeitsentwicklung und Weiterbildung in den Bereichen Technik und Produktion sowie Informatik und EDV-Anwendungen.

Hintergrund
Tag der Weiterbildung am 7. Juni
Am 7. Juni findet der »Tag der Weiterbildung« bereits zum neunten Mal in Österreich statt. Veranstaltet wird der »Tag der Weiterbildung« von der Plattform für berufsbezogene Erwachsenenbildung (PbEB). Sie will damit die Bedeutung der Weiterbildung und des lebenslangen Lernens aufzeigen.

Plattform für berufsbezogene Erwachsenenbildung
Die Plattform für berufsbezogene Erwachsenenbildung wurde im Jahr 2007 gegründet und ist eine freiwillige und unabhängige Vereinigung führender Anbieter berufs- und wirtschaftsbezogener Aus- und Weiterbildungsaktivitäten.

(08.06.2017, prh)

PbEB-Portal

 

Deutsche Arbeitnehmer haben großes Interesse an Weiterbildung

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Fortkommen im Job ist gefragt - mehr als 80% der deutschen Arbeitnehmer haben Interesse an beruflicher Weiterbildung. Bei den unter 40-Jährigen liegt der Wert mit über 90% sogar noch darüber. Mit steigendem Lebensalter sinkt der Wert etwas - bei den über 50-jährigen Angestellten sind es noch knapp drei Viertel, die Interesse signalisieren. Drei Viertel der Befragten geben an, dass sie bei ihrer letzten Weiterbildungsmaßnahme Fähigkeiten erworben haben, die ihnen im Berufsleben weiterhelfen.

Dies ist das Ergebnis einer Befragung von Indeed, der weltweit größten Jobseite, unter 1.064 Angestellten in Deutschland.

Bei der Mehrheit der Befragten kümmert sich der Arbeitgeber um entsprechende Weiterbildungen und schlägt passende interne oder externe Schulungen vor. Rund ein Drittel der Arbeitnehmer erhält keine Weiterbildungsangebote von Arbeitgeberseite, bei Arbeitern sind es sogar knapp über 50%.

Bei den Arbeitnehmern, die keine Weiterbildungsangebote vom Arbeitgeber erhalten, zeigen zwei Drittel auch keine Eigeninitiative, kümmern sich also selbst nicht um die eigene Fortentwicklung. »Aus Sicht der Arbeitnehmer ist Weiterbildung also offenbar eine Bringschuld des Arbeitgebers. Denn grundsätzliches Interesse besteht, aber es mangelt an der Eigeninitiative. Dabei müssten jeder Arbeitnehmer selbst am besten wissen, wo er sich verbessern oder weiterentwickeln kann«, sagt Frank Hensgens (Indeed).

 

Interesse an WB

 

Weiterbildung auch am Wochenende

50% der Befragten würden auch ein Wochenende für die eigene Weiterbildung investieren. Urlaubstage oder einen finanzielle Beitrag beizusteuern, liegen dagegen deutlich zurück. Etwa ein Drittel der Befragten ist überhaupt nicht bereit, in welcher Form auch immer, in die eigene Weiterbildung zu investieren. Je älter die Befragten Arbeitnehmer sind, umso weniger Bereitschaft besteht, selbst etwas einzubringen.

Geht es um die Anreize für eine Weiterbildung, so stehen fachliche/inhaltliche Themen und die persönliche Weiterentwicklung an der Spitze. Gerade für jüngere Arbeitnehmer ist der Punkt »Vorankommen beim gegenwärtigen Arbeitnehmer« besonders relevant - hier liegen die Werte deutlich höher als bei älteren Befragten.


Was gefragt wurde...

 

Haben Sie grundsätzlich Interesse an beruflicher Weiterbildung?
Ja: 83,7%
Nein: 16,3%

Macht Ihnen Ihr Arbeitgeber Weiterbildungsangebote?
Ja, interne Angebote: 56,2%
Ja, externe Angebote: 39,2%
Nein, keine Angebote: 33,1%

Wenn der Arbeitnehmer keine Weiterbildungsangebote macht, kümmern Sie
sich selbst um Ihre eigene Weiterbildung und schlagen Sie Ihrem
Arbeitgeber passende Angebote vor?
Ja: 33,2%
Nein: 66,8%

Wie viele Weiterbildungstage pro Jahr halten Sie für angemessen?
1-3: 35,4%
4-5: 33,5%
6-7: 17,9%
Mehr als 7: 13,3%

Wären Sie bereit, auch ganz konkret in die eigene Weiterbildung zu
investieren? (Mehrfachnennungen möglich)
Ja, ich würde das auch am Wochenende machen: 48,6%
Ja, ich würde dafür Urlaubstag(e) einsetzen: 17,1%
Ja, ich würde bis zu 10 Prozent der Kosten übernehmen: 25,2%
Ja, ich würde bis zu 25 Prozent der Kosten übernehmen: 10,5%
Ja, ich würde auch über 25 Prozent der Kosten übernehmen: 4,8%
Nein, dazu bin ich nicht bereit: 31,7%

Was sind für Sie die wichtigsten Argumente für eine Weiterbildung?
(Mehrfachnennungen möglich)
Fachliche Weiterentwicklung: 75,6%
Persönliche Weiterentwicklung: 66,0%
Vorankommen bei meinem gegenwärtigen Arbeitgeber: 42,4%
Insgesamt die Verbesserung meiner Karriere-Perspektive: 41,1%

Wenn Sie an Ihre letzte Weiterbildungsmaßnahme denken: Haben Sie das
Gefühl, dass Sie Fähigkeiten erworben haben, die Ihnen fortan im
Berufsleben geholfen haben?
Ja: 75,9%
Nein: 24,1%

Hintergrund
Die Umfrage unter 1.064 deutschen Arbeitnehmern wurde zwischen dem 24. April und 3. Mai 2017 durchgeführt.

(07.06.2017, prh)

 

Digitale Kompetenzen sind noch ausbaubar

Bundesbürger geben sich schlechte Noten in digitaler Kompetenz

Die Deutschen sehen in der Digitalisierung grundsätzlich eher eine Chance, halten ihre eigene Digitalkompetenz aber gerade mal für »ausreichend«. Das zeigt eine Umfrage des Digitalverbands Bitkom. Demnach geben 6 von 10 Befragten (60 Prozent) ab 14 Jahren an, dass sie die Digitalisierung als Chance sehen.
 
Allerdings gibt es deutliche Unterschiede zwischen den Altersgruppen. So sehen 76 Prozent der 14- bis 29-Jährigen die Digitalisierung als Chance, bei den Befragten ab 65 Jahre ist es mit 49 Prozent aber nur knapp jeder Zweite.
 
»Wenn wir über digitale Teilhabe sprechen, dann müssen wir feststellen, dass wir vor allem die ältere Generation bislang nicht mitgenommen haben«, sagte Bitkom-Präsident Thorsten Dirks. »Wir haben eine viel größere Aufgeschlossenheit gegenüber der Digitalisierung in der Gesamtbevölkerung bis einschließlich 64 Jahre als in der Generation 65 plus. Ein Grund dafür ist: Digitale Technologien spielen im Alltag dieser beiden Gruppen völlig unterschiedliche Rollen – die Jüngeren und die Älteren leben in unterschiedlichen Welten, Mitte der Sechzig ist ein tiefer Graben«.
 
Drei Viertel der 14- bis 29-Jährigen (77 Prozent) sagen, dass digitale Technologien für ihr privates Leben eine sehr große oder eher große Bedeutung haben, bei den Älteren ab 65 sind es gerade einmal 19 Prozent. 98 Prozent der 14- bis 29-Jährigen nutzen das Internet, um gezielt Informationen zu suchen, ebenfalls 98 Prozent schreiben E-Mails, 95 Prozent streamen Musik oder Filme, 86 Prozent kaufen online ein, 85 Prozent tauschen sich in sozialen Netzwerken aus und 69 Prozent nutzen neuere Smartphone-Apps wie Snapchat oder Slack. Bei denjenigen, die 65 Jahre oder älter sind, ist all das allenfalls eine Ausnahme.
 
Nur rund jeder Dritte sucht Informationen im Internet (36 Prozent) oder schreibt Mails (30 Prozent), jeder Fünfte streamt Musik oder Filme (21 Prozent) oder kauft online ein (19 Prozent), 12 Prozent nutzen Apps wie Snapchat und nur 6 Prozent tauschen sich in sozialen Netzwerken aus. »Die Älteren nutzen digitale Technologien nicht nur sehr viel seltener als Jugendliche und junge Erwachsene, sondern auch deutlich weniger als die Gesamtbevölkerung unter 65 und die benachbarte Alterskohorte von 50 bis 64 Jahren. Eine direkte Folge ist, dass viele digitale Anwendungen eher kritisch gesehen werden«, so Dirks.
 
84 Prozent der 14- bis 64-Jährigen sagen, dass digitale Technologien ihr Leben leichter machen, bei den Älteren sind es nur 34 Prozent. 81 Prozent in der Bevölkerung bis 65 geben an, dass sie dank digitaler Lösungen besseren Kontakt zu entfernt lebenden Freunden und Verwandten halten können, ab 65 Jahre liegt der Anteil nur bei 57 Prozent. Und 73 Prozent der Bis-65-Jährigen sagen, dass sie sich mit digitalen Technologien umfassend über das politische Geschehen informieren, bei den Älteren sind es mit 31 Prozent nicht einmal halb so viele.
 
Vorne sind die Älteren nur, wenn es um Ängste geht. So sorgen sich 61 Prozent, dass dank digitaler Technologien der Staat alles über sie wisse (14- bis 64-Jährige: 54 Prozent), 57 Prozent haben Angst, dass Fremde Einblick in ihr Privatleben erhalten könnten (14- bis 64-Jährige: 43 Prozent) und 55 Prozent haben Angst vor einem finanziellen Schaden durch Hacker (14- bis 64-Jährige: 54 Prozent). Und während nur 15 Prozent der 14- bis 64-Jährigen angeben, sie würden lieber in einer Welt ohne digitale Technologien leben, sind es bei den Älteren mit 36 Prozent mehr als doppelt so viele. Dirks: »Digitale Technologien können gerade älteren Menschen dabei helfen, ein selbstbestimmtes Leben zu führen. Es muss uns gelingen, diesen Nutzen in der Praxis besser erlebbar zu machen«.
 
Allerdings gibt es nicht nur in der älteren Generation Nachholbedarf. So geben sich die Bundesbürger im Durchschnitt nur die Schulnote »ausreichend« mit Blick auf ihre eigene Digitalkompetenz. Die Älteren ab 65 benoten sich sogar »mangelhaft«, aber selbst die Jungen von 14- bis 29-Jahre, die digitale Technologien besonders stark nutzen, schätzen ihr eigenes Können lediglich »befriedigend« ein.
 
»Angesichts der Offenheit für die Digitalisierung und der großen Bedeutung, die digitale Technologien in breiten Teilen der Bevölkerung für das eigene Leben spielen, muss dieses Ergebnis ein echtes Alarmsignal sein«, sagte Dirks. »Das Thema Bildung rund um digitale Technologien muss eine viel höhere Priorität als bisher bekommen, und zwar angefangen in der Schule bis hin zum dauerhaften Lernen im Unternehmen«.
 
Bitkom fordert einen digitalen Bildungspakt für Deutschland: »Alle Bildungseinrichtungen – von der Schule über die Hochschulen bis zu Aus- und Weiterbildungseinrichtungen – müssen ihre Lehrtätigkeit auf digitale Bildung ausrichten«, sagte Dirks. »Deutschland muss Vorreiter der digitalen Bildung werden«.
 
Hintergrund
Grundlage der Angaben ist eine Umfrage, die Bitkom Research durchgeführt hat. Dabei wurden 1.010 Bundesbürger ab 14 Jahren befragt, diese Umfrage ist repräsentativ.



(07.06.2017, prh/bitkom)

QUELLE: Nach einer BITKOM-Meldung

 

Berufliche Aus- und Weiterbildung für die digitalisierte Arbeitswelt

BIBBHermann-Schmidt-Preis 2017 ausgeschrieben: Bewerbungsfrist endet am 30. Juni 2017 

Die fortschreitende Digitalisierung der Arbeitswelt stellt Politik, Wirtschaft, Wissenschaft und Gesellschaft vor enorme Herausforderungen. Der Einsatz neuer digitaler Technologien wird die Arbeit von morgen verändern. Das vernetzte Lernen, Arbeiten und Kommunizieren wird sich auf Arbeitsanforderungen, Ausbildungsberufe und Berufsbilder, Fachkräftenachfrage, Lernformen und -umgebungen sowie nicht zuletzt auf die berufliche Weiterbildung auswirken.

Arbeit in der »Wirtschaft 4.0« erfordert von ausgebildeten Fachkräften ein Mehr an Qualitäts- und Verantwortungsbewusstsein, ein gesteigertes Verständnis für vernetzte betriebliche Abläufe, Zusammenhänge und Wertschöpfungsketten sowie ein hohes Maß an Kooperations-, Interaktions- und Abstraktionsfähigkeit.

Bei der Gestaltung einer »Berufsbildung 4.0« spielt das Bildungspersonal eine entscheidende Rolle – also Ausbildungsverantwortliche, AusbilderInnen und ausbildende Fachkräfte in den Betrieben sowie das Lehrpersonal in beruflichen Schulen und überbetrieblichen Bildungszentren. Sie planen und gestalten die Berufsausbildung auf der praktischen Ebene und müssen vor dem Hintergrund der sich verändernden Anforderungen ihre fachlichen und pädagogischen Qualifikationen ebenfalls anpassen.

Welche Konsequenzen ergeben sich hieraus für die künftige Organisation der beruflichen Aus- und Weiterbildung? Das Thema des diesjährigen Wettbewerbs um den »Hermann-Schmidt-Preis« lautet deshalb »Berufliche Aus- und Weiterbildung für die digitalisierte Arbeitswelt«. Mit dem Preis des Vereins »Innovative Berufsbildung e.V.«. werden gezielt Projekte und Initiativen prämiert, die innovative, beispielhafte und bewährte Konzepte und Modelle der beruflichen Aus- und Weiterbildung für die digitalisierte Arbeitswelt entwickelt und erfolgreich umgesetzt haben. Bewerbungsfrist ist der 30. Juni 2017. Der Verein »Innovative Berufsbildung e.V.«. wird getragen vom Bundesinstitut für Berufsbildung (BIBB) und dem W. Bertelsmann Verlag (wbv).

Bei einer Bewerbung sind folgende Bereiche von besonderem Interesse:

  • Innovative Ausbildungskonzepte zur Förderung digitaler Kompetenzen,
  • Innovative Weiterbildungskonzepte zur Förderung digitaler Kompetenzen,
  • Innovative Konzepte zur Qualifizierung des Ausbildungspersonals in Betrieb, überbetrieblicher Bildungsstätte und Berufsschule, um den Anforderungen der digitalisierten Arbeitswelt gerecht zu werden,
  • Projekte, Initiativen und Modelle der beruflichen Bildung, die im Zuge der Digitalisierung in Unternehmen und berufsbildenden Einrichtungen auf Grundlage veränderter Qualifikationsbedarfe erstmalig duale Berufsausbildung – in Einzelberufen oder grundsätzlich – initiiert haben und dabei innovative Lehr-/Lernkonzepte nutzen.

Die Innovationen können sich zum Beispiel auf lernortübergreifende, generationenübergreifende, arbeitsprozessorientierte und/oder arbeitsprozessintegrierte Maßnahmen beziehen.

Antragsberechtigt sind Betriebe, berufliche Schulen und berufliche Bildungseinrichtungen in Kooperation mit Betrieben und/oder beruflichen Schulen.

Der Hermann-Schmidt-Preis 2017 wird durch eine unabhängige Fachjury vergeben. Er ist mit einem Preisgeld in Höhe von 3.000 Euro dotiert. Darüber hinaus kann die Jury bis zu drei weitere Wettbewerbsbeiträge mit einem Sonderpreis auszeichnen, der jeweils mit 1.000 Euro dotiert ist.

Die Preisverleihung findet auf einer Veranstaltung im Herbst 2017 statt.

Der Verein »Innovative Berufsbildung e.V.«. lädt hiermit zur Teilnahme am Wettbewerb ein.

Die Bewerbungsunterlagen können angefordert werden bei:

Geschäftsstelle »Innovative Berufsbildung e.V.«
c/o Bundesinstitut für Berufsbildung (BIBB)
Leitungsbüro
Robert-Schuman-Platz 3
53175 Bonn
Telefon: 0228. 107-2833
Fax: 0228. 107-2981
E-Mail: leitungsbuero@bibb.de

Zum Hintergrund:
Ziel des 1996 vom Bundesinstitut für Berufsbildung (BIBB), Bonn, und dem W. Bertelsmann Verlag (wbv), Bielefeld, gegründeten gemeinnützigen Vereins »Innovative Berufsbildung e.V.«. ist es, innovative Entwicklungen in der Berufsbildungspraxis zu initiieren, zu fördern und öffentlich bekannt zu machen. Mit dem jährlich vom Verein verliehenen Hermann-Schmidt-Preis werden besondere Leistungen in ausgewählten Bereichen der beruflichen Bildung ausgezeichnet. Namensgeber des Wettbewerbs ist Prof. Dr. Hermann Schmidt, der von 1977 bis 1997 Präsident des BIBB war.

(19.05.2017, prh)

Weitere Informationen

 

Stiftung Warentest gibt Tipps zur Nutzung von Weiterbildungs­daten­banken

Stiftung Warentest2

Wer sich weiterbilden möchte, braucht Geduld: Das Angebot ist vielfältig, die Kurse sind oft teuer und die Versprechungen der Anbieter zahlreich.

Wo also sich informieren und wie richtig entscheiden? Gut strukturierte Daten­banken können dabei helfen, das passende Angebot ausfindig zu machen. Die Stiftung Warentest hat Weiterbildungs­daten­banken untersucht – zwei davon schneiden sehr gut ab, sechs nur mangelhaft.

In einem aktuellen Beitrag auf den test.de-Seiten wird ausführlich über die Ergebnisse dieser Untersuchung berichtet, bei der 68 Datenbanken getestet wurden. Sehr gut schnitten hierbei die sächsische Landesdatenbank Bildungsmarkt Sachsen und die Datenbanken des WISY-Systems ab.

Sechs Informationssystemen wurden »deutliche Mängel« bescheinigt. Die detaillierten Ergebnisse im Einzelnen sind auf dem Weiterbildungsguide der Stiftung Warentest einsehbar, wo auch Hinweise darüber zu finden sind, was eine gute Weiterbildungsdatenbank ausmacht und was bei der Kurssuche sonst noch zu beachten ist.

Das InfoWeb Weiterbildung hatte kürzlich bereits darüber berichtet, dass die Weiterbildungstests der Stiftung zum Jahresende eingestellt werden.

(17.05.2017, wt/prh)

Weiterbildungs­daten­banken: Wo Sie passende Kurse finden

Testergebnisse zu Weiterbildungsdatenbanken

siehe auch: Stiftung Warentest stellt Weiterbildungstests zum Jahresende ein

 

E-Learning ist Favorit bei deutschen Personalern

WBS Akademie

E-Learning spielt in der Weiterbildung eine zunehmend entscheidende Rolle – die Hintergründe beleuchtet eine aktuelle Forsa-Studie im Auftrag der WBS Akademie. Die Ergebnisse wurden als Whitepaper unter dem Titel »Sieben gute Gründe für eine berufliche Weiterbildung per E-Learning« veröffentlicht. Es zeigt, warum Personalverantwortliche in deutschen Unternehmen E-Learning als Weiterbildungsmethode mit dem höchsten Potenzial einschätzen.

Die Forsa-Studie wurde Ende 2016 im Auftrag der WBS Akademie erstellt. Hierfür wurden bundesweit rund 300 Personalverantwortliche zum Thema der berufsbegleitenden Weiterbildung befragt. Im Fokus standen dabei Fragen zur beruflichen Qualifikation von Mitarbeitern und Bewerbern, insbesondere im Hinblick auf das E-Learning.

Deutschlands Personaler halten E-Learner für motiviert, selbstständig, zielstrebig und gut organisiert

Dabei stellte sich heraus, dass Deutschlands Personaler Weiterbildung nicht nur als einen Weg schätzen, Mitarbeiter besser zu qualifizieren, sondern dass auch das Image des Arbeitgebers davon profitiert, wenn ein Unternehmen Weiterbildungsangebote macht. Dies hielten über 70 Prozent der Befragten für wichtig. Knapp die Hälfte schätzten dabei Online-Kurse als eine interessante Möglichkeit zur Qualifizierung der eigenen Mitarbeiter ein.

Als Vorteile wurden hier vor allem die zeitliche und räumliche Flexibilität genannt. Gleichzeitig gelten für die Personalverantwortlichen E-Learner als überdurchschnittlich motiviert und verantwortungsbewusst.

Die Erkenntnisse aus der Befragung lassen sich wie folgt zusammenfassen:

  • E-Learning ist Weiterbildungstrend Nummer 1
  • E-Learning bietet große Themenvielfalt
  • E-Learning gilt als Weiterbildungsmethode mit höchstem Potenzial
  • Weiterbildungsangebote machen Arbeitgeber für Bewerber attraktiv
  • E-Learner sind motiviert, selbstständig, zielstrebig und gut organisiert
  • Karrierechancen steigen durch Weiterbildung
  • Regelmäßige Weiterbildungen haben Einfluss auf die Besetzung von Führungspositionen


(15.05.2017, wbs/prh)

Zusammenfassung der Ergebnisse (PDF, 11 Seiten)

 

Weiterbildung hat ihren Preis

kursfinder2

Hier gibt’s finanzielle Unterstützung vom Bund 

Ein Blick auf die Kosten und schon ist für viele Weiterbildungsinteressierte die Entscheidung gefallen: Die Fortbildung passt nicht ins Budget. Den Wunsch, sich weiterzubilden, muss dennoch niemand aufgeben: Der Bund fördert berufliche Weiterbildungen mit verschiedenen Programmen. Von diesen profitieren nicht nur Arbeitnehmer. Auch Selbstständige, Berufsrückkehrer und Arbeitslose erhalten Unterstützung. Sie müssen sich im Förderdschungel nur zurechtfinden.

Die Rechnung geht auf: Wer sich regelmäßig weiterbildet, hat bessere Chancen auf dem Arbeitsmarkt. Doch der Besuch eines Lehrgangs kann schnell mal in die Tausende gehen. Das wird teuer, wenn der Chef nicht für die Kosten aufkommt. Deshalb gibt der Staat Finanzspritzen. Wer die Fördervoraussetzungen erfüllt, kann bei einer beruflichen Weiterbildung viel Geld sparen, ganz gleich, ob es sich bei der Fortbildung um ein Studium, eine Umschulung oder einen Sprachkurs handelt.

Am meisten profitieren Arbeitnehmer von den Förderprogrammen: Ob Bildungsgutschein, Prämien- oder Spargutschein, Aufstiegs-Bafög oder -stipendium, Weiterbildungsstipendium oder WeGebAU: Der Bund bietet ihnen auf vielfältige Weise Unterstützung. Doch was hat es mit den einzelnen Fördertöpfen auf sich?

Bildungsgutschein

Bei einem Bildungsgutschein kommt der Bund für 100 Prozent der Weiterbildungskosten auf. Auch die Fahrtkosten zum Kursort sowie Kosten für Verpflegung und Unterkunft können übernommen werden. Um von der Agentur für Arbeit einen Bildungsgutschein ausgestellt zu bekommen, müssen jedoch bestimmte Voraussetzungen erfüllt sein: Die Weiterbildung muss zu einer Rückkehr in den Arbeitsmarkt, zur Abwendung drohender Arbeitslosigkeit oder zum Nachholen eines fehlenden Berufsabschlusses beitragen.

Prämiengutschein

Der Prämiengutschein ist Teil des Programms Bildungsprämie. Gefördert werden Weiterbildungen, die bis zu 1.000 Euro kosten, mit maximal 500 Euro. Der Antragsteller muss über 25 Jahre sein und mindestens 15 Stunden die Woche erwerbstätig oder in Pflege- oder Elternzeit sein. Das maximal zu versteuernde Jahreseinkommen darf 20.000 Euro nicht übersteigen.

Spargutschein

Der Spargutschein ist ebenfalls Teil des Programms Bildungsprämie. Mit ihm haben Weiterbildungsinteressierte die Möglichkeit, Geld von ihrem Sparguthaben von vermögenswirksamen Leistungen vor Ablauf der Sperrfrist zu entnehmen, um damit längere und oft kostenintensivere Weiterbildungen zu finanzieren. Die Sparzulage bleibt erhalten.

Aufstiegs-Bafög

Wer eine Aufstiegsfortbildung absolviert, hat die Möglichkeit, zinsgünstige Darlehen und Zuschüsse, die nicht zurückgezahlt werden müssen, zu erhalten. Die Weiterbildung muss mindestens 400 Unterrichtsstunden umfassen. Für Kurs- und Prüfungsgebühren von bis zu 15.000 Euro erhalten die Fortbildungsteilnehmer 40 Prozent Zuschuss. Bei Bestehen der Prüfung werden 40 Prozent des auf die Kurs- und Prüfungsgebühren entfallenden Restdarlehens erlassen.

Aufstiegsstipendium

Dieses Programm richtet sich an Fachkräfte, die sich durch ein Erststudium beruflich weiterentwickeln wollen. Unabhängig vom Einkommen können Studierende in Vollzeit bis zu 815 Euro erhalten. Wer berufsbegleitend studiert, bekommt jährlich einmalig 2.400 Euro. Zu den Voraussetzungen eines Aufstiegsstipendiums gehört etwa ein Notendurchschnitt von 1,9 im Berufsabschlusszeugnis.

Weiterbildungsstipendium

Engagierte Fachkräfte unter 25 Jahren haben mit diesem Stipendium die Möglichkeit, eine fachbezogene berufliche Weiterbildung, etwa zum Fachwirt, oder eine fachübergreifende Qualifizierung, zum Beispiel einen Sprachkurs, zu machen. Die Fortbildung wird mit maximal 7.200 Euro – verteilt auf drei Jahre – gefördert, wenn der Stipendiat für zehn Prozent der Weiterbildung selbst aufkommt. Voraussetzung für die Förderung sind besondere Leistungen in der Ausbildung oder im Beruf.

WeGebAU

Das Förderprogramm »Weiterbildung Geringqualifizierter und beschäftigter älterer Arbeitnehmer in Unternehmen« (WeGebAU) richtet sich an ungelernte Beschäftigte oder welche, die ihren Beruf seit mindestens vier Jahren nicht mehr ausüben, sowie an Beschäftigte in kleinen und mittleren Unternehmen. Bei Geringqualifizierten übernimmt der Bund die vollen Lehrgangskosten, wenn die Weiterbildung zu einem Berufsabschluss führt. Bei älteren Beschäftigten trägt er 75 Prozent, sofern die Schulungszeit teils in die Arbeitszeit fällt. In allen anderen Fällen fördert er die Weiterbildung mit maximal 50 Prozent, wenn der Arbeitgeber für mindestens 50 Prozent der Kosten aufkommt.

QUELLE
Nach einer Meldung auf Kursfinder.de


(15.05.2017, kf/prh)

Suche nach Förderungen zur Weiterbildung

 

Neue Broschüre "Fördermöglichkeiten in der Weiterbildung" erschienen

Die Broschüre bietet allen Weiterbildungsinteressierten einen umfassenden Überblick über die verschiedenen Finanzierungs- und Fördermöglichkeiten in der Weiterbildung. Von staatlichen Förderungen des Bundes und der Länder über Finanzierungshilfen bis hin zur Bildungsfreistellung enthält sie vielfältige Informationen und praktische Tipps. Die Broschüre wurde von der Landesgruppe Rheinland-Pfalz und Saarland der Deutschen Gesellschaft für wissenschaftliche Weiterbildung und Fernstudium e.V. (DGWF) veröffentlicht, die darin beschriebenen Fördermöglichkeiten gelten i.d.R. für alle an Weiterbildung interessierten und nicht nur für die wissenschaftliche Weiterbildung.

Die Broschüre steht allen Interessierten ab sofort auf der Internetseite der DGWF kostenfrei als Download zur Verfügung. (04.05.2017, WP)

Download der Broschüre als PDF-Datei

 

In Neuigkeiten & Terminen

Zukunft Personal 2017 (Köln)

vom 19.09.2017 bis zum 21.09.2017

Aus der Selbstbeschreibung des Veranstalters:

Die Zukunft Personal in Köln ist Europas Hot Spot für HR-Entscheider: Der Marktplatz für Innovationen mit mehr als 730 Ausstellern und einem einzigartigen Programm mit rund 450 Vorträgen, Podiumsdiskussionen und interaktiven Formaten bietet Ihnen Weiterbildung auf höchstem Niveau. Das Themenspektrum reicht von Recruiting und Personaldienstleistungen über betriebliche Weiterbildung, Leadership und Arbeitsrecht bis hin zu Personal-Software und der Zukunft der Arbeitswelt.

Drei Tage lang stehen innovative Lösungen und Networking in der Personal-Community im Mittelpunkt: Geschäftsführer, Personalverantwortliche, Mitarbeiter von Personalabteilungen und Organisationsentwickler verschaffen sich auf der Zukunft Personal einen Überblick über den Markt an Produkten und Dienstleistungen und tauschen sich mit Fachkollegen über die Trends in der Personalarbeit aus. Erleben Sie ein Event, das mit internationalen Keynote-Speakern, Best-Practice-Vorträgen, wissenschaftlichen Beiträgen und interaktiven Formaten besticht!

 

Fachtagung »Qualifizierungen für Menschen mit Migrationshintergrund« (Berlin)

vom 21.09.2017 bis zum 21.09.2017

In der Fachtagung soll unter anderem der Frage nachgegangen werden, wie migrationsspezifische Qualifizierungsangebote optimal zu gestalten sind. Ausgehend von einem Blick zurück wirdd betrachtet, welche Schlussfolgerungen aus bisherigen Erfahrungen für den Umgang mit aktuellen Herausforderungen gezogen werden können – um sich daran anknüpfend mit neuen Entwicklungen und Trends bei migrationsspezifischen Qualifizierungen auseinanderzusetzen.

Gemeinsam mit Vertreterinnen und Vertretern aus der Qualifizierungspraxis, aus Wirtschaft, Politik und Wissenschaft sollen Herausforderungen migrationsspezifischer Qualifizierungen benannt und Neuerungen identifiziert werden. Diskutieren Sie mit, berichten Sie von Ihren Erfahrungen aus der Qualifizierungsarbeit und tauschen Sie sich mit weiteren handlungsfeldrelevanten Expertinnen und Experten aus.

Die Fachtagung ist Teil des Bundesprogramms »Integration durch Qualifizierung (IQ)«, das vom Bundesministerium für Arbeit und Soziales und dem Europäischen Sozialfonds gefördert und in Kooperation mit dem Bundesministerium für Bildung und Forschung und der Bundesagentur für Arbeit umgesetzt wird.

 

Berufsbildung 4.0 - Grundfragen, Stand und Perspektiven (Darmstadt)

vom 16.11.2017 bis zum 17.11.2017

»Vier Punkt Null« steht für Veränderungen aufgrund des Einsatzes moderner digitaler Technologien in der Arbeitswelt. In dem AG BFN-Forum soll die Berufsbildung im Rahmen von 4.0  erörtert werden. Diskutiert wird, wie sich der Einsatz moderner digitaler Technologien auf die Arbeitswelt und Berufsbildung auswirkt.

 

OEB 2017 (Berlin)

vom 06.12.2017 bis zum 08.12.2017

OEB 2017 ist die 23. globale, branchenübergreifende Konferenz für technologiegestützte Aus- und Weiterbildung.

Hier geht es um digitales Lernen in der Aus- und Weiterbildung. Jedes Jahr kommen auf der internationalen Veranstaltung über 2.200 Teilnehmer aus mehr als 100 Ländern aus den Bereichen Bildung, Wirtschaft und Politik zusammen, um sich über die neuesten Entwicklungen im Bereich digitales Lernen auszutauschen und neue Ideen sowie Konzepte voranzubringen.

 

ONLINE EDUCA (Berlin)

vom 06.12.2017 bis zum 08.12.2017

ONLINE EDUCA BERLIN 2017 - Internationale Konferenz für technologisch gestützte Aus- und Weiterbildung

Mit dem Themenspektrum: E-Learning, technologisch gestützte Ausbildung und Weiterbildung, Management und Organisation von E-Learning-Systemen, zukünftige Tools und Technologien, Web 2.0 und Social Networking, Generation Y, Millenials, Lehrkonzepte

 

Einmischen, positionieren, verbinden. Erwachsenenbildung und Öffentlichkeit (Bonn)

vom 12.12.2017 bis zum 12.12.2017

Das diesjährige »DIE-Forum Weiterbildung« findet am 12. Dezember im Katholisch-Sozialen Institut auf dem Michaelsberg in Siegburg statt.

Unter dem Motto »Einmischen, positionieren, verbinden« thematisiert das DIE-Forum Weiterbildung das Verhältnis von Erwachsenenbildung und Öffentlichkeit.

Der konstruktive Streit um gesellschaftlich relevante Themen wie Integration, Digitalisierung oder die Auseinandersetzung mit Rechtsextremismus ist notwendiger Bestandteil gesellschaftlichen Zusammenlebens. In den Debatten offenbaren sich die Vielfalt an Positionen und die Komplexität des Alltags. Erwachsenenbildung ist Teil dieser Öffentlichkeit: Sie schafft Räume für Begegnung und Austausch und hilft Menschen, am öffentlichen Diskurs teilzuhaben. Nicht zuletzt treten die Organisationen und Verbände der Erwachsenenbildung selbst als Stimme im öffentlichen Diskurs in Erscheinung.

Dabei ist die organisierte Erwachsenenbildung immer wieder mit den Fragen konfrontiert,

  • ob und wie sie politische Kontroversen in ihren Angeboten aufgreift, sich zu ihnen positioniert und dadurch Öffentlichkeit aktiv mitgestaltet,
  • welche Rolle sie für die öffentliche Meinungsbildung spielen kann und soll,
  • wie sie ihre Bildungsaufgabe wahrnimmt, Aufklärung und politische Teilhabe zu fördern.

Expertinnen und Experten aus Wissenschaft, Praxis und Politik diskutieren diese und andere Fragen zum Verhältnis von Erwachsenenbildung und Öffentlichkeit im diesjährigen DIE-Forum. Eröffnet wird die Veranstaltung mit einer Keynote von Thomas Krüger, Präsident der Bundeszentrale für politische Bildung.

 

 

LEARNTEC 2018 (Karlsruhe)

vom 30.01.2018 bis zum 01.02.2018

Die Messe Karlsruhe wird zum 26. Mal zur größten Plattform für das Lernen mit IT.

Im Januar/Februar 2017/18 präsentiert die LEARNTEC die aktuellen Trends und Entwicklungen für die Bildung in Schule und Hochschule sowie in der beruflichen Bildung. Mehr als 7.500 HR-Entscheider und IT-Verantwortliche aus aller Welt erfahren auf der LEARNTEC, wie der Wandel hin zu einer digitalen Lernkultur gestaltet wird und die Lernwelt jetzt und in Zukunft aussieht.

 

didacta - die Bildungsmesse 2018 (Hannover)

vom 20.02.2018 bis zum 24.02.2018

Die didacta findet zum zehnten Mal auf dem Gelände der Hannover-Messe statt.

Als die weltweit größte Fachmesse rund um Bildung bietet sie Angebote von rund 900 Ausstellern und ein umfangreiches Fortbildungsprogramm für Lehrkräfte, Erzieher, Ausbilder, Trainer und Personalentwickler an. Hochrangige Vertreter aus Politik, Wirtschaft, Wissenschaft und Gesellschaft kommen zur didacta, um hier Wege für die Bildung der Zukunft zu finden und sich auszutauschen.

 

 

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